MASARYKOVA UNIVERZITA PEDAGOGICKÁ FAKULTA Katedra německého jazyka a literatury Bakalářská práce Brno 2008 Michaela Marková MASARYK – UNIVERSITÄT PÄDAGOGISCHE FAKULTÄT Lehrstuhl für deutsche Sprache und Literatur „Ausspracheschulung in ausgewählten Lehrbüchern für Fachschulen“ (Bachelorarbeit) Brünn 2008 Verfasserin: Michaela Marková Betreuerin: PhDr. Alena Kovářová Prohlašuji, že jsem bakalářskou práci zpracovala samostatně a použila jen prameny uvedené v seznamu literatury. Souhlasím, aby práce byla uložena na Masarykově univerzitě v Brně v knihovně Pedagogické fakulty a zpřístupněna ke studijním účelům. ............................................ podpis Poděkování: Děkuji své vedoucí bakalářské práce PhDr. Aleně Kovářové za spolupráci a odbornou pomoc při vytváření bakalářské práce. Inhaltsverzeichnis 1. Einführung……………………………………………………………..........................7 2. Der theoretische Teil……………………………………………………………...........8 2.1 Entwicklung der Phonetik.........................................................................................8 2.2 Charakteristik der Phonetik.......................................................................................8 2.3 Entwicklung der Phonologie.....................................................................................9 2.4 Charakteristik der Phonologie...................................................................................9 2.4.1 Phonem...........................................................................................................10 2.4.2 Minimalpaar...................................................................................................10 2.5 Phonetische Transkriptionssysteme........................................................................10 2.6 Teilung der Phonetik...............................................................................................11 2.6.1 Artikulatorische Phonetik..............................................................................11 2.6.1.1 Artikulationsart..................................................................................12 2.6.1.2 Artikulationsort..................................................................................13 2.6.2 Akustische Phonetik.......................................................................................13 2.6.3 Auditive Phonetik..........................................................................................14 2.7 Segmentale Ebene der deutschen Sprache..............................................................15 2.7.1 Vokale............................................................................................................15 2.7.2 Diphthonge.....................................................................................................16 2.7.3 Konsonanten...................................................................................................17 2.8 Suprasegmentale Ebene der deutschen Sprache.....................................................18 2.8.1 Akzent............................................................................................................18 2.8.2 Reduktion.......................................................................................................19 2.8.3 Intonation.......................................................................................................20 3. Der praktische Teil..........................................................................................................21 3.1 Problematische Laute.............................................................................................21 3.1.1 Vokale............................................................................................................21 3.1.2 Diphthonge.....................................................................................................24 3.1.3 Konsonanten...................................................................................................25 3.1.4 Phonetische Übungen.....................................................................................27 3.2 Ausgewählte Lehrbücher........................................................................................28 3.2.1 Sprechen Sie Deutsch?...................................................................................28 3.2.1.1 Charakteristik.....................................................................................28 3.2.1.2 Struktur des Lehrbuches.....................................................................28 3.2.1.3 Ausgewählte phonetische Übungen...................................................29 3.2.2 Německy s úsměvem.....................................................................................35 3.2.2.1 Charakteristik.....................................................................................35 3.2.2.2 Struktur des Lehrbuches.....................................................................35 3.2.2.3 Ausgewählte phonetische Übungen...................................................36 4.Zusammenfassung...........................................................................................................41 5. Resumé...........................................................................................................................43 6. Literaturverzeichnis ......................................................................................................44 7. Anhang Nr. 1..................................................................................................................45 8. Anhang Nr. 2..................................................................................................................46 1.Einführung In dieser Arbeit beschäftige ich mich mit der Ausspracheschulung in den Lehrbüchern für Fachschulen und Sprachschulen. Die Ausspracheschulung sollte ein sehr wichtiger Teil des Fremdsprachenunterrichts sein und kann nicht von den anderen Sprachkompetenzen wie z.B. Morfologie oder Syntax getrennt werden. Meiner Meinung nach ist aber die Praxis leider anders. Nach meinen Erfahrungen aus Grund-, Fach- und Sprachschule halten viele Lehrer, die Deutsch unterrichten, richtige Aussprache für ein weniger wichtiges und interessantes Thema und übergehen einfach die Phonetikübungen in den Lehrbüchern. Wenn man gut verstehen und sprechen will, reicht ihm nicht nur reicher Wortschatz und grammatische Regeln zu können, sondern man benötigt auch eine richtige Aussprache und das Gefühl für den Wort- und Satzakzent zu haben. Die richtige Beherrschung der Fremdsprache gehört zu den unschätzbaren Fähigkeiten, nicht nur im beruflichen sondern auch im privaten Leben. Im theoretischen Teil dieser Arbeit beschreibe und erkläre ich die Grundbegriffe der Phonetik und Phonologie. Im Anschluss daran beschäftige ich mich mit der segmentalen und suprasegmentalen Ebene der deutschen Sprache. Der praktische Teil besteht aus zwei Teilen. Zuerst beschreibe ich kurz die Lauten, die den tschechischen Schülern Probleme machen. Dann folgt der Kern des praktischen Teiles - die Analyse der Lehrbücher, die ich mich für meine Arbeit ausgewählt habe und zwar die Analyse der Bücher Sprechen Sie Deutsch? 1. Teil, und Německy s úsměvem nově. Nach der Charakteristik und Strukturbeschreibung des Buches folgen einige phonetische Übungen und Beschreibung, wie man sie im Deutschunterricht verwenden soll und wozu sie dienen. Bei einigen habe ich noch andere alternative Verwendung zugegeben. 2.. Der theoretische Teil Entwicklung der Phonetik „Im 13. Jahrhundert erfanden die Phönizier die Lautschrift. Um dies zu realisieren, müssten sie ihre Sprache aus phonetischer Sicht korrekt analysieren. Die Griechen ergänzten die Lautschrift um die Vokalezeichen. Über gesprochene Sprache kann man auch ein wenig im Werk des berühmten Arztes Hippokrates und des bekannten Philosophen Aristoteles lesen. Im Altertum beschäftigten sich mit der gesprochenen Sprache bei Sanskritsbeschreibungen die Inden. Im Mittelalter interessierte man sich kaum für die phonetische Seite der Sprache. Im 18. Jahrhundert schuf J. W. von Kempelen das Dreieckschema, das die artikulatorische Charakteristik der Vokale darstellt und in der modernen Phonetik benutzt wird. Der Anfang des 19. Jahrhunderts war für die Phonetik von entscheidender Bedeutung, weil es zur Entwicklung der Naturwissenschaften kam. Die Phonetiker übernahmen von den Ärzten und Physikern viele Geräte, eine bessere Beobachtung der Artikulationsorgane ermöglichten. So entwickelte sich die experimentelle Phonetik. Ihr Hauptvertreter in Deutschland war Ed. Sievers, in England Henry Sweet und Daniel Jones und in Frankreich Paul Passy und Pierre Rousselot.“^1 Charakteristik der Phonetik Phonetik ist die Teildisziplin der Linguistik und beschreibt die Laute der Sprache. Sie beschäftigt sich mit der gesprochenen Sprache und untersucht die Bildung von Lauten. Phonetik wird auch oft als Aussprache bezeichnet. _______________________________________________ ^1ČERNÝ, Jiří. Úvod do studia jazyka. S. 75 – 76. 2.3 Entwicklung der Phonologie „Nikolai Sergejewitsch Trubezkoy, ein russischer Linguist und Ethnologe, erweiterte die Sprachwissenschaft um das Teilgebiet der Phonologie. Mit Trubezkoys Lehrtätigkeit war von Wien aus eine neue Epoche der Sprachwissenschaft angebrochen. Früher wurde Sprache vor allem als geschriebene Sprache interpretiert, die von ihm entwickelte neue Art der Sprachbetrachtung bezog sich zum ersten Mal auf eine funktionslogische Betrachtung der Sprache.“ ^2 2.4 Charakteristik der Phonologie ^ Die Phonologie ist ein Teilgebiet der Linguistik. Sie untersucht die Systeme von Phonemen. Phonologie beschäftig sich im Vergleich zur Phonetik mit Lauten als Einheiten im System einer Sprache. „Also die Frage nach der Funktion der Laute beantwortet die Phonologie “ ^3 Der Hauptbegriff der Phonologie ist das Phonem. 2.4.1 Phonem Das Phonem bildet die zentrale Einheit der Phonologie und ist die kleinste bedeutungsunterscheidende Einheit der Sprache. „Ein Phonem kann als ein Komplex nicht nur der artikulatorischen, sondern auch der auditiven Eigenschaften definiert werden.“ ^4 Aufgrund dieser Eigenschaften kann der Sprecher einen Laut vom anderen unterscheiden. 2.4.2 Minimalpaar „Phonologish gesehen bilden zwei Wörter oder Ausdrücke ein Minimalpaar, wenn sie unterschiedliche Bedeutung haben und sich dabei nur in einem Laut oder in einem Phonem unterscheiden. Kind und Rind – /k/ und /r/ Wand und Wind – /a/ und /i/ Wand und Hand – /w/ und /h/ wagen und nagen – /w/ und /n/ muss und Mus – /u/ und /u:/ ______________________________________________ ^2 www.wikipedia.de ^3 ERNST, Peter. Germanistische Sprach-wissenschaft. S. 89. ^4 KOVÁŘOVÁ, Alena. Úvod do fonetiky a fonologie němčiny, S. 6. Dazu gibt es die Unterscheidung aufgrund eines fehlenden Phonems - das sog. Nullphonem: Bau und Bauch ringen und bringen Durch systematische Bildung von Minimalpaaren kann man die Phoneme einer Sprache bestimmen. Die Menge aller Phoneme einer Sprache bezeichnet man als Phoneminventar dieser Sprache.“ ^5 2.5 Phonetische Transkriptionssysteme Die Transkription ist ein wichtiges Hilfsmittel, um sich die Aussprache anzueignen. „Es ist notwendig zwischen dem tatsächlichen Laut und seiner Verschriftung zu differenzieren. Daher wurden eigene phonetische Transkriptionssysteme geschaffen, die ein 1:1 Verhältnis von lautlicher und schriftlicher Ebene gewährleisten: Das heißt, für jeden Laut darf nur ein Zeichen verwendet werden, jedes Zeichen darf nur einen Laut repräsentieren. Das verbreitetste dieser Zeichensysteme ist das Alphabet der Association Phonétique Internationale - API .“ ^6 (siehe Tabelle „Buchstaben – Laut – Beziehungen“ im Anhang Nr.1). ______________________________________________ ^5 www.wikipedia.de ^6 ERNST, Peter. Germanistische Sprach-wissenschaft. S. 62. 2.6 Teilung der Phonetik Es wird die artikulatorische, akustische und auditive Phonetik unterschieden. 1. 2. 3. 4. 5. 1.,5 – Neurolinguistik 3. – akustische Phonetik 2. – artikulatorische Phonetik 4. – auditive Phonetik Komunikationsprozess und Teilung der Phonetik ^7 2.6.1 Artikulatorische Phonetik Die artikulatorische Phonetik beschreibt die artikulatorische Organe und beschäftigt sich mit der Lautbildung. „Die menschliche Lautproduktion beruht auf der Abfolge von vier Gesten: a) Respiration – Erzeugung eines Luftstromes durch die Atmungsorgane. Die meisten Sprachlaute werden pulmonal-egressiv, also bei der Ausatmung von Luft aus der Lunge, gebildet. b) Phonation – Stimmung durch die Stimmbänder im Kehlkopf. c) Nasalierung – Absperren oder Zuschalten der Nasenhöhle durch Heben bzw. Senken des Gaumensegels.“^8 d) Artikulation – „Die Aktivitäten der Sprechorgane oberhalb der Glottis werden unter dem Terminus Artikulation zusammengefasst. Bei ihrem Weg durch den supraglottalen Raum kann die Luft entweder ungehemmt ausströmen oder sie wird durch die Bewegugn eines Artikulationsorgans in irgendeiner Form behindert. In ersterem Fall werden Vokale produziert, im letzteren Konsonanten.“ ^9 (siehe „Menschliche Sprechorgane - Längsschnitt“ im Anhang Nr.2). _______________________________________________ ^7 ČERNÝ, Jiří. Úvod do studia jazyka. S. 76. ^8 ERNST, Peter. Germanistische Sprach-wissenschaft. S. 66 - 68. ^9 MEIBAUER, Jörg. DEMSKE, Ulrike. GEILFUß-WOLFGANG, Jochen. PAFEL, Jürgen. RAMERS, Karl Heinz. ROTHWEILER, Monika. STEINBACH, Markus. Einführung in die germanistische Linguistik. S. 75. 2.6.1.1 Artikulationsart Unter Artikulationsart versteht man, wie ein Laut gebildet wird. Die Konsonanten können nach ihrer Artikulationsart in folgende Gruppen eingeteilt werden: O/ „Plosive – Das Gaumensegel ist gehoben, der Zugang zur Nasenhöhle ist verschlossen. Im Mundraum wird ein Verschluss gebildet, der aus der Lunge strömende Luftstrom kann nicht entweichen, erzeugt einen Überdruck und sprengt schließlich den Verschluss. O/ Frikative - Im Mund oder Rachenraum wird ein enger Durchgang gebildet, durch den der Luftstrom strömt. Dabei entsteht ein Reibegeräusch. Frikative können stimmhaft bzw. ungespannt oder stimmlos bzw. gespannt sein. O/ Nasale – Das Gaumensegel ist gesenkt, der Zugang zur Nasenhöhle ist offen. Im Mundraum wird ein Verschluss gebildet, der Phonationsstrom entweicht ausschließlich durch die Nasenhöhle, die als Resonanzraum dient. O/ Laterale – Der mittlere Teil der Zunge berührt den Zahndamm oder den harten Gaumen. Die seitlichen Zungenränder sind gesenkt, die Luft entweicht an beiden Seiten. O/ Vibranten – Ein bewegliches Artikulationsorgan wird in Vibration versetzt. O/ Affrikaten – Sie stellen eine Kombinationen aus einem Plosiv und einem Frikativ dar, die am gleichen Artikulationsort gebildet werden.“ ^10 Die Vokale weisen eine größere Öffnung als die Konsonanten auf. Vokale sind nach folgenden artikulatorischen Parametern differenzierbar: „Zugenhöhe / Öffnungsgrad: hoch – geschlossen, halbhoch – halbgeschlossen, halbtief – halboffen, tief – offen Zugenlange / -position: vorn – zentral – hinten Lippenrundung: gerundet – ungerundet“ ^11 _______________________________________________ ^10 ERNST, Peter. Germanistische Sprach-wissenschaft. S. 71-72. ^11 www.wikipedia.de 2.6.1.2 Artikulationsort „Unter Artikulationsort versteht man jene Stelle im Mund-oder Rachenraum, an der Laut unter Zuhilfenahme der beweglichen Sprechorgane gebildet wird. Die für die Laute der deutschen Sprache relevanten Artikulationsstellen sind: O/ Bilabial – der Laut wird durch Ober- und Unterlippe gebildet. O/ Labiodental – die Unterlippe berúhrt die oberen Schneidezähne. O/ Dental – Zugenspitze an den oberen Schneidezähnen. O/ Alveolar – Zugenspitze und/oder Zungenkranz am Zahndamm. O/ Postalveolar – Der Zungenkranz nähert sich dem vordersten Ende des harten Gaumens. O/ Palatal - Der vordere Zungenrücken nähert sich dem harten Gaumen. O/ Velar – Der hintere Zungenrücken nähert sich dem weichen Gaumen. O/ Uvular – Der hinterste Teil des Zungenrückens nähert sich dem Zäpfchen, das Zäpfchen vibriert. O/ Glottal – Die Artikulation eines glottalen Lautes findet nicht im Mundraum, sondern schon im Kehlkopf statt.“ ^12 2.6.2 Akustische Phonetik Die akustische Phonetik untersucht die Schwallen. „ Die Übertragung der Information erfolgt in einem Medium und einem Kanal. Im Falle von mündlicher Verständigung werden die Laute der menschlichen Sprache durch die Luft übertragen. Sprachlaute sind, rein physikalisch gesehen, Schallphänomene. Sie sind hinsichtlich der Schalleingeschaften Dauer, Tonhöhe und Lautstärke beschreibbar.“ ^13 _______________________________________________ ^12, 13 ERNST, Peter. Germanistische Sprach-wissenschaft. S. 70, 84. 2.6.3 Auditive Phonetik In der auditiven Phonetik werden die Aspekte der Hörwahrnehmung des Sprechschalls und entsprechende Eindrücke beim Hörer behandelt. Auditive Phonetik verfolgt vor allem drei Forschungsziele: a) „Die Beschreibung der anatomischen Gestalt und der physiologischen Funktionsabläufe von peripheren (Ohr) und zentralen Perzeptionsorganen (Hörzentren des Hirnstamms und der Hirnrinde). “^14 Das menschliche Ohr Das menschliche Ohr ^15 b) „Die Beschreibung der perzeptuellen Aufnahme-, Identifizierungs- und Differenzierungsfähigkeiten des Menschen. c) Die Beschreibung der durch Sprachschall erzeugten Wahrnehmungsqualitäten.“^16 _______________________________________________ ^14, 16 ERNST, Peter. Germanistische Sprach-wissenschaft. S. 87. ^15 www.wikipedia.de 2.7 Segmentale Ebene der deutschen Sprache 2.7.1 Vokale Deutsche Sprache mit seiner 17 Vokale (das tschechische Vokalsystem besteht aus 10 Vokalen) ist eine der vokalreichsten Sprachen der Welt. Die visuelle Darstellung der phonetischen und phonologischen Vokalsysteme der Sprache nennt man Vokaltrapez. Das Vokaltrapez des Deutschen ^16 Das Vokaldreieck wird vor allem für die tschechischen Vokale benutzt. „Durch einen Vergleich des tschechischen mit dem deutschen Vokalsystem kann man leicht die für einen tschechisch sprechenden Menschen bestimmen. “ ^17 Vokaldreieck ^18 _______________________________________________ ^16 www.wikipedia.de ^17, 18 KOVÁŘOVÁ, Alena. Úvod do fonetiky a fonologie němčiny, S. 14. Das Vokalinventar der deutschen Sprache kann folgendermaßen dargestellt werden: Horizontale Zungenlage vorne zentral hinten Zungen- ungerundet gerundet ungerundet gerundet höhe: lang kurz lang kurz kurz kurz lang kurz lang hoch iː yː uː halbhoch ɪ ү ʊ mittel eː o/ː oː halbtief ɛː ɛ œ ə ɔ ɐ tief a ɑː Vokalschema des Deutschen ^19 2.7.2 Diphthonge „Diphthonge sind Kombinationen aus zwei Vokalen innerhalb einer Silbe. Währendbewegen sich Zunge und Lippen aus einer Vokalposition in eine andere. “ ^20 Es wird zwischen fallender und steigender Diphthonge unterschieden. +--------------------------------------------------------------------------------------------+ | [aַe] | [aַo] | [oַO/] | |------------------------------+------------------------------+------------------------------| | Reise | Haus | heute | |------------------------------+------------------------------+------------------------------| | Blei | Applaus | teuer | |------------------------------+------------------------------+------------------------------| | Eis | auch | Häute | |------------------------------+------------------------------+------------------------------| | Mais | Clown | Säule | |------------------------------+------------------------------+------------------------------| | Waise | Kakao | ahoi | +--------------------------------------------------------------------------------------------+ Diphthonge des Deutschen ^21 ______________________________________________ ^19, 20 ERNST, Peter. Germanistische Sprach-wissenschaft. S. 80 ^21 MEIBAUER, Jörg. DEMSKE, Ulrike. GEILFUß-WOLFGANG, Jochen. PAFEL, Jürgen. RAMERS, Karl Heinz. ROTHWEILER, Monika. STEINBACH, Markus. Einführung in die germanistische Linguistik. S. 80. 2.7.3 Konsonanten „Konsonanten sind Hindernislaute: Im Ansatzrohr wird ein Hindernis gebildet. Konsonanten können nach vier Gesichtspunkten beschrieben werden: a) Artikulationsort b) Artikulationsart c) Stimmtonbeteiligung d) Spannung “^ 22 „Für die Artikulation der deutschen Konsonanten ist in erster Linie die gespannte bzw. ungesspannte Aussprache charakteristisch. Falls es sich um gespannte plosive Konsonanten handelt, muss man ihre Aspiration beachten. Erst dann wird zwischen stimmhaften und stimmlosen Konsonanten unterschieden.“ ^23 +---------------------------------------------------------------------------------------+ | |bilabial|labio- |dental|alveolar| post- |palatal| velar |uvular |glottal| | | | | | | | | | | | | | |dental | | | alveolar | | | | | |---------+--------+-------+------+--------+------------+-------+-------+-------+-------| |Plosive | p b | | | t d | | |k g | |ɔ| |---------+--------+-------+------+--------+------------+-------+-------+-------+-------| |Frikative| |f v| | s z |ʃ | ç j | x |ʁ| h | | | | | | | Ʒ | | | | | |---------+--------+-------+------+--------+------------+-------+-------+-------+-------| |Nasale | m | | | n | | |ŋ| | | |---------+--------+-------+------+--------+------------+-------+-------+-------+-------| |Laterale | | | | l | | | | | | |---------+--------+-------+------+--------+------------+-------+-------+-------+-------| |Vibranten| | | | r | | | |ʀ| | +---------------------------------------------------------------------------------------+ Konsonanten des Deutschen ^24 „In den Zeilen stehen die Artikulationsarten, in den Spalten die –orte. Stimmen zwei Konsonanten in beiden Eigenschaften überein, so steht jeweils links das Transkriptionssymbol für die stimmlose Variante, rechts für die stimmhafte Variante. “ ^25 ______________________________________________ ^22 ERNST, Peter. Germanistische Sprach-wissenschaft. S. 70. I ^23 KOVÁŘOVÁ, Alena. Úvod do fonetiky a fonologie němčiny, S. 23. ^24, 25 MEIBAUER, Jörg. DEMSKE, Ulrike. GEILFUß-WOLFGANG, Jochen. PAFEL, Jürgen. RAMERS, Karl Heinz. ROTHWEILER, Monika. STEINBACH, Markus. Einführung in die germanistische Linguistik. S. 80. 2.8 Suprasegmentale Ebene der deutschen Sprache „Es gibt darüber hinaus aber auch noch andere Elemente der lautlichen Ebene, die nicht segmentiert werden können.“ ^26 Es geht um Akzent, Reduktion, Intonation, Rhythmus, Pausen, Sprechtempo, Modulation usw. 2.8.1 Akzent „Der deutsche Akzent ist dynamisch, d.h. er nutzt die Intensität des Ausatmungsstromes aus. Die deutsche Sprache ist eine akzentzählende Sprache. Es wird zwichen Satz- und Wortakzent unterschieden. Der deutsche ist im Vergleich zum tschechischen Akzent sehr stark. Der starke Akzent einer bestimmten Silbe verursacht im Deutschen eine starke Reduktion anderer unbetonten Silben. Dieser starke Akzent steht im Deutschen auf der (ersten) Stammsilbe, die die Bedeutung des Wortes trägt. Der deutsche Akzent hat noch eine andere wichtige distinktive Funktion. Auf Grund der Akzentposition in zwei gleichen Wörtern wird ihre Bedeutung unterschieden“^27 In der deutschen Sprache gibt es auch einige Präfixe, die teilweise stimmhaft und teilweise stimmlos sind: durch-, über-, um-, unter-, wieder-/wider-, hinter-, miss- Falls das Präfix trennbar ist, steht der Akzent am Anfang des Wortes, anders am Anfang des Wortstammes. Die stimmlosen Präfixe sind untrennbar: be-, ge-, emp-, ent-, ver-, zer-, er- Die stimmhaften Präfixe sind trennbar: ab-, an-, auf-, aus-, bei-, dar-, ein-, empor-, fort-, her-, hin-, los-, mit-, nach-, nieder-, vor-, weg-, weiter-, zu-, zurück- ______________________________________________ ^26 ERNST, Peter. Germanistische Sprach-wissenschaft. S. 100. ^27 KOVÁŘOVÁ, Alena. Úvod do fonetiky a fonologie němčiny, S. 40. 2.8.2 Reduktion Wie schon oben erwähnt wurde, hat das Deutsche einen starken Akzent. Aus diesem Grund kommt es im Deutschen zur starken Reduktion, die verschiedene Grade haben kann. Die Reduktion betrifft hauptsächlich alle unbetonten Endsilben, die auf –e enden, und auch die Suffixe –en, -em, -es, -et, -el, -eln und –er. „Um Übersicht über die verschiedenen Möglichkeiten der –en Reduktion zu bekommen, kann man vom Schemenüberblick der deutschen Konsonanten als Grundlage heranziehen: O/ Nach den labialen und labiodentalen Konsonanten wird –en als silbenbildendes m ausgesprochen O/ Nach den alveolaren Konsonanten und vorstehenden Vokalen ändert sich –en in das silbenbildende n. O/ Palatale – nach j ist es nötig immer [ən] zu artikulieren, nach dem Ich-Laut wird das silbenbildende n ausgesprochen. O/ Nach den velaren Konsonanten entsteht das silbenbildende velare [ŋ] O/ Nach den nasalen Konsonanten wird ausgesprochen: m + en = silbenbildendes m, n + en = silbenbildende n, ŋ + en = silbenbildendes velares ŋ O/ Nach r , dass Charakter des vokalisierten r hat, kommt es zur Doppelreduktion. Die Reduktion des –e kommt bei einigen unbetonten Präfixen vor: O/ in den Präfixen be-, ge- wird im Hochdeutsch das reduzierte e ausgesprochen O/ die Präfixe er-, ver-, zer- werden mit dem vokalisierten r am Ende ausgesprochen. “ ^28 ______________________________________________ ^28 KOVÁŘOVÁ, Alena. Úvod do fonetiky a fonologie němčiny, S.42- 44. 2.8.3 Intonation „Die Intonation beschreibt insbesondere den Rhytmus und die Tonhöhenverläufe einer Sprache. Intonation macht den "typischen Klang" einer Sprache aus. Als Baby lernen wir diese Seite der Sprache zuerst. Der Babykörper ahmt den Sprachrhytmus nach und die Babylaute imitieren die Tonhöhen. Deshalb ist es auch oft sehr schwer, "fremde" Sprachintonation zu imitieren, da unsere eigene in unserer Persönlichkeit sehr tief verankert ist. “ ^29 „Die deutschen Sätze können drei Typen von Satzintonation haben: - Fallende Endmelodie - ist sehr oft benutzt und ist für übliche Sätze typisch. Diese Melodie wird durch das Sinken der Stimme am Ende des Satzes charakterisiert. - Steigende Endmelodie – ist für die Fragen und für Wunschsätze typisch. Sie signalisiert auch das Bemühen um Kontaktaufnahme. Am Ende des Satzes steigt die Stimme. - Weiterführende Endmelodie – ist charakteristisch für die Sätze, in denen erst der anschließende oder zweite Satzteil die Schlüssel – bzw. Endinformation des Satzes mit sich führt. Die Satzintonation wird viel durch die emotionale Stellungnahme des Sprechers zur konkreten Aussage beeinflusst.“ ^30 ______________________________________________ ^29 www.aussprachetraining.de ^30 KOVÁŘOVÁ, Alena. Úvod do fonetiky a fonologie němčiny, S. 46. 3. Der praktische Teil 3.1 Problematische Laute Für Menschen mit tschechischer Muttersprache ist es manchmal schwierig etwas richtig auszusprechen, weil es im Deutschen viele Laute gibt, die im Tschechischen nicht vorkommen. 3.1.1 Vokale Im Deutschen gibt es 17 Vokale, im Tschechischen 10. Es gibt also 6 Vokale, die beim Deutschunterricht für die Schüler neu und unbekannt sind und deshalb muss ihre Artikulation richtig eingeübt werden. Folgende Vokale können für die tschechischen Schüler problematisch sein: [e:] - langes geschlossenes und gespanntes e - bei der Aussprache gehen wir vom i: aus, aber statt i wird e ausgesprochen - der Kieferwinkel ist sehr klein Beispiele: er, der, sehr, schwer, wer, gehen, nehmen, geben, lesen, der Tee, der Schnee, der See, werden, der Lehrer, lehren, das Lehrbuch, Peter, ewig, nehmen, Ehren, entweder, usw. [ o: ] - langes geschlossenes und gespanntes o - bei der Aussprache gehen wir vom u aus, aber statt u wird o ausgesprochen - der Kieferwinkel ist sehr klein Beispiele: schon, also, so, wo, oder, ohne, das Brot, wohnen, der Monat, groß, oder, der Sohn, holen, die Ohren, der Faktor, der Wohlstand, usw. [ y: ] - langes geschlossenes und gespanntes ü - bei der Aussprache gehen wir vom i aus und fügen die Mundrundung hinzu - die Mundrundung sollte stärker als bei tschechischen Wörtern sein - wird oft falsch als [ i: ] ausgesprochen Beispiele: üben, über, die Übung, für, fühlen, müde, die Mühe, früh, das Frühstück, führen, lügen, die Grüße, der Typp, typisch, kühl, das Gefühl, führen, usw. [ Y ] - kurzes offenes und ungespanntes ü - bei der Aussprache gehen wir vom i aus und fügen die Mundrundung hinzu - die Mundrundung sollte stärker als in den tschechischen Wörtern sein Beispiele: fünf, müssen, küssen, das Gymnasium, dürfen, die Gründe, dünn, das Ägypten, usw. [ o/: ] - langes, geschlossenes und gespanntes ö - bei der Aussprache muss die Mundrundung beachtet werden - wird oft als [ e: ] ausgesprochen Beispiele: hören, das Öl, mögen, schön, möglichst, usw. [ œ ] - kurzes offenes und ungespanntes ö - bei der Aussprache muss die Mundrundung beachtet werden - wird falsch als [ ɛ ] ausgesprochen Beispiele: möchten, können, zwölf, die Bevölkerung, usw. [ ə ] - reduziertes e, sog. Murmel-e oder Schwach-Laut - der häufigste Vokal im Deutschen, der im Tschechischen nicht vorkommt - reduziertes e wird nur in den unbetonten Silben ausgesprochen und die Artikulation ist sehr kurz - bei der Aussprache ist der Mund halboffen - es wird vor allem in den unbetonten Endsilben und in den unbetonten Präfixen be- und ge- realisiert. - Es ist auch der Teil des Morphems –en nach den Vokalen, Diphthongen, bzw. Sonoren - meistens entfällt es in den Suffixen -en, -em, -el, -eln. Die Ausnahme ist das Suffix –chen, hier muss das reduzierte e immer ausgesprochen werden Beispiele: eine, meine, keine, die Schule, der Beruf, beantworten, das Gespräch, die Geschichte, die Tasche, die Säcke, die Ecke, die Tante, usw. [ ɐ ] - vokalisiertes r - die Artikulation liegt zwischen dem reduzierten e und dem kurzen a - es wird ebenfalls nur in der unbetonten Position im Suffix –er ausgesprochen - es wird genauso wie das reduzierte e eingeübt, der starke deutsche Akzent muss beachtet werden Beispiele: er der, ihr, die Mutter, der Vater, die Uhr, das Ohr, das Jahr, der Vertrag, nur, die Kleider, der Bruder, hinterher, usw. 3.1.2 Diphthonge Im Hochdeutschen gibt es drei Diphthonge [aַe], [aַo], [oַO/]. Die deutschen Diphthonge stellen immer eine Kombination des offenen und geschlossenen Vokals dar, der zu einer Silbe gehört. Der erste Vokal ist immer dominant und trägt den Akzent. Im Tschechischen gibt es nur ein Diphthong – ou. [ aַe ] - bei der Aussprache gehen wir vom a zum e - bei der Artikulation muss beachtet werden, dass am Ende des Diphthongs kein j ausgesprochen werden kann Beispiele: ein, eine, nein, kein, sein, eins, zwei, drei, das Ei, klein, gleich, reisen, weit, breit, meisten, bereit, der Bescheid, vielleicht, die Heirat, usw. [ aַo ] - bei der Aussprache gehen wir vom a zum kurzen geschlossenen und gerundeten o - am Ende des Diphthongs kann nicht zu starkes u artikuliert werden Beispiele: auch, aus, auf, blau, die Frau, die Maus, laufen, brauchen, usw. [ oַO/ ] - bei der Artikulation gehen wir vom kurzen geoffneten o zum geschlossenen O/ - die Mundrundung muss beachtet werden - am Ende des Diphthongs kann kein j ausgesprochen werden Beispiele: neu, der Freund, freuen, die Freude, euer, euch, heute, die Leute, träumen, das Deutsch, der Euro, das Feuer, zeugen, usw. 3.1.3 Konsonanten Im Deutschen gibt es 23 Konsonanten. Die Artikulation stimmt nahezu mit demTschechischen überein. Nur folgende Konsonanten können problematisch sein: [ p ] - gespanntes, stimmloses p - die Sprechorgane sind bei der Artikulation gespannt - muss mit der Aspiration ausgesprochen werden Beispiele: packen, das Papier, Peter, Paul, usw. [ t ] - gespanntes, stimmloses t - die Sprechorgane sind bei der Artikulation gespannt - muss mit der Aspiration ausgesprochen werden Beispiele: der Tee, tanken, das Tier, die Tür, die Tante, der Tag, machte, dachte, arbeitete, usw. [ k ] - gespanntes, stimmloses k - die Sprechorgane sind bei der Artikulation gespannt - muss mit der Aspiration ausgesprochen werden Beispiele: die Karten, das Kind, der Kaffee, kommen, die Kugel, bekommen, usw. [ ŋ ] - ungespanntes, stimmhaftes n, ng - steht niemals am Anfang des Wortes - wird als selbständiger Phonem ausgesprochen - am Ende wird kein k oder g artikuliert Beispiele: singen, springen, bringen, der Engel, Inge, die Hoffnung, die Zeitung, der Übergang, die Wohnung [ pf ] - gespannt und stimmlos - die Sprechorgane sind bei der Artikulation gespannt Beispiele: die Pfanne, der Pfosten, der Pflug, der Hopfen, der Pfahl, usw. [ ç ] - gespannt und stimmlos - die vordere Variante des Phonems ch – sog. Ich-Laut - im Deutschen wird in der Mittel- und Endposition nach: allen vorderen Vokalen, Diphthongen ei/ai und eu/äu, Konsonanten l, r,n, in den Suffixen –ich und –ig/-igkeit (am Ende des Wortes oder der Silbe) artikuliert - wird falsch als das tschechische ch (ähnlich dem Ach-Laut) ausgesprochen Beispiele: die Kirche, die Löcher, das Männchen, usw. [ ʀ ] - sog. Zäpfchen –R - ein ungespannter stimmhafter Vibrant - bei der Artikulation berührt sich die Zunge der unteren Zähne - im Tschechischen hält man diesen Vibrant für einen Aussprachefehler 3.1.4 Phonetische Übungen In den Lehrbüchern der deutschen Sprache findet man viele Übungen, mit denen lässt sich einerseits die Artikulation und richtige Aussprache, andererseits Sprechen und Verstehen aneignen. Die Typen der phonetischen Übungen können folgendermaßen unterteilt werden: +------------------------------------------------------------------------------------------+ | Hören | (Aus-)Sprechen | |-----------------------------------+------------------------------------------------------| | Vorbereitende | Angewandte | Vorbereitende | Angewandte | | | | | | | Hörübungen | Hörübungen | Hörübungen | Hörübungen | |----------------------+------------+--------------------------+---------------------------| | Eintauchübung | | einfache Nachsprechübung | Vortragen/Lesen | | | | | | | | | |(eigener bzw. fremder Text)| |----------------------+------------+--------------------------+---------------------------| | Diskriminationsübung | |kaschierte Nachsprechübung| frei sprechen | |----------------------+------------+--------------------------+---------------------------| | Identifikationsübung | | produktive Übung | | +------------------------------------------------------------------------------------------+ Phonetische Übungen ^31 ______________________________________________ ^31 DIELING; HIRSCHFELD. Phonetik lehren und lernen, S. 47. 3.2 Ausgewählte Lehrbücher Auf den folgenden Seiten meiner Bachelorarbeit werde ich mich mit zwei Lehrbücher beschäftigen und zwar mit Sprechen Sie Deutsch? 1. Teil und mit Německy s úsměvem nově. 3.2.1 Sprechen Sie Deutsch? 3.2.1.1 Charakteristik Dieses Lehrbuch ist für die Gymnasien, Fach- und Sprachschulen bestimmt, d.h. die Zielgruppe des Buches sind in der Regelälter als 15 Jahre. Der erste Teil des Buches ist für 160 Deutschstunden vorgesehen. Im Lehrbuch gibt es 14 Lektionen, zu jeder Lektion gehört ein Arbeitsheft, das ein Teil des Lehrbuches darstellt. Am Anfang des Lehrbuches findet man Bemerkungen zur Phonetik (Vokale, Diphthonge, Konsonanten, Wort- und Satzakzent). Im Anhang befinden sich die Karten (Deutschland und Wien), die grammatische Übersicht, ein Wörterbuch der grammatischen Begriffe und der Wortschatz zu den einzelnen Lektionen. In diesem Lehrbuch wird große Aufmerksamkeit nicht nur auf die geschriebene Sprache, die Grammatik und den reichen Wortschatz gerichtet, sondern auch auf die Phonetik und die gesprochene Sprache. Die Hör- und Sprachübengen in diesem Lehrbuch stellen ein sehr wichtiges Thema dar. 3.2.1.2 Struktur des Lehrbuches Jede Lektion ist in vier Teilen A, B, C und D untergegliedert. Zu jedem Teil außer D steht ein Tonband zur Verfügung. Am Anfang der Lektion, d. h. im Teil A gibt es immer einen Text, der sich mit einem Thema beschäftigt. Meiner Meinung nach sind diese Themen aus Sicht junger Leute nicht aktuell und deshalb für sie als Zielgruppe uninteressant. Weiter findet man im Teil A der neue Wortschatz und Erklärung der neuen Grammatik. Im Teil B gibt es viele Phonetik- und Hörübungen, die sehr gut sind. Im Teil C findet man noch andere anspruchsvollere Hörübungen, Dialoge für Rollenspiele und verschiedene Texte. Mit Hilfe von diesen Übungen lässt sich die richtige Aussprache gut einüben. Teil D bildet ein Arbeitsheft, in dem Grammatik eingeübt werden kann. Die phonetischen Übungen in diesem Lehrbuch sind meiner Mainung nach sehr gut. Auch die Anzahl und Vielfältigkeit der Hörübungen ist reicht aus. 3.2.1.3 Ausgewählte phonetische Übungen 1. Sprechen Sie Deutsch? 1. – Lektion 1, Teil B, Seite 15, Übung 3a und 3b Ziel: Einübung der richtigen Vokallänge. Die Schüler lesen die Wörter, der Lehrer muss auf die richtige Aussprache der Schüler achten. Beachten Sie die richtige Vokallänge. Hören sie zu und wiederholen Sie. Tag – Mann, geht – Englisch, wie – bitten, wo – toll, gut – und, Mädchen – Männer, Französisch – Köln Hören Sie zu. Unterstreichen Sie die Vokale, die man lang ausspricht. Name – danke, kennen – lebt, sind – viel, wohnt – dort, Uhr – Ulm, München – Süd Anm.: Die Schüler können andere Beispiele, die sie kennen, anführen. Dann schreiben sie zu zweit eine kurze Geschichte, dazu müssen sie mindestens mindestens 10 Wörter, die sie genannt haben, benutzen. Jede Gruppe liest die Geschichte laut vor. 2. Sprechen Sie Deutsch? 1. – Lektion 1, Teil B, Seite 15, Übung 4a und 4b Ziel: Einübung der richtigen Aussprache der Wörter mit einem Umlaut. Die Schüler ergänzen im Text ein kurzes offenes ungespanntes ö x e, ein langes geschlossenes gespanntes ö x e, ein langes geschlossenes ü x ie, ein kurzes offenes ungespanntes ü x i. a) Hören sie zu. Sprechen Sie sorgfältig aus. schnell – Köln, sehen – Söhne, vier – für, Kissen – küssen b) Hören Sie zu. Sprechen Sie sorgfältig aus. k_nnen – k_nnen, sch_n x s_hr, T_r x T_r, M_nchen – m_ch Anm.: Die Schüler können andere Beispiele, die sie kennen, anführen. 3. Sprechen Sie Deutsch? 1. – Lektion 2, Teil B, Seite 27, Übung 3 I, II, III Ziel: Einübung der Aussprache der Diphthonge [ aַe ], [ aַo ] und [ oַO/ ]. Bei der Artikulation von ei und eu kann nicht am Ende des Diphthongs das j ausgesprochen werden. Bei dem Diphthong eu muss die Mundrundung beachtet werden. Am Ende des Diphthongs au kann nicht zu starkes u artikuliert werden. I. Hören Sie zu. Schreiben Sie. Tonband: verheiratet, Deutsch, Freund, Verkäuferin, Heike, Brauer, heute, treibt, heißt, Heinrich, leicht II. Ergänzen Sie die Ausdrücke im Text. Lesen Sie den Text. Achten Sie auf die richtige Aussprache. Frau ___ ___ wohnt in Tschechien. Sie arbeitet als ___ bei Julius Meinl. Heike ist dreiundzwanzig und ist nicht ___. Sie ist sehr lieb und ___. Sie hat einen ___. Er ___Heinrich. ___ studiert Journalistik. Das ist nicht ___. Er ___ viel Sport und spielt gern Klavier. ___ hat aber keine ___, er lernt ___. III. Beschreiben Sie: Heike Brauer aus der Sicht ihres Freundes und dann Heinrich aus der Sicht seines Mitschülers. 4. Sprechen Sie Deutsch? 1. – Lektion 3, Teil B, Seite 38, Übung 1 I, II, III Ziel: Einübung der richtigen Aussprache von dem Ich-Laut und Ach-Laut. Es ist wichtig, den Unterschied zwischen dem Ach-Laut, die dem tschechischen ch ähnlich ist, und dem Ich-Laut, das die vordere Variante des ch ist, zu beachten. Der Lehrer muss den Schülern den Unterschied erklären und die richtige Aussprache vorführen. I. Hören Sie zu. Lesen sie den ganzen Text laut vor. Theo kommt nach Hause und Sandra wartet schon mit dem Essen, Theo möchte aber vorher noch ein Geschenk für Moritz besorgen. Endlich hat er eine Idee. Er kauft ihm einen Wecker. Moritz kommt nämlich immer zu spät zur Arbeit, Sandra findet die Idee gut. Theo geht also zum Uhrmacher, aber dann auch in den Supermarket, er kauft … Aber was überhaupt? Vielleicht Milch? Ach nein, der Zettel ist zu Hause! II. Ach-Laut x Ich Laut? Suchen Sie im Text die Wörter heraus, die ch enthalten und sortieren sie nach ihrer Aussprache in zwei Gruppen. III. Wiederholen Sie diese Wörter mit der Kassette. Lesen Sie dann selbst laut. Anm.: Die Schüler können dieser Text als ein Gespräch überarbeiten und zu zweit die Rollen spielen. Der Lehrer muss auf die richtige Aussprache der Schüler achten. 5. Sprechen Sie Deutsch? 1. – Lektion 3, Teil B, Seite 39, Übung 3a, b Ziel: Einübung des Wortakzents. Der Lehrer muss den Schülern erklären, dass im Deutschen der Akzent auf der (ersten) Stammsilbe, die die Bedeutung des Wortes trägt, steht. Der Lehrer muss auf die richtige Aussprache achten und die Fehler korrigieren. a) Lesen Sie laut. Markieren Sie den Wortakzent b) Kontrollieren Sie Ihre Lösung mit der Kassette Büro, Französisch, verheiratet, warum, Geburtstag, Arbeit, studieren, Geschenk, woher, bekommen, vielleicht entschuldigen, überhaupt, Idee. 6. Sprechen Sie Deutsch? 1. – Lektion 3, Teil B, Seite 39, Übung 4 I, II, III Ziel: Einübung der Intonation der deutschen Ergänzungsfrage. In diesem Fall handelt es um eine fallende Intonation. Die Schüler lesen die Sätze und bestimmen, um welche Melodie es geht. I. Üben Sie die Melodie der deutschen Ergänzungsfrage. Hören Sie zu und wiederholen Sie. Was machen Sie? Wo wohnst du? Wie heißt er? Warum kommt er? Wie viel kostet es? Wer ist Manfred? Wo ist das Geschenk? Wo arbeiten Sie? Was brauchst du? II. Was für eine Intonation hat die deutsche Ergänzungsfrage? a) eine steigende Intonation b) eine fallende Intonation III. Beantworten Sie die Fragen zu zweit. 7. Sprechen Sie Deutsch? 1. – Lektion 6, Teil B, Seite 75, Übung 2 I, II Ziel: Einübung der richtige Aussprache von dem langen offenen ungespannten [ɛː] und dem kurzen offenen ungespannten [ɛ]. I. Welchen Namen hören Sie; Markieren Sie. 1. Jehle x Jähle 2. Wägener x Wegener 3. Lähmann x Lehmann 4. Jeger x Jäger 5. Spät x Spet 6. Tegert x Tägert 7. Sebel x Säbel 8. Gäbler x Gebler 9. Schedel x Schädel II. Hören Sie zu. Schreiben Sie als Diktat. 8. Sprechen Sie Deutsch? 1. – Lektion 6, Teil B, Seite 75, Übung 3 Ziel: Übung der richtigen Aussprache des langen geschlossenen ungespannten [o:]. Der Lehrer muss den Schülern die richtige Aussprache erklären und vorführen. Bei der Artikulation von diesem Phonem muss man auf die Mundrundung achten. Der Kieferwinkel sollte sehr klein sein. Bei der Aussprache geht man vom u aus, aber statt u wird o ausgesprochen. Unterstreichen Sie die Ausdrücke, in denen das o lang ausgesprochen wird. Hören Sie zu und wiederholen Sie. Beantworten Sie die angegebenen Fragen. Wohnst du im Dorf oder in der Stadt? Woher kommt dein Onkel? Wie groß ist deine Wohnung? Isst du gerne Obst? Wohin fährst du am Wochenende? Kocht man bei dir zu Hause oft Kartoffeln? Bist du schon verheiratet? Was bekommst du von deiner Oma zum Geburtstag? Gefallen dir Hochhäuser? Welchen Roman findest du besonders interessant? Anm.: Die Schüler wählen sich ein Thema aus dem Text aus und spielen ein Gespräch zu zweit. Der Lehrer muss auf die richtige Aussprache der Schüle rachten. Andere Schüler notieren sich die Phonetikfehler, die sie gehört haben. 9. Sprechen Sie Deutsch? 1. – Lektion 7, Teil B, Seite 84, Übung 3 I, II, III Ziel: Einübung der Aussprache der zusammengesetzten Substantive. Das erste Wort ist der Hauptbetonungsträger, das zweite, bzw. die weiteren Wörter sind, was die Betonung betrifft, schwächer. Der Lehrer muss auf die richtige Aussprache der Schüler achten und die Fehler korrigieren. I. Markieren Sie den Wortakzent in den folgenden zusammengesetzten Wörtern. Apfelstrudel, Butterbrot, Eisbecher, Fernsehstudio, Geburtstag, Hausarbeit, Kartoffelsalat, Lieblingsgericht, Musikstil, Sauerkraut, Stadtrand, Tomatensaft, Wochenende II. Wiederholen Sie mit der Kassette und korigieren Sie Ihre Lösung. III. Ergänzen Sie zu den angegebenen Substantiven den richtigen Artikel Anm.: Die Schüler bilden aus den zusammengesetzten Substantive zwei neue Wörter und markieren die Betonung. 10. Sprechen Sie Deutsch? 1. – Lektion 7, Teil B, Seite 84, Übung 4 I, II Ziel: Einübung der Artikulation von den Lauten p, t, k. Diese drei Lauten werden im Deutschen gespannt und mit der Aspiration ausgesprochen. Die größte Aspiration sollte beim k artikuliert werden. Falls das p am Anfang des Wortes steht, müssen diese Laute mit einer großen Aspiration ausgesprochen werden. Das t wird nicht aspiriert, wenn es zur Verbindung von mehreren Konsonanten kommt. Der Lehrer muss die Aspiration bei diesen Lauten erklären und die Schüler beim Sprechen kontrollieren und ihre Fehler korrigieren. I. Wiederholen Sie mit der Kassette +--------------------------------------------------------------------------------------------+ | Karl | Pantoffeln | praktisch | |------------------------------+------------------------------+------------------------------| | Paul | Tasche | teuer | |------------------------------+------------------------------+------------------------------| | Petra | Kind | klug | |------------------------------+------------------------------+------------------------------| | Kurt | Kaffe | toll | |------------------------------+------------------------------+------------------------------| | Peter | Tochter | kaputt | |------------------------------+------------------------------+------------------------------| | Theo | Klavier | krank | |------------------------------+------------------------------+------------------------------| | Kunigunde | Tasse | kalt | |------------------------------+------------------------------+------------------------------| | Tanja | Katze | klein | +--------------------------------------------------------------------------------------------+ II. Bilden Sie Fragen und Antworten na dem Muster. +--------------------------------------------------------------------------------------------+ | Karl | Pantoffeln | praktisch | |------------------------------+------------------------------+------------------------------| | Paul | Tasche | teuer | |------------------------------+------------------------------+------------------------------| | Petra | Kind | klug | |------------------------------+------------------------------+------------------------------| | Kurt | Kaffe | toll | |------------------------------+------------------------------+------------------------------| | Peter | Tochter | kaputt | |------------------------------+------------------------------+------------------------------| | Theo | Klavier | krank | |------------------------------+------------------------------+------------------------------| | Kunigunde | Tasse | kalt | |------------------------------+------------------------------+------------------------------| | Tanja | Katze | klein | +--------------------------------------------------------------------------------------------+ - Ist Peters Tasche toll? - Ja, Peters Tasche ist toll. 3.2.2 Německy s úsměvem nově 3.2.2.1 Charakteristik Dieses Buch ist für die Gymnasien, Fach- und Sprachschulen bestimmt, d.h. die Zielgruppe des Buches sind, bereits bei dem Lehrbuch Sprechen Sie Deutsch? 1. Teil, die Schüler die älter als 15 Jahre sind. Das Lehrbuch besteht 22 Lektionen, jede Lektion ist nach Themengebieten unterteilt. Zu dem Lehrbuch gehört ein Arbeitsheft mit Ergänzungsübungen, Tonbänder, Lösungen zu den Kreuzworträtseln und Tests zu den einzelnen Lektionen. Am Anfang des Buches findet man Bemerkungen zur Phonetik (Wortakzent, Zusammensetzungen, Vokale, Diphthonge und Konsonanten). Am Ende des Buches befindet sich der Wortschatz zur einzelnen Lektionen. Die Grammatik ist in diesem Lehrbuch sehr gut erklärt und die Schwerpunkte sind auch auf die Phonetik und die gesprochene Sprache gerichtet. 3.2.2.2 Struktur des Lehrbuches Wie bereits erwähnt wurde, besteht dieses Lehrbuch aus 22 Lektionen, die nochmals thematisch unterteilt sind. Am Anfang der einzelnen Lektionen findet man immer von1 bis 3 Texte, die durch neue Phrasen ergänzt werden. Diesem schließt sich ein Wortschatz zur betroffenen Lektion und Erklärung der Grammatik mit den demonstrativen grammatischen Übungenen. Im Teil „Übungen“ wird immer mit den phonetischen Übungen begonnen. Jedoch muss ich sagen, dass die Anzahl der Ausspracheübungen meiner Meinung nach zu gering ist. Als nächstes kommen die grammatischen Übungen und Übungen zur Konversation. Im Fortsetzung dieser findet man die Übungen zum Hörverständnis und autentische deutsche Texte. Den letzten Teil der Lektion bilden Witze, Rätsel und Kreuzworträtsel. 3.2.2.3 Ausgewählte phonetische Übungen 1. Německy s úsměvem nově, Lektion 2, Seite 31, Übung 1a Ziel: Einübung der Artikulation des vokalisierten r. Die Aussprache liegt zwischen dem reduzierten e und dem kurzen a. Es wird auch nur in der unbetonten Position im Suffix –er ausgesprochen. Zu den größten Fehlern der tschechischen Schüler gehört, dass sie es oft als das tschechische r aussprechen. Sagen Sie deutlich laut Wer – er – Wer ist er? – sehr – schwer – Es ist sehr schwer. – wir – hier – Wir sind hier. – wo – ihr – Wo seid ihr? – Mutter – Verkäuferin – Meine Mutter ist Verkäuferin. – ihr – Vater – Techniker – Ihr Vater ist Techniker. – Geschwister – Ich habe zwei Geschwister. – Bruder – Schwester – Einen Bruder und eine Schwester. 2. Německy s úsměvem nově, Lektion 4, Seite 66, Übung 1a Ziel: Einübung der Aussprache von dem langen geschlossenen gespannten [yː] und dem kurzen offenen ungespannten [ү]. Die Schüler lesen die Wörter laut, der Lehrer muss die Schüller auf richtige Mundrundung aufmerksam machen. Sprecht das ü richtig aus Hören – Hören Sie mich? – Ja, ich höre Sie gut. – schön – Das ist nicht schön. – stören – Störe ich nicht? – zwölf – Es ist jetzt zwölf. – können – Können Sie um zwölf kommen? - lösen – Können Sie es lösen? – wöchentlich – zweimal wöchentlich Anm.: Die Schüler sagen andere Wörter mit ö. Dann sollen sie zu zweit die Gespräche machen, wo sie mindestens 10 Wörter mit ö benutzen müssen. Bei der Artikulation müssen sie auf die Lippenrundung achten. 3. Německy s úsměvem nově, Lektion 4, Seite 66, Übung 1b Ziel: Einübung der Artikulation von dem langen geschlossenen gespannten [o/ː] und dem kurzen offenen ungespannten [œ]. Der Lehrer achtet auf die richtige Mundrundung der Schüler. Sprecht das ü richtig aus müde – Sind Sie müde? – Ja, ich bin sehr müde. – wünschen – Was wünschen Sie? – fünf – Stück – Bitte, fünf Stück Kuchen. – für – Ist das für mich? – Ja, das ist für dich. – grüßen – Grüßen Sie bitte Eva. – Grüß dich. – Tschüs. – üben – müssen – Jetzt müssen wir üben. – übersetzen – Müssen wir es übersetzen? – Natürlich – Natürlich müssen Sie es übersetzen. Anm.: Die Schüler sagen weitere Wörter mit ü. Dann sollen sie zu zweit die Gespräche machen, wo sie mindestens 10 Wörter mit ü benutzen müssen. Bei der Artikulation müssen sie auf die Lippenrundung achten. 4. Německy s úsměvem nově, Lektion 8, Seite 138, Übung 1a Ziel: Einübung der richtigen Aussprache der Lauten p, t, k. Diese Lauten müssen mit der Aspiration artikuliert werden. Der Lehrer muss den Schülern die richtige Aussprache mit Aspiraton vorführen, die Schüler beim Sprechen kontrollieren und ihre Fehler korrigieren. Sprecht aus Können – kommen – Können Sie kommen? – kann – Ja, ich kann kommen. – kaufen – die Kassette – Kaufen wir die Kassette? – kosten – Was kostet die Kassette? – kennen – der Kunde – Kennen Sie den Kunden? – Ja, den Kunden kenne ich gut. – die Tasche – teuer – Ist die Tasche teuer? - Ja, die Tasche ist sehr teuer. – der Pulli – passen – Wie passt der Pulli? – Der Pulli passt leider nicht. Anm.: Die Schüler schreiben eine kurze Geschichte, in der sie mindestens 5 Wörter mit dem aspirierten p, 5 Wörter mit aspiriertem t und 5 Wörter mit aspiriertem k benutzen müssen. Die Schüler lesen ihre Geschichte laut vor, während der Lehrer auf die richtige Aussprache achte bzw. die Fehler korrigiert. 5. Německy s úsměvem nově, Lektion 8, Seite 138, Übung 1a Ziel: Einübung der richtigen Aussprache des Lauts k. Dieser Laut muss mit der Aspiration artikuliert werden. Sprecht aus Kaufen – kommen – kosten – kennen – können – kochen – der Kuchen –der Kaffee – die Kontrolle – die Kerze – der Kern – das Kind – die Kinder – die Kirche – der König – die Kunst – der Künstler – künstlich – kein – kostspielig – kurz - künftig 6. Německy s úsměvem nově, Lektion 9, Seite 160, Übung 1b Ziel: Einübung der richtige Aussprache der geographischen Namen. Der Lehrer muss die richtige Artikulation vorführen und dann auf die Aussprache der Schüler achten und die Fehler korrigieren. Sprecht aus Berlin – Deutschland – Berlin liegt in Deutschland. Österreich – Er fährt nach Österreich. – Ungarn – Ungarn kenne ich nicht. – die Schweiz – Jetzt ist er in der Schweiz. – Tschechien – Wie finden Sie Tschechien? – Frankreich – Waren Sie schon in Frankreich? – Amerika – Sie hat Freunde in Amerika. – Europa – Sie kommen aus Europa. 7. Německy s úsměvem nově, Lektion 16, Seite 278, Übung 1a Ziel: Einübung der richtige Artikulation von dem Ich-Laut. Der Ich-Laut ist die vordere Variante von dem ch. Der Lehrer muss den Schülern die richtige Aussprache vorführen die Schüler beim Sprechen kontrollieren und ihre Fehler korrigieren. Sprecht aus Besichtigen – die Kirche – Wir besichtigen diese Kirche. – welcher – König – Welcher König war es? – sich befinden – das Gässchen – Wo befindet sich das Gässchen? – richtig – Ist das der richtige Weg? – echt – Hauszeichen – Sind das echte Hauszeichen? – dunstig – wirklich – Heute ist es wirklich dunstig. 8. Německy s úsměvem nově, Lektion 17, Seite 296, Übung 1b Ziel: Einübung der richtige Aussprache des ungespannten, stimmhaften [ ŋ ]. Dieser Laut steht niemals am Anfang des Wortes und wird als das selbständige Phonem ausgesprochen. Am Ende darf kein k oder g artikuliert werden. Der Lehrer kontrolliert die Schüler beim Sprechen und korrigiert ihre Fehler. Sprecht aus Verzeihung, wir haben eine Verspätung. – Ich bekomme keine Verbindung. – Das ist eine lange Schlange. – Drängen Sie sich nicht vor! Hier ist es zu eng. – Sie sind aber streng. – Der Junge hat Hunger. – Ich bringe es ihm in die Wohnung. – Wie war die Vorstellung? – Wie ist Ihre Meinung? 9. Německy s úsměvem nově, Lektion 20, Seite 348, Übung 1c Ziel: Den Unterschied zwischen der Aussprache der Kombination der Konsonanten sch und chs merken. Sch wird als tschechisches š ausgesprochen. Zu den größten Fehlern der tschechischen Schüler gehört, dass sie sch oft nach der geschriebenen Form aussprechen [chs]. Der Lehrer muss den Schülern erklären, dass chs als [ks] artikuliert werden sollte. Sprechen Sie richtig aus waschen – sechs – Fisch – wechseln – Dusche – nächster 10. Německy s úsměvem nově, Lektion 20, Seite 348, Übung 1c Ziel: Unterscheid zwischen der Artikulation der Wörter z.B. für – vier, Kiel – kühl erklären, d.h. zwischen dem langen geschlossenen gespannten [ y: ] und dem langen geschlossenen gespannten [ i: ]. Bei der Aussprache von dem ü muss man auf die Lippenrundung achten. Sprechen Sie richtig aus vier – für, Kiel – kühl, Tier – Tür, sieht – süß, spielen – spüren, fielen – fühlen, Kinder – küssen, die Frühlingslieder, viele Bücher, spielen und üben, Viel Vergnügen! Ich grüße Sie, Sind Sie müde? Anm.: Der Lehrer kann diese Übung auch in Form eines Diktat verwenden. Er liest die Ausdrücke vor und die Schüler schreiben sie ins Heft. 4. Zusammenfassung Im Tschechischen gibt es ein altes Sprichwort „ so viele Sprachen wie man sprechen kann, so viel ist man als Mensch wert“ und heute in unserer globalen Welt zählt diese Regel mindestens doppelt. Es ist nicht einfach, eine Fremdsprache gut zu beherrschen. Es reicht nicht, die grammatischen Regeln und einen großen Wortschatz zu beherrschen. Die Aussprache, d.h. die phonetische Seite der Sprache, ist genauso wichtig, vielleicht noch wichtiger. Viele Leute bilden ihre Meinung über andere aufgrund des ersten Eindrucks und wenn man eine gute und richtige Aussprache hat, stellt dies einen großen Vorteil dar. In meiner Arbeit beschäftige ich mich mit der Problematik der Ausspracheschulung in den Lehrbüchern für Gymnasien, Fach- und Sprachschulen. Noch heute wird leider die Ausspracheschulung an vielen Schulen einfach als etwas Unnötiges beurteilt und übergangen. Es bleibt die Hoffnung, dass die Situation bald besser wird, aber dazu benötigt unsere Schulwesen gut ausgebildete Lehrer. Meiner Meinung nach müsste man mit dem Talent als Sprachlehrer geboren werden, denn studieren kann fast jedermann, der intelligent ist, aber das bedeutet noch lange nicht, dass er ein guter Lehrer wird. Ein guter Lehrer muss sowohl die natürliche Autorität als auch die Fähigkeit, sein Wissen und seine Erfahrungen weiterzugeben, haben und diese Fähigkeit hat nicht wirklich jeder Lehrer. Meine Arbeit besteht aus zwei Teilen. In dem theoretischen Teil erkläre ich die Grundbegriffe aus der Phonetik und Phonologie. In dem praktischen Teil beschäftige ich mich hauptsächlich mit der Analyse von den Lehrbüchern, die ich ausgewählt habe. Dieser Teil bildet auch den Schwerpunkt der Arbeit. Das erste Lehrbuch ist Sprechen Sie Deutsch? 1. Teil, das andere heißt Německy s úsměvem nově. In beiden Lehrbücher ist der Lehrstoff auf die mündliche Kommunikation gerichtet, dazu dienen auch viele verschiedene Übungen. Die Schüler lernen ein Dialog oder auch Monolog zu führen. In beiden Büchern gibt es phonetische Übungen, mit deren man die problematischen Laute, Diphthonge, Intonation und Wort- und Satzakzente einüben kann. Aus der phonetischen Sicht beurteile ich das Lehrbuch Sprechen Sie Deutsch? als das bessere Werk, da der Umfang der phonetischen Übungen größer und vielfältiger ist. Dieses Buch ist zwar farbenreicher, aber ohne Photos, da alle Abbildungen gezeichnet sind. Die Texte sind meiner Meinung nach für die junge Leute nicht sehr interessant, weil die Themen nicht aktuell sind. Anderseits sind die phonetischen Übungen im Lehrbuch Německy s úsměvem nově nicht so abwechslungsreich und auch den Umfang finde ich ungenügend. Die Texte jedoch sind hier sehr interessant mit aktuellen Themen. Es hängt vor allem von dem Lehrer und von der Schule ab, welches Lehrbuch sie sich auswählen. Vielleicht wäre es die beste Möglichkeit, sich für Sprechen Sie Deutsch? zu entscheiden und dazu noch im Deutschunterricht einige Texte und Übungen aus dem Lehrbuch Německy s úsměvem nově als Ergänzung zu benutzen. 5. Resumé Problematiku výuky výslovnosti německého jazyka v učebnicích pro střední školy jsem si zvolila proto, že si myslím, že je toto téma stále bohužel na okraji zájmu pedagogů vyučujících německý jazyk na středních školách. V poslední době se situace mírně zlepšila díky přílivů nových absolventů z pedagogických fakult a odchodu tzv. přeučených „ruštináři“ do důchodu. Každý učitel a lektor cizích jazyků by měl mít stále na zřeteli, že je sice užitečné výborně znát gramatická pravidla a disponovat bohatou slovní zásobou, ale současně by si měl jasně uvědomovat, že v běžném životě jeho studentů bude jistě minimálně stejnou, ne-li důležitější, roli hrát i schopnost upotřebit tato pravidla v praxi mluvené řeči. Právě z tohoto důvodu budou všichni studenti potřebovat ve své cizojazyčné výbavě správnou výslovnost. Ta by se tedy měla stát rovnocennou a nedílnou součástí výuky cizích jazyků. Tato práce je složena ze dvou částí. První z nich, teoretická, se zabývá popisem a vysvětlením základních pojmů fonetiky a fonologie. Klíčovou část tvoří část praktická. Zde je uveden výčet, pro české žáky, problematických hlásek a postup při jejich správném nácviku. Následuje krátká charakteristika a popis struktury vybraných učebnic pro střední školy Sprechen Sie Deutsch? 1. díl a Německy s úsměvem nově. Z každé učebnice je vybráno několik fonetických cvičení a u některých je pod poznámkou uveden návrh na alternativní využití ve výuce. Po prostudování a analýze obou dotčených učebnic hodnotím jako z fonetického hlediska vhodnější Sprechen Sie Deutsch? 1. díl. Různorodost fonetických cvičení je zde bohatší a také rozsah více odpovídá důležitosti této jazykové kompetence. Záměrem této práce je ukázat, jak dalece se v jednotlivých učebnicích výuce a nácviku problematických fonetických jevů věnují. 6. Literaturverzeichnis 1. KOVÁŘOVÁ, Alena. Úvod do fonetiky a fonologie němčiny. Brno: PdF MU, 2004. 60 s. ISBN 80-210-3263-4. 2. ČERNÝ, J. Úvod do studia jazyka. Olomouc: Rubico, 1998. 248 s. ISBN 80-85839-24-5. 3. MEIBAUER, Jörg. DEMSKE, Ulrike. GEILFUß-WOLFGANG, Jochen. PAFEL, Jürgen. RAMERS, Karl Heinz. ROTHWEILER, Monika. STEINBACH, Markus. Einführung in die germanistische Linguistik. Stuttgart: Verlag J. B. Metzler, 2002. 364 s. ISBN 3-476-01851-2. 4. ERNST, Peter. Germanistische Sprachwissenschaft. Wien: Facultas Verlags- und Buchhandels AG, 2004. 302 s. ISBN 3-8252-2541-0. 5. DIELING, H. HIRSCHFELD, U. Phonetik lehren und lernen. Berlin: Langenscheidt, 2000. 199 s. ISBN 3-4684-9654-0. 6. DUSILOVÁ, Doris. KOLOCOVÁ, Vladimíra, BROŽÍKOVÁ, Lucie. GOEDERT, Ralf. SCHNEIDER, Mark. VACHALOVSKÁ, Lenka. KRÜGER, Jens. Sprechen Sie Deutsch? Praha: Polyglot, 2006. 265 s. ISBN 80-86195-09-0. 7. DRMLOVÁ, Dana, HOMOLKOVÁ, Božena. KETTNEROVÁ, Drahomíra. TESAŘOVÁ, Lea. Německy s úsměvem nově. Plzeň: Fraus, 2003. 431 s. ISBN 80-7238-229-2. Internetquellen: www.wikipedia.de www.aussprachetraining.de 7. Anhang Nr. 1 7. Anhang Nr. 2