Link: dataStoreItem MASARYKOVA UNIVERZITA PEDAGOGICKÁ FAKULTA katedra německého jazyka a literatury Diplomová práce Brno 2008 Bc. Vlasta Kunková MASARYK-UNIVERSITÄT PÄDAGOGISCHE FAKULTÄT Lehrstuhl für deutsche Sprache und Literatur Methoden und Übungen zur Behebung von typischen Aussprachfehlern der tschechischen Muttersprachler (Diplomarbeit) Brünn 2008 Verfasserin: Bc. Vlasta Kunková Betreuerin: PhDr. Alena Kovářová Prohlášení Prohlašuji, že jsem diplomovou práci zpracovala samostatně a použila jen prameny uvedené v seznamu literatury. Souhlasím, aby práce byla uložena na Masarykově univerzitě v Brně v knihovně Pedagogické fakulty a zpřístupněna ke studijním účelům. v Brně dne 20. dubna 2008 Bc. Vlasta Kunková INHALTSVERZEICHNIS Einführung……………………………………………………………………………...5 I. Der theoretische Teil....................................................................................................7 1..... Systematik und Übersicht der Laute aus der phonetischen Sicht 7 1.1. Vokale. 7 1.2. Konsonanten. 7 1.3. Diphthonge. 8 2..... Segmentale Ebene der deutschen Sprache. 9 2.1. Konzept der deutschen Vokale. 10 2.2. Konzept der tschechischen Vokale. 10 2.3. Bezeichnung der deutschen Vokale. 10 2.3.1. Vokale, die zu den typischen Aussprachefehlern der tschechischen Muttersprachler gehören 11 2.4. Übersicht der deutschen Diphthonge. 18 2.4.1. Diphthonge, die zu den typischen Aussprachefehlern der tschechischen Muttersprachler gehören 19 2.5. Übersicht der deutschen Konsonanten. 19 2.5.1. Konsonanten, die zu den typischen Aussprachefehlern der tschechischen Muttersprachler gehören 20 3..... Suprasegmentale Ebene der deutschen Sprache. 23 3.1 Der Akzent 24 3.2 Die Reduktion. 28 3.3 Die Intonation. 29 II. Der praktische Teil...................................................................................................31 1. Problematische Laute..........................................................................................31 1.1. Lange und kurze Vokale......................................................................................31 1.2. Langes i [ i: ]........................................................................................................36 1.3. E-Laute - [ e: ], [ ε: ], [ ε ], [ o/: ], [ oe ], [ ə ].......................................................38 1.4. Konsonant [ ŋ ]....................................................................................................40 1.4.1. Übung [ ŋ ] Nr. 1........................................................................................40 1.4.2. Übung [ ŋ ] Nr. 2........................................................................................43 1.5. Diphthonge au [ao], eu, äu [oo/], ei, ai [ae]..........................................................46 2. Zungenbrecher.....................................................................................................49 Zusammenfassung…………………………………………………………………….51 Resumé………………………………………………………………………………....52 Literatur……………………………………………………………………………….53 Webseiten……………………………………………………………………..……….54 Einführung Für meine Diplomarbeit wählte ich das Thema „Typische Aussprachefehler von tschechischen Muttersprachlern und Methoden ihrer Behebung“ aufgrund der Vorlesungen „Phonetik und Phonologie“, die im ersten Jahr an der Hochschule stattfanden. Während dieser Unterrichtsstunden wurde ich zum ersten Mal auf die „Phonetik“ aufmerksam gemacht und erfuhr eigentlich, was Phonetik bedeutet, und wozu sie dient. Für diese Vorlesungen interessierte ich mich sehr viel und nahm jede Woche an ihnen teil. Meiner Meinung nach ist es ein großer Schade, dass diese Lehrveranstaltungen auch im zweiten und dritten Jahr nicht fortgesetzt wurden. Zur Zeit gibt es zwar viele Kassetten aufgesprochen von deutschen Muttersprachlern, aber ich finde sie ein bisschen sinnlos. Man kann jeden Tag mit diesen Kassetten seine Aussprache üben, aber wenn dabei niemand korrigiert, erfährt man nie, ob die einzelnen Wörter wirklich richtig ausgesprochen werden. Ich denke, dass das bereits den Kindern an den Grundschulen beigebracht werden sollte. Wenn ich mich aber auf die Deutschstunden an der Grund- oder Mittelschule erinnere, weiß ich, dass die Lehrer oder Lehrerinnen fast keine Aufmerksamkeit der Phonetik widmeten. Wir lernten nur die Aussprache der umgelauteten Vokale, wie ü, ö und ä. Über Akzent oder Intonation erfuhr ich leider gar nichts. Wie ich selbst schon feststellte, ist die richtige Aussprache sehr wichtig. Es ist nämlich sehr leicht, die einzelnen aufgrund der falschen Aussprache zu vertauschen. Das kann selbstverständlich verursachen, dass der Hörer den Sinn des ganzen Satzes falsch oder gar nicht versteht. Um solche Missverständnisse zu vermeiden, ist es notwendig, auf richtige Aussprache, Intonation und richtigen Akzent zu achten. Diese Arbeit möchte ich in drei Teile gliedern. Der erste Teil ist die Einführung in die Problematik, wie diese Problematik von mir gesehen wird. Der zweite, theoretische Teil, befasst sich mit der Klassifikation und Beschreibung der Laute aus der phonetischen Sicht befassen. Im dritten Teil werde ich mich mit ausgewählten Aussprachfehlern und Übungen beschäftigen, die helfen könnten, diese Fehler zu beheben. Zu den Übungen füge ich auch die Lösungen hinzu, damit die auch als Unterrichtsunterlagen verwendet werden könnten. I. Der theoretische Teil 1. Systematik und Übersicht der Laute aus der phonetischen Sicht 1.1. Vokale Bei der Artikulation der Vokale steht kein Hindernis dem Atmensstrom im Wege und deswegen nennt man sie als reine Töne. Artikulation der Vokale teilen wir nach: o der horizontalen Bewegung der Zunge – die vorderen und hinteren Vokale o der vertikalen Bewegung der Zunge – die hohen, mittleren und tiefen Vokale o der Lippenstellung – die gerundeten und nicht gerundeten Vokale o der Größe des Kieferwinkels – die geschlossenen und offenen Vokale Weiter unterscheiden wir die Vokale nach ihrer Quantität als kurze und lange. Alle Vokale sind immer stimmhaft und silbenbildend. 1.2. Konsonanten Bei der Artikulation der Konsonanten steht ein Hindernis dem Atmensstrom im Wege. Man unterscheidet Reibelaute, Verschlusslaute oder Affrikaten. Artikulation der Konsonanten teilen wir nach: o der Artikulationsart – Verschlusslaute, Affrikaten, Frikativen o der Artikulationsstelle – die bilabialen, labiodentalen, alveolaren, palatalen, velaren, laryngalen Konsonanten o den stimmlosen und stimmhaften, bzw. gespannten und ungespannten Lauten o den oralen und nasalen Konsonanten 1.3. Diphthonge Die Diphthonge ordnen wir den langen Vokalen zu. Es geht um eine Verbindung zweier Vokale in einer Silbe. Nach der Artikulation teilen wir die Diphthonge in: o steigende und fallende Diphthonge Manchmal kommt es zur Verbindung von drei Vokalen in einer Silbe und dann entsteht der sogenannte Triphthong. In der deutschen Sprache könnten wir als Triphthong z.B. das Wort Eier betrachten. 2. Segmentale Ebene der deutschen Sprache In diesem Teil beschreibe ich die Hauptunterschiede zwischen den deutschen und tschechischen Vokalen, Diphthongen und Konsonanten, die zu typischen Aussprachefehlern der tschechischen Muttersprachler führen. Bei den Vokalen finde ich als Hauptunterschied die Zahl der Vokale. Die deutsche Sprache hat um sechs bis sieben Vokale mehr, mit deren Aussprache die tschechischen Muttersprachler meistens Probleme haben. Bei den Diphthongen ist der Zahlunterschied nicht so stark. In der tschechischen Sprache gibt es nur einen Diphthong, die deutsche Sprache hat drei Diphthonge. Ich finde zwei Hauptprobleme in der Aussprache der Diphthonge. Das erste Hauptproblem besteht in der Artikulation der Diphthonge, wo tschechische Muttersprachler den Konsonanten „j“ aussprechen. Dieser Konsonant darf hier aber auf keinen Fall ausgesprochen werden. Als zweites Problem finde ich ungenügende Rundung der Lippen, die verursacht, dass der Unterschied zwischen [oo/] und [ae] vertönt. Bei den Konsonanten finde ich zwei Hauptunterschiede zwischen der deutschen und tschechischen Sprache. Bei der Artikulation der deutschen Konsonanten müssen wir vor allem auf die Spannung der Sprechorgane achten, die charakteristisch ist. Bei den gespannten Konsonanten dürfen wir auch nicht vergessen, auf die Behauchung aufzupassen. Bei den tschechischen Konsonanten existiert nämlich keine Behauchung. 2.1. Konzept der deutschen Vokale Das System der deutschen Vokale bilden 16 vokalische Phoneme. Zu diesen Vokalen gehört laut Fachliteratur auch das vokalisierte [ɐ], dessen Artikulation zwischen reduziertem [ə] und a liegt. 2.2. Konzept der tschechischen Vokale Das System der tschechischen Vokale bilden 10 vokalische Phoneme. Daraus folgt, dass die deutschen Vokale, die in der tschechischen Sprache nicht vorkommen oder anders ausgesprochen werden, den tschechischen Muttersprachlern Probleme verursachen und deswegen muss man ihnen bei ihrer Einübung große Aufmerksamkeit widmen. 2.3. Bezeichnung der deutschen Vokale o Bei der Artikulation der deutschen Vokale kommt zum Kontrast geschlossener x offener Vokal. Der kurze Vokal ist in der Regel offen, der lange Vokal ist geschlossen. Das gilt aber nicht für kurzes [a], weil es mehr geschlossen als langes [a:] ist. Eine Ausnahme im System der langen deutschen Vokale ist das lange [ε:], das offen ausgesprochen werden soll. Die tschechischen Vokale haben Mittelstufe der Offenheit. o Für deutsche Vokale ist charakteristisch, dass lange geschlossene Vokale gespannt und kurze offene Vokale ungespannt sind. o Kontrast gerundete x ungerundete Vokale hat eine distinktive Funktion bei den vorderen Vokalen. In der tschechischen Sprache existiert keine vordere Reihe der labialisierten Vokale. o Aufgrund der Betonung unterscheidet die deutsche Sprache volle und reduzierte Vokale. Zu den unbetonten Vokalen gehören das reduzierte [ə], das der häufigste deutsche Vokal ist, und das vokalisierte [ɐ]. Zu den reduzierten Vokalen gehören auch die unsilbischen Vokale [i] und [u]. o Die deutschen Vokale sind auch wie die tschechischen oral. Die nasalen Vokale erscheinen nur in Fremdwörtern. 2.3.1. Vokale, die zu den typischen Aussprachefehlern der tschechischen Muttersprachler gehören Um die Richtung und Grad der Zungenhebung besser zu verstehen, haben Dieling und Hirschfeld folgende Grafik in ihrem Buch dargestellt. Richtung der Zungenhebung: vorn – zentral - hinten Grad der Zungenhebung: -hoch -mittel -niedrig Dieling, Hirschfeld, Phonetik lehren und lernen 2000, s.19 ) [ y: ] langes geschlossenes gespanntes ü Grapheme: ü, üh, ui, y Im Tschechischen erscheint dieser Vokal überhaupt nicht und die Rundung hat in diesem Fall eine distinktive Funktion. Der typische Aussprachefehler dabei ist die ungenügende Lippenrundung. Einübung: +---------------------------------------------------------------------------------------+ | die Tür | das Tier | |--------------------------------------------+------------------------------------------| | die Bühne | die Biene | |--------------------------------------------+------------------------------------------| | spülen | spielen | |--------------------------------------------+------------------------------------------| | für | vier | +---------------------------------------------------------------------------------------+ [ y ] kurzes offenes ungespanntes ü Grapheme: ü, y Im Tschechischen erscheint dieser Vokal überhaupt nicht und die Rundung hat in diesem Fall eine distinktive Funktion. Der typische Aussprachefehler ist die ungenügende Lippenrundung. Einübung: +-------------------------------------------------------------------------------------------+ | das Gerücht | das Gericht | |----------------------------------------------+--------------------------------------------| | küssen | das Kissen | |----------------------------------------------+--------------------------------------------| | müssen | missen | +-------------------------------------------------------------------------------------------+ Die Einhaltung der kurzen und langen Aussprache „ü“ ist wichtig, um Bedeutung der Wörter zu unterscheiden. Einübung: +----------------------------------------------------------------------------------------+ | die Hütte | die Hüte | |---------------------------------------------+------------------------------------------| | füllen | fühlen | |---------------------------------------------+------------------------------------------| | ich wüsste | die Wüste | +----------------------------------------------------------------------------------------+ [ e: ] langes geschlossenes gespanntes e Grapheme: e, ee, eh Im Tschechischen erscheint überhaupt nicht. Die Artikulationsstelle steht dem „i“ nahe, aber statt „i“ sprechen wir „e“ aus. Der Kieferwinkel muss sehr klein sein. Es geht um den häufigsten Fehler der tschechischen Muttersprachler, weil es als offenes tschechisches „e“ ausgesprochen ist. Bei der falschen Artikulation kommt es zur Wortverwechslung. Einübung: +----------------------------------------------------------------------------------------+ | die Beeren | die Bären | |---------------------------------------------+------------------------------------------| | die Ehre | die Ähre | |---------------------------------------------+------------------------------------------| | sehen | säen | +----------------------------------------------------------------------------------------+ [ ε: ] langes offenes ungespanntes e Grapheme: ä, äh Dieser Vokal entspricht nicht dem System der deutschen Vokale, weil dieser Vokal offen ausgesprochen werden soll, obwohl es sich um einen langen Vokal handelt. Er darf auch nicht als gerundetes „ö“ ausgesprochen werden. Einübung: +----------------------------------------------------------------------------------------+ | Mähren | die Möhren | |---------------------------------------------+------------------------------------------| | wir läsen | lösen | +----------------------------------------------------------------------------------------+ [ ε ] kurzes offenes ungespanntes e Grapheme: e, ä Bei der Aussprache macht dieser Vokal keine Schwierigkeiten. Es muss aber immer der Unterschied zwischen dem langen – geschlossenen und dem kurzen – offenen Vokal eingehalten werden. Einübung: +-------------------------------------------------------------------------------------+ | das Heer | der Herr | |-------------------------------------------+-----------------------------------------| | fehlen | fällen | |-------------------------------------------+-----------------------------------------| | wen | wenn | |-------------------------------------------+-----------------------------------------| | den | denn | +-------------------------------------------------------------------------------------+ [ o/: ] langes geschlossenes gespanntes ö Grapheme: ö, öh, oe Im Tschechischen erscheint [o/:] überhaupt nicht und die Labialisierung hat in diesem Fall eine distinktive Funktion. Der typische Aussprachefehler ist die ungenügende Lippenrundung. Einübung: +---------------------------------------------------------------------------------------+ | die Löhne | die Lehne | |--------------------------------------------+------------------------------------------| | die Höfe | die Hefe | |--------------------------------------------+------------------------------------------| | lösen | lesen | +---------------------------------------------------------------------------------------+ [ oe ] kurzes offenes ungespanntes ö Graphem: ö Im Tschechischen erscheint [oe] überhaupt nicht und die Labialisierung hat in diesem Fall eine distinktive Funktion. Der typische Aussprachefehler ist die ungenügende Lippenrundung. Einübung: +-----------------------------------------------------------------------------------------+ | die Hölle | helle | |---------------------------------------------+-------------------------------------------| | die Wörter | der Wärter | |---------------------------------------------+-------------------------------------------| | können | kennen | |---------------------------------------------+-------------------------------------------| | völlig | fällig | +-----------------------------------------------------------------------------------------+ Der Unterschied zwischen der langen und kurzen Aussprache „ö“ muss eingehalten werden. Einübung: +--------------------------------------------------------------------------------------------+ | die Höhle | die Hölle | |-----------------------------------------------+--------------------------------------------| | das Röslein | das Rösslein | +--------------------------------------------------------------------------------------------+ [ ə ] reduziertes e, das sog. Murmel-e oder der Schwa-Laut Graphem: e Im Tschechischen erscheint überhaupt nicht. Beim Einüben der reduzierten Aussprache „e“ muss man große Aufmerksamkeit widmen, weil es sich um den häufigsten deutschen Vokal handelt. Er wird ausschließlich in unbetonten Silben ausgesprochen und dauert sehr kurz. Beim Einüben der richtigen Reduktion „e“ nutzen wir den starken deutschen Akzent. Reduziertes „e“ wird realisiert: - vor allem in unbetonten Endungen und Endsilben - in unbetonten Vorsilben be-, ge- - als Einzelteil des Morphems -en: nach den Vokalen und Diphthongen Reduziertes „e“ entfällt öfters: - in Endungen -en, -em, -el, -eln, -es Die Ausnahme: ist die diminutive Nachsilbe -chen, wo das reduzierte „e“ in der Aussprache eingehalten werden muss, z.B. Mädchen. [ ɐ ] vokalisiertes r Vokalisiertes „r“ üben wir genauso wie das reduzierte „e“ im Zusammenhang mit dem starken Akzent. [ o: ] langes geschlossenes gespanntes o Grapheme: o, oo, oh Im Deutschen unterscheidet sich die Aussprache des langen „o“ von dem Tschechischen sehr stark und deshalb ist dieses Phonem (zusammen mit dem langen geschlossenen „e“) eines der häufigsten Fehler der tschechischen Muttersprachler. Beim Einüben der richtigen Aussprache achten wir auf konsequente Labialisierung und Einhaltung des kleinen Kieferwinkels. Die Artikulationsstelle nähert sich dem „u“, aber statt „u“ sprechen wir „o“ aus. [ o ] kurzes offenes ungespanntes o Grapheme: o, ow Bei der Aussprache des langen und kurzen „o“ muss man auf Einhaltung der Quantität achten. Einübung: +--------------------------------------------------------------------------------------------+ | der Ofen | offen | |-----------------------------------------------+--------------------------------------------| | die Rose | die Rosse | |-----------------------------------------------+--------------------------------------------| | die Schoten | die Schotten | +--------------------------------------------------------------------------------------------+ 2.4. Übersicht der deutschen Diphthonge o Im Hochdeutsch gibt es 3 Diphthonge: [ae], [ao], [oo/] o Die Diphthonge bestehen aus zwei Teilen. Der erste Teil ist ein niedrigerer Vokal und der zweite ist ein höherer Vokal. o Die Diphthonge sind eine Kombination von offenen und geschlossenen Vokalen, die in eine Silbe gehören. o Der erste Vokal ist immer dominant und trägt den Akzent, der zweite Vokal wird reduziert ausgesprochen. Diese Tatsache ist sehr wichtig für das Einüben der richtigen Aussprache. o Die deutschen Diphthonge ordnen wir den langen Vokalen zu. 2.4.1. Diphthonge, die zu den typischen Aussprachefehlern der tschechischen Muttersprachler gehören [ ae ] Diphthong Grapheme: ei, eih, ai, ey, ay, in Fremdwörter auch i, y Im Tschechischen erscheint [ae] überhaupt nicht. Am Ende darf kein „j“ ausgesprochen werden. [ ao ] Diphthong Grapheme: au, auh, in Fremdwörter auch ou, ow Bei Aussprache dieses Diphthongs darf nicht das „u“ zu stark artikuliert werden. [ oo/ ] Diphthong Grapheme: eu, äu, bzw. oi, oy Im Tschechischen erscheint [oo/] überhaupt nicht. Zu dem Artikulationsfehler gehört die ungenügende Rundung der Lippen. 2.5. Übersicht der deutschen Konsonanten o Bei der Artikulation der deutschen Konsonanten ist es notwendig, nicht zu vergessen, dass vor allem die Spannung der Sprechorgane charakteristisch ist. o Bei den gespannten Konsonanten müssen wir noch auf die Behauchung achten. Die Behauchung ist nicht bei allen Konsonanten gleich, am stärksten wird der Konsonant „k“ und am schwächsten Konsonant „p“ behaucht. Die Behauchung ist eine charakteristische Eigenschaft für diese stimmlosen Verschlusslaute. 2.5.1. Konsonanten, die zu den typischen Aussprachefehlern der tschechischen Muttersprachler gehören [ ŋ ] der stimmhafte ungespannte velare nasale Konsonant Graphem: ng, n Dieser Konsonant befindet sich nie im Wortanlaut. Bei der Artikulation des velaren ŋ als Phonem sollte kein k oder g ausgesprochen werden, wobei gerade dieser Fehler einer der typischen Fehler der tschechischen Muttersprachler ist. Es ist notwendig zwischen dem Phonem ŋ und den Varianten ŋk und ŋg zu unterscheiden. Einübung: ŋ x ŋk +---------------------------------------------------------------------------------+ | singen | sinken | |----------------------------------------+----------------------------------------| | hingen | hinken | |----------------------------------------+----------------------------------------| | der Engel | der Enkel | |----------------------------------------+----------------------------------------| | die Wangen | wanken | +---------------------------------------------------------------------------------+ Vergleichen Sie die Artikulation: n x ŋ x ŋk +--------------------------------------------------------------------------------------------+ | Wannen | Wangen | wanken | |------------------------------+--------------------------------+----------------------------| | sinnen | singen | sinken | +--------------------------------------------------------------------------------------------+ [ ç ] Ich-Laut Grapheme: ch, -(i)g Im Tschechischen erscheint der Ich-Laut überhaupt nicht. Bei der Artikulation vom Ich-Laut kommt sehr oft zu Artikulationsfehlern, da das tschechische „ch“ mehr dem Ach-Laut entspricht. Für tschechische Muttersprachler können für Einübung von Ich-Laut die Wörter píchat x páchat dienen. Zur Einübung für korrekte Artikulation kann man j, š oder ť ausnutzen. Der Ich-Laut erscheint nur im Wortin- und Auslaut: - nach allen vorderen Vokalen – insgesamt 9 vokalische Phoneme - nach Diphthongen, deren Artikulation in vorderen Teil der Mundhöhle abzielt – ei/ai, eu/äu - nach Sonoren – l, r, n - in den Nachsilben -chen, -ich, -ig/-igkeit Einübung: [ ç ] x [ x ] +-------------------------------------------------------------------------------------------+ | sprechen | die Sprache | |----------------------------------------------+--------------------------------------------| | die Nächte | die Nacht | |----------------------------------------------+--------------------------------------------| | ich möchte | ich mochte | |----------------------------------------------+--------------------------------------------| | die Köche | der Koch | |----------------------------------------------+--------------------------------------------| | die Bücher | das Buch | |----------------------------------------------+--------------------------------------------| | die Bräuche | der Brauch | +-------------------------------------------------------------------------------------------+ Die Problematik dieses Lautes liegt in der Tatsache, dass wir im Tschechischen eigentlich nur eine Variante vorfinden, während im Deutschen zwei Varianten existieren, den sog. Ach-Laut und sog. Ich-Laut. Die Realisierung des Ach-Lautes macht kaum Schwierigkeiten. Obwohl die Bildungsstelle des deutschen Ach-Lautes gewöhnlich etwas tiefer im Rachen liegt als im Tschechischen, wirkt diese etwas verschobene Bildungsstelle im Deutschen kaum störend. Problematischer ist der Ich-Laut, der im Deutschen in Verbindung mit den vorderen Vokalen e, i, ü, ö, ä, ei, eu und nach den Konsonanten l, n und r auftritt und dessen Bildungsstelle mit der des Ach-Lautes überhaupt nichts Gemeinsames hat, weil diese nämlich am harten Gaumen liegt und nicht am weichen. Man kann nicht behaupten, dass dieser Laut im Tschechischen völlig unbekannt wäre. Er tritt bei palatalem ť und ď in der Endstellung auf, wie z.B. in den Wörtern nať oder žerď, aber eben nur in der Endstellung. Im Deutschen ist es ein selbständiger Laut und kann in den verschiedensten Positionen vorkommen und darin liegt für Deutsch lernende Tschechischsprecher die Schwierigkeit. Wir haben schon gesagt, die Bildungsstelle des Ich-Lautes liegt am harten Gaumen bzw. im Palatum. Suchen wir uns ein Wort, das mit J beginnt, z.B. jeden. Wir müssen uns nun ganz genau bewusst machen, wo die Bildungsstelle des J liegt und lassen die Zunge in dieser Stellung. Dann lassen wir den stimmtragenden Ton weg, den wir bei J brauchen, und drücken die Luft mit einem Stoß bei dieser Zungenstellung nach vorn – und der Ich-Laut ist realisiert! Der Ach-Laut muss nicht unbedingt geübt werden.[1] [ l ] die stimmhafte ungespannte prealveolare Frikative Grapheme: l, ll Im Unterschied zum tschechischen „l“ wird das deutche „l“ mehr vorne gebildet. Das Einüben der richtigen Artikulation macht den tschechischen Muttersprachlern relativ große Schwierigkeiten und erfordert übliche Aufmerksamkeit. Der akustische Unterschied in der Aussprache des deutschen „l“ kann man bei der Artikulation folgender Wörter vergleichen: alt, kalt, halb, gelb, hell, Hotel. 3. Suprasegmentale Ebene der deutschen Sprache Meiner Meinung nach gehört die suprasegmentale Ebene der deutschen Sprache zu den wichtigsten Kenntnissen, damit man richtig deutsche Wörter und ganze Sätze artikuliert und die Sprache auch richtig versteht. 3.1 Der Akzent Der deutsche Akzent ist dynamisch und nutzt Kraft des Atmensstromes aus. Im Vergleich mit dem Tschechischen ist er sehr stark und verursacht starke Reduktion der unbetonten Silben. Jede Silbe, die den Akzent trägt, unterscheidet sich dadurch von anderen Silben, die unbetont sind und wesentlich schwächer ausgesprochen werden. Der starke Akzent liegt meistens auf der ersten Stammsilbe, z.B. ‘lesen, ‘trinken, ‘Haare. Damit kommt zur Verbindung des Akzents mit der semantischen Seite der deutschen Wörter. Ein ungenügend starker Akzent gehört zu den wichtigsten Aussprachefehlern von tschechischen Muttersprachlern, weil der tschechische Akzent nicht so stark und ausdrucksvoll ist. Der deutsche Akzent hat eine distinktive Funktion und wenn der Sprecher die richtige Aussprache des starken Akzents nicht einhält, kann es leicht passieren, dass es zum Missverständnis kommt. Als Beispiel möchte ich das Wort „August“ geben: ‘August = Spaßmacher Au‘gust = Kalendermonat Die Unterschiede im Akzent findet man auch in der Grammatik. Es geht z.B. um einige Vorsilben, die teilweise betont und teilweise unbetont sind. Der große Fehler in mehreren Lehrbüchern ist, dass sie diese Vorsilben nur als trennbar und untrennbar unterscheiden und legen sehr wenig Wert auf ihre unterschiedliche Betonung. In dieser Gruppe befinden sich folgende Vorsilben: o durch- o über- o um- o unter- o wieder-/wider- o hinter- o miss- Für das richtige Einüben der Aussprache führe ich ein paar Beispiele an: ‘durchschauen x durch‘schaue ich schaue ‘durch ich durch‘schaue (dívat se skrz něco) (něco, někoho prokouknout) ‘umschreiben x um‘schreiben ich schreibe ‘um ich um‘schreibe (přepsat) (opsat jinými slovy) ‘unterhalten x unter‘halten ich halte ‘unter ich unter‘halte (držet pod něčím) (bavit se) ‘wiederholen x wieder‘holen ich hole ‘wieder ich wieder‘hole (opět přinést) (opakovat) ‘übersetzen x über‘setzen ich setze ‘über ich über‘setze (převézt na druhou stranu) (přeložit, překládat) Alle oben genannten Fälle zeigen, dass der Akzent doppelte grammatische Formen dieser Verben bestimmt. In einigen Fällen existieren diese Vorsilben als nur eine Variante – entweder mit oder ohne Betonung: der ‘Unterricht x unter‘richten der ‘Missbrauch x miss‘brauchen Im Deutschen existieren auch die Vorsilben, die man sich sehr leicht merken kann, weil sie immer entweder betont oder unbetont sind: 1. die Vorsilben, die immer unbetont => untrennbar sind (insgesamt 7 Vorsilben): be-, ge-, emp-, ent-, er-, ver-, zer- z.B.: be‘kommen, ge’fallen, emp’fehlen, ent’schuldigen, er‘lauben, ver’gessen, zer’legen 2. die Vorsilben, die immer betont => trennbar sind (ca. 20 Vorsilben) – sie können akzenttragend sein, weil sie ursprünglich Präpositionen oder Adverbien waren: ab-, an-, auf-, aus-, bei-, dar-, ein-, empor-, fort-, her-, hin-, los-, mit-, nach-, nieder-, vor-, weg-, weiter-, zu-, zurück- z.B.: ‘ablegen, ‘ansehen, ‘aufstehen, ‘ausgeben, ‘beibringen, ‘darstellen, ‘einnehmen, ‘emporheben, ‘fortsetzen, ‘herkommen, ‘hinfahren, ‘loswerden, ‘mitnehmen, ‘nachfragen, ‘niederlassen, ‘vorstellen, ‘wegnehmen, ‘weiterleiten, ‘zumachen, ‘zurückfahren Der deutsche Akzent bestimmt den Charakter der deutschen Aussprache und deswegen nennt man Deutsch als akzentzählende Sprache. Im Vergleich dazu ist Tschechisch die silbendzählende Sprache mit nicht zu starken Akzent und mit vollen unreduzierten Silben. Es ist wichtig, auf diesen größten Unterschied aufzupassen. Im meisten Fällen passiert es den tschechischen Muttersprachlern, dass sie automatisch alle Silben gleich stark und nicht reduziert wie im Tschechischen aussprechen. Dadurch entsteht einer der größten und häufigsten Aussprachefehler der tschechischen Muttersprachler. Der tschechische Akzent hat keine distinktive Funktion und darum ist vom Anfang an notwendig, der Akzentübung die entsprechende Aufmerksamkeit zu widmen. Bei Fremdwörtern im Deutsche ist es notwendig, auf den Wortakzent aufzupassen. Er ist nämlich fast immer bei den Fremdwörtern im Tschechischen unterschiedlich: z.B.: das Pa’pier, der Dia’log, die Pho’netik, die Ko’mödie, die Biolo’gie, ele’gant, usw. Im Deutschen unterscheiden wir zwei Akzenttypen und zwar Wortakzent und Satzakzent. In zusammengesetzten Wörtern trägt den Hauptakzent das erste Wort und den Nebenakzent, der schwächer ist, das zweite beziehungsweise das dritte Wort: z.B.: das ‘Lehr,buch, die ‘Haus,aufgabe, die ‘Geld,tasche, der ‘Bahn,hof. Zu den Ausnahmen, wo der Akzent nicht auf der ersten Stammsilbe ist, gehören z.B. le’bendig, die Fo’relle, der Wa’cholder, der Ho’lunder, Ber’lin, Schwe’rin und bei zusammengesetzten Wörtern gehören in diese Gruppe: das Jahr’zehnt, das Jahr’hundert, das Jahr’tausend. Der Satzakzent ist im Deutschen ähnlich wie im Tschechischen. Die Stelle des Akzents steht im Zusammenhang mit aktueller Satzgliedstellung und Intonation. Der Satzakzent ist mit Kern der Aussage verbunden und die akzentuierten Wörter werden stärker ausgesprochen. Ein Träger des Satzakzents kann jede Wortart oder Wortkategorie sein. Nur folgende Kategorien sind gewöhnlich nicht akzenttragend: Artikel, Präpositionen, Adjektive und Hilfsverben. 3.2 Die Reduktion Aufgrund des starken Akzents kommt im Deutschen zur starken Reduktion. Dieser starken Reduktion unterliegen alle unbetonten Silben in verschiedener Form und die Reduktion kann verschiedene Stufe haben. Die Reduktion weisen vor allem alle unbetonten Endsilben mit -e im Wortauslaut und weiter die Endsilben -en, -em, -es, -et, -el, -eln, und -er. Die unbetonten Endsilben -e, -em, -es, -et werden im Hochdeutsch immer mit reduziertem [ə] ausgesprochen. In den Endsilben -el, -eln, entsteht ein silbenbildenes [l]. Das unbetonte -er sprechen wir als vokalisiertes [ɐ] aus. Meiner Meinung nach machen den tschechischen Muttersprachlern die größten Probleme gerade die zwei oben genannten Erscheinungen und zwar: o das reduzierte [ə] o das vokalisierte [ɐ]. 3.3 Die Intonation Intonation oder Satzmelodie ist ein Begleiteffekt jedes Satzes. Die Intonation ist durch verschiedene Mittel bestimmt: o Rhythmus o Melodieverlauf o Pausierung Im Deutschen hängt die Intonation mit dem starken Akzent auf einer Seite und mit der starken Reduktion auf anderer Seite zusammen. Wir kennen drei Melodietypen in deutschen Sätzen: o fallende Endmelodie – diese Melodie benutz man am häufigsten und ist für neutrale Aussage typisch. Dabei ist charakteristisch, dass die Stimme am Ende des Satzes sinkt. z.B.: Hier sind Briefe. o steigende Endmelodie – diese Melodie ist für Fragesätze, Rufesätze und Wunschsätze typisch. Am Ende des Satzes steigt die Stimme. z.B.: Wann kommt er? · weiterführende Endmelodie – für diese Melodie sind die Sätze typisch, die eine Fortsetzung signalisieren. Erst im nächsten Teil oder in der nächsten Satzverbindung befindet sich die Endinformation. Die Stimme sinkt erst im zweiten Teil. z.B.: Wer möchte, kann kommen. Die Satzintonation wird durch emotionelle Sprechereinstellung bestimmt. Hier ein tolles Hörbeispiel für die Pausierung, die eine sehr wichtige Bedeutung im Satz hat. Bei nicht eingehaltener Pausierung kann zum Missverständnis kommen (Förster) und der Hörer (Mond) versteht den Sinn des Wortes bzw. des Satzes ganz anders. Der ehrliche Förster Es war einmal ein ehrlicher Förster, der hatte noch nie im Leben gelogen und würde es auch niemals tun. Da kam der Mann im Mond und fragte: Ehrlicher Förster, wie viel Finger hast du? Da sagte der Förster: Zehn Finger hab ich an jeder Hand, fünfundzwanzig an Händen und Füßen! Das ist gelogen! Schrie der Mann im Mond. Ich lüge nie! sagte der ehrliche Förster, und das war tatsächlich keine Lüge. Wie ging das zu? Was hat der Förster falsch gemacht? Die Schüler schreiben die Antwort des Försters so, dass sie stimmt, und lesen sie laut vor. Zehn Finger hab ich __________________________________ an Händen und Füßen![2] II. Der praktische Teil 1. Problematische Laute Jede Sprache verwendet eigene Laute, die den Lernern bestimmte Schwierigkeiten machen können. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass z.B. die Spanier sehr große Probleme mit Umlauten haben. Manche sind sogar unfähig, ein ö oder ä richtig auszusprechen. Um den Lernern die Aussprache und Phonetik richtig und ordentlich beibringen zu können, müssen wir ihnen gleichzeitig die Grammatik beibringen. Wenn sie nicht wissen, wie die Wörter zu schreiben sind, können sie die Wörter nie richtig aussprechen. In dem praktischen Teil möchte ich ein paar Übungen zeigen, die in einer formgerechten Darstellung zu besserer Artikulation und zur Verbesserung der Phonetik führen können. 1.1. Lange und kurze Vokale Die Lernern sollten zuerst erkennen, was die Vokale sind. Für Bestimmung der Vokale dient folgende Übung. Die Lerner suchen alle Vokale und bezeichnen sie. m i o r u s a p i L k e n f h w a z u a b p e x y o E R O S T U C A L I E T U ü ä ü ö Weiter suchen sie die Vokale, die in den Bildern vorkommen. Sie schreiben die Wörter in die Tabelle unter den Vokal, der in dem Wort vorkommt. +-------------------------------------------------------------------------------------+ | a | e | i | o | u | |-----------------+----------------+----------------+----------------+----------------| | | | | | | |-----------------+----------------+----------------+----------------+----------------| | | | | | | |-----------------+----------------+----------------+----------------+----------------| | | | | | | |-----------------+----------------+----------------+----------------+----------------| | | | | | | | | | | | | | | | | | | |-----------------+----------------+----------------+----------------+----------------| | | | | | | |-----------------+----------------+----------------+----------------+----------------| | | | | | | |-----------------+----------------+----------------+----------------+----------------| | | | | | | |-----------------+----------------+----------------+----------------+----------------| | | | | | | +-------------------------------------------------------------------------------------+ Lösung: m i o r u s a p i L k e n f h w a z u a b p e x y o E R O S T U C A L I E T U ü ä ü ö Mögliche Lösungen der Tabelle: +-------------------------------------------------------------------------------------+ | a | e | i | o | u | |-----------------+----------------+------------------+----------------+--------------| | Der Braten | Die Schnecke | Das Nilpferd | Der Topf | Hund | |-----------------+----------------+------------------+----------------+--------------| | Das Glas | Das Fenster | Der Fliegenpilz | Die Glocke | Die Tulpe | |-----------------+----------------+------------------+----------------+--------------| | Der Dackel | Das Nilpferd | Der Pinsel | Die Rose | Die Blume | |-----------------+----------------+------------------+----------------+--------------| | Der Maler | Der Pinsel | | Der Poncho | Der Umhang | |-----------------+----------------+------------------+----------------+--------------| | Der Hase | | | Der Koch | Der Duft | |-----------------+----------------+------------------+----------------+--------------| | Die Ballerina | | | Der Kochtopf | | |-----------------+----------------+------------------+----------------+--------------| | Der Mantel | | | Das Brot | | |-----------------+----------------+------------------+----------------+--------------| | | | | | | +-------------------------------------------------------------------------------------+ Nach der richtigen Erkennung der Vokale können Übungen für Unterscheidung der langen und kurzen Vokale die Wörter oder Umlaute folgen. Die Lerner sprechen deutlich aus und lernen dabei, ob die Vokale kurz oder lang auszusprechen sind. Falsche Aussprache wird vom Lehrer korrigiert. Die Lerner sollen beschreiben, wo sie lange betonte Vokale oder Umlaute hören. Sie kennzeichnen mit einem Strich, wo sie kurze betonte Vokale oder Umlaute hören. Sie müssen diese Laute gelb kennzeichnen. Z.B. fassen, müssen. Blume Anfang fassen kleben Spaß Tag spät Mann steht bellen Fell fett See essen Treppe Pferd Weg legen bitten ihm ihr Fliege Tier dir immer wieder paar Sohn Zoo können hören kommen öffnen tot holen wohl Mut Bruder Stück Kuh rütteln schütteln müssen Tür Zahl Danach schreiben sie die Wörter in eine Tabelle: +--------------------------------------------------------------------------------------------+ | Langer betonter Selbstlaut/Umlaut | kurzer betonter Selbstlaut/Umlaut | |----------------------------------------------+---------------------------------------------| | | | |----------------------------------------------+---------------------------------------------| | | | |----------------------------------------------+---------------------------------------------| | | | |----------------------------------------------+---------------------------------------------| | | | +--------------------------------------------------------------------------------------------+ Die Lösung stellt folgende Grafik dar. Blume Anfang fassen kleben Spaß Tag spät Mann steht bellen Fell fett See essen Treppe Pferd Weg legen bitten ihm ihr Fliege Tier dir immer wieder paar Sohn Zoo können hören kommen öffnen tot holen wohl Mut Bruder Stück Kuh rütteln schütteln müssen Tür Zahl +--------------------------------------------------------------------------------------------+ | Langer betonter Selbstlaut/Umlaut | kurzer betonter Selbstlaut/Umlaut | |----------------------------------------------+---------------------------------------------| | Blume, Anfang | fassen, Mann | |----------------------------------------------+---------------------------------------------| | kleben, Spaß | bellen, Fell, fett | |----------------------------------------------+---------------------------------------------| | Tag, spät | essen, Treppe, bitten | |----------------------------------------------+---------------------------------------------| | stehen, See | immer, können, | |----------------------------------------------+---------------------------------------------| | Pferd, Weg | kommen, öffnen, | |----------------------------------------------+---------------------------------------------| | legen, ihm, ihr | Stück, rütteln | |----------------------------------------------+---------------------------------------------| | Fliege, Tier, dir | schütteln, müssen | |----------------------------------------------+---------------------------------------------| | wieder, paar, Sohn | | |----------------------------------------------+---------------------------------------------| | Zoo, hören, tot | | |----------------------------------------------+---------------------------------------------| | holen, wohl, Mut | | |----------------------------------------------+---------------------------------------------| | Bruder, Kuh, Tür | | |----------------------------------------------+---------------------------------------------| | Zahl, …. | | +--------------------------------------------------------------------------------------------+ 1.2. Langes i [ i: ] Wörter mit langem „i“ schreibt man meistens mit „ie“. Sollten die Lerner nicht wissen, dass „ie“ lang ausgesprochen wird, kann das ihnen Probleme machen. Die Lerner schreiben unter jedes Bild das passende Wort. +------------------------------------------------------------------------------------+ |----------------+----------------+----------------+----------------+----------------| | | | | | | |----------------+----------------+----------------+----------------+----------------| | | 7 | [IMG] | | | |----------------+----------------+----------------+----------------+----------------| | | | | | | |----------------+----------------+----------------+----------------+----------------| |----------------+----------------+----------------+----------------+----------------| | | | | | | +------------------------------------------------------------------------------------+ Die Lerner lesen die Wörter zu den Bildern genau. Ziegenbock, Dieb, Gießkanne, sieben, Spiegel, Klopapier, Liegestuhl, Brief Riesenrad, Zwiebel Zielscheibe, Biene Gummistiefel, Knie, Schachspiel. Einige davon sind zusammengesetzte Substantive. Schreibe die zusammengesetzten Substantive in die Tabelle: +--------------------------------------------------------------------------------------------+ | | | | |------------------------------+------------------------------+------------------------------| | | | | |------------------------------+------------------------------+------------------------------| | | | | +--------------------------------------------------------------------------------------------+ Die Lerner finden weitere zusammengesetzte Substantive mit „ie“ und schreiben sie. 1.3. E - Laute - [ e: ], [ ε: ], [ ε ], [ o/: ], [ oe ], [ ə ] Das [e:] ist ein langer, gespannter, ungerundeter, vorderer Vokal. Für richtige Einübung und Unterscheidung der richtigen Aussprache dieses Buchstabens kann folgender Text dienen: Emil, der Elefant! Emil - so hieß der Elefant, von dem ich euch erzählen möchte. Er lebte mit seiner Elefantenfrau Eva in England. Eigentlich war er ein lieber, lustiger Elefant, aber in letzter Zeit wurde er immer ernster und ernster und wollte gar nichts mehr essen. Jeden Morgen fragte ihn Eva: „Emil, geht’s dir heute besser?“ Emil antwortete aber immer mit: „Eben nicht, eben nicht.“ Die Leute auf der Straße flüsterten, wenn sie dem Elefanten begegneten: „Seht, hier kommt Emil, der ernste Elefant! Schade, dass er nicht mehr so lustig ist, wie früher!“ Eines Tages kamen die Ente Emma und der Enterich Elmar auf Besuch zu den beiden Elefanten. Emma meinte: „Ich weiß, was Emil braucht. Er braucht Essen, nichts als Essen.“ Und sie brachte ihm ein Brot mit Extrawurst. Als Emil das Essen sah, rief er: „Entsetzlich , entsetzlich, weg damit“, und zog sich in sein Zimmer zurück. Da gingen die Enten Emma und Elmar traurig wieder heim. Am Morgen fragte ihn seine Frau Eva wieder: „Emil, geht’s dir heute besser?“ Aber Emil antwortete nur: „Nein, leider!“ Am nächsten Tag kam der Zauberer Exlefexle zu Besuch zu den Elefanten. Er sah Emil tief in die Augen und sprach seinen berühmten Zauberspruch: „Emil, schau mich gut an, schau, was ich mit dir machen kann. Ene, mene, Tante Nene, ese, mese Tante Sese – Schau auf meinen Mund, dann bist du gesund!“ Nach einigen Minuten fragte der Zauberer Exlefexle: „Wie geht’s dir nun Emil?“ „Entsetzlich“, antwortete Emil und wollte schon in sein Zimmer gehen. Doch plötzlich drehte er sich um, zupfte dem Zauberer Exlefexle am Ellbogen und schnüffelte mit dem Rüssel an seiner Hosentasche herum. „Ja, was riecht denn da so gut?“ murmelte er und frage auch schon den Zauberer. „Das ist nur meine Jause“, meinte Exlefexle und zog ein Käsebrot heraus. Aber Emil riss es ihm aus der Hand und rief: „Emmentaler-Käse, Emmentaler, meine Lieblingsspeise, Emmentaler esse ich für mein Leben gern!“ Und ohne um Erlaubnis zu fragen, stopfte er das ganze Emmentaler-Käsebrot in seinen Mund und tanzte fröhlich im Zimmer umher. Emil rief laut zu seiner Eva: „Ene, mene, Tante Nene, ese, mese, Tante Sese – Schau auf meinen Mund, ich bin wieder gesund.“ Und seither isst Emil, der Elefant jeden Morgen, jeden Mittag und jeden Abend sein Emmentalerkäsebrot. Und wenn ihn seine Eva fragt: „Emil, bist du glücklich?“, dann antwortet er erleichtert: „Ja, entsetzlich glücklich!“ 1.4. Konsonant [ ŋ ] Groβe Probleme bringt die Aussprache des Konsonanten [ ŋ ] mit. Das [ ŋ ] ist ein Verschlusslaut - stimmhaft, nasal und velar. In der tschechischen Sprache existiert nur vor g und k. Das [ ŋ ] steht nie im Wortanlaut. Meiner Meinung nach ist dieser Konsonant einer der schwierigsten im Deutschen. Für Einübung kann folgendes Gedichtchen dienen. Die Tante singt, der Onkel springt, der Junge trinkt, der Enkel winkt. Die Tante springt, der Onkel singt, der Junge winkt, der Enkel trinkt. Folgende Übungen sind für Ausspracheschulung des Konsonanten [ ŋ ] geeignet. 1.4.1. Übung [ ŋ ] Nr. 1 Aufgabe: Wörterschlange Die Lerner nehmen einen Bleistift und machen nach jedem Wort in der Wörterschlange einen Strich. Sie schreiben die Wörter, die sich durch ng und nk unterscheiden in die Tabelle nebeneinander. +--------------------------------------------------------------------------+ |Dvojitá šipka: ng | _ |Dvojitá šipka: nk | |--------------------------------+---------+-------------------------------| | | _ | | |--------------------------------+---------+-------------------------------| | | _ | | |--------------------------------+---------+-------------------------------| | | _ | | |--------------------------------+---------+-------------------------------| | | _ | | +--------------------------------------------------------------------------+ Aufgabe: Verben mit „ng“ und Verben mit „nk“: Elipsa: ngSie bilden jeweils Verben mit ng und nk und schreiben sie in der Grundform auf. Beispiel: drä – → „drängen“ +--------------------------------------------------------------------------------------------+ | | |--------------------------------------------------------------------------------------------| | | |--------------------------------------------------------------------------------------------| | | |--------------------------------------------------------------------------------------------| | | |--------------------------------------------------------------------------------------------| | | |--------------------------------------------------------------------------------------------| | | +--------------------------------------------------------------------------------------------+ Aufgabe: Ergänze ng oder nk bei folgenden Adjektiven: Kra_____; ju_____; pi_____; bla_____; stre______; fli_____; la_____ ; schla_____ ; e_____ . Lösungen der Aufgaben stellt folgende Grafik dar. Wörterschlange: Ergänzte Tabelle: +--------------------------------------------------------------------------+ |Dvojitá šipka: ngdie Schlange| _ |Dvojitá šipka: nkdie Schlanke | |--------------------------------+--------+--------------------------------| | bangen | _ | Banken | |--------------------------------+--------+--------------------------------| | Zangen | _ | zanken | |--------------------------------+--------+--------------------------------| | dringen | _ | trinken | |--------------------------------+--------+--------------------------------| | hingen | _ | hinken | |--------------------------------+--------+--------------------------------| | singen | _ | sinken | +--------------------------------------------------------------------------+ Aufgabe mit Verben: +--------------------------------------------------------------------------------------------+ |Klingen; fangen; drängen; dringen; zwingen; singen; | | bringen; hängen; | |--------------------------------------------------------------------------------------------| | | |--------------------------------------------------------------------------------------------| |Winken; blinken; schenken; | |stinken; zanken; trinken; | |sinken; hinken | +--------------------------------------------------------------------------------------------+ Aufgabe mit Adjektiven: Krank; jung; pink; blank; streng; flink; lang; schlank; eng . 1.4.2. Übung [ ŋ ] Nr. 2 Die Lerner schreiben unter jedes Bild das passende zusammengesetzte Substantiv. Jedes Wort wird entweder mit nk oder mit ng geschrieben. +----------------------------------------------------------------------------------------+ |------------------------------+------------------------------+--------------------------| | | | | |------------------------------+------------------------------+--------------------------| |------------------------------+------------------------------+--------------------------| | | | | |------------------------------+------------------------------+--------------------------| |------------------------------+------------------------------+--------------------------| | | | | +----------------------------------------------------------------------------------------+ Ohnutý roh: Lösungshilfen: Garten; Häuptling; Kleider; Ring; Schokolade; Zeitung; Fink; Ohr Geschenk; Bild; Bank; Hand; Indianer; Buch; Pudding; Gelenk; Schrank; Geburtstag. Die Lerner schreiben die zusammengesetzten Substantive, die sie gefunden haben im Plural und mit dem bestimmten Artikel. +----------------------------------------------------------------------------------+ | | |----------------------------------------------------------------------------------| | | |----------------------------------------------------------------------------------| | | +----------------------------------------------------------------------------------+ Die Lerner ergänzen bei folgenden Substantiven das fehlende ng oder nk und schreiben dazu die Wörter im Plural in die Tabelle. Der Gesa _____; der Gesta _____ ; der Anfa _____; der Säugli _____; das Geträ _____; die Heizu _____; der Wi _____; der Frühli _____; der Puddi _____; die Le____u____ Lösungen der Aufgaben von dieser Übung stellt folgende Grafik dar. +--------------------------------------------------------------------------------------------+ | Pluralformen | | | | | | | |+------------------------------------------------------+| | | || | || | | ||---------------------------+--------------------------|| | | || | || | | ||---------------------------+--------------------------|| | | || | || | | ||---------------------------+--------------------------|| | | || | || | | ||---------------------------+--------------------------|| | | || | || | | |+------------------------------------------------------+| | | | | | | | | | | | | | | | | | | |--------------------------------------------------------+-----------------+-----------------| | Geburtstagsgeschenk |Indianerhäuptling| Handgelenk | |--------------------------------------------------------+-----------------+-----------------| |--------------------------------------------------------+-----------------+-----------------| | Kleiderschrank | Bildzeitung |Schokoladepudding| |--------------------------------------------------------+-----------------+-----------------| |--------------------------------------------------------+-----------------+-----------------| | Buchfink | Gartenbank | Ohrring | +--------------------------------------------------------------------------------------------+ +------------------------------------------------------------------------------+ |die Bildzeitungen; die Schokoladenpuddings; | |die Buchfinken; | |------------------------------------------------------------------------------| |die Gartenbänke; die Ohrringe. | +------------------------------------------------------------------------------+ +------------------------------------------------------------------------------+ |Die Geburtstagsgeschenke; die Indianerhäuptlinge; | |------------------------------------------------------------------------------| |die Handgelenke; die Kleiderschränke; | +------------------------------------------------------------------------------+ Der Gesa ng ; der Gesta nk ; der Anfa ng _; der Säugli ng; das Geträ nk__; die Heizu ng ; der Wi nk_; der Frühli ng ; der Puddi ng_; die Le nk_u ng Pluralformen +------------------------------------------------------+ |Die Gesänge |Die Gestanke | |--------------------------+---------------------------| |Die Anfänge |Die Säuglinge | |--------------------------+---------------------------| |Die Getränke |Die Heizungen | |--------------------------+---------------------------| |Die Winke |Die Frühlinge | |--------------------------+---------------------------| |Die Puddings |Die Lenkungen | +------------------------------------------------------+ 1.5. Diphthonge au [ao], eu, äu [oo/], ei, ai [ae] Zu den für die tschechischen Lerner problematischsten Lauten gehören auch Diphthonge. Die Diphthonge bestehen aus zwei Vokalen, aus einem silbischen und einem unsilbischen Vokal. Das größte Problem besteht in der Aussprache des Diphthongs „eu/äu“, da kein Buchstabe „j“ ausgesprochen werden darf. Bei der Aussprache von „au“ geht man vom kurzen „a“ zu dem geschlossenen „o“. Es darf kein „au“ gehört werden. Folgende Übungen dienen zur Verbesserung der Ausprache deutscher Diphthonge. Die Lerner schreiben die Wörter in der Einzahl und in der Mehrzahl in die Tabelle und danach lesen sie alles vor. +--------------------------------------------------------------------------------------------+ | Einzahl | Mehrzahl | |---------------------------------------------+----------------------------------------------| | Der Baum | | |---------------------------------------------+----------------------------------------------| | | | |---------------------------------------------+----------------------------------------------| | | | |---------------------------------------------+----------------------------------------------| | | | |---------------------------------------------+----------------------------------------------| | | | +--------------------------------------------------------------------------------------------+ Im weiteren Teil der Übung entscheiden die Lerner, welche Wörter mit „eu“ und welche mit „äu“ geschrieben werden. Danach werden die Wörter vorgelesen. Falsche Aussprache wird vom Lehrer korrigiert. B tel, Schl che, Geb de, Fr nde, R ber, K fer, L se, Sch ne, Fr de, Tr me, St ern, Br te. Am Ende schreiben die Lerner die Wörter mit „äu“ und „au“. +---------------------------------------------------------------------------------+ | | | |--------------------------------------------+------------------------------------| | | | |--------------------------------------------+------------------------------------| | | | |--------------------------------------------+------------------------------------| | | | |--------------------------------------------+------------------------------------| | | | +---------------------------------------------------------------------------------+ Lösungen dieser Übung stellt folgende Grafik dar. +--------------------------------------------------------------------------------------------+ | Einzahl | Mehrzahl | |---------------------------------------------+----------------------------------------------| | Der Baum | Die Bäume | |---------------------------------------------+----------------------------------------------| | Die Maus | Die Mäuse | |---------------------------------------------+----------------------------------------------| | Das Haus | Die Häuser | |---------------------------------------------+----------------------------------------------| | Der Zaun | Die Zäune | +--------------------------------------------------------------------------------------------+ Die Wörter werden wie folgt ergänzt: B eu tel, Schl äu che, Geb äu de, Fr eu nde, R äu ber, K äu fer, L äu se, Sch eu ne, Fr eu de, Tr äu me, St eu ern, Br äu te. +--------------------------------------------------------------------------------------------+ |Die Schläuche der Schlauch | |--------------------------------------------------------------------------------------------| |Die Gebäude der Bau | |--------------------------------------------------------------------------------------------| |Der Räuber der Raub | |--------------------------------------------------------------------------------------------| |Der Käufer der Kauf | |--------------------------------------------------------------------------------------------| |Die Läuse die Laus | |--------------------------------------------------------------------------------------------| |Die Träume der Traum | |--------------------------------------------------------------------------------------------| |Die Bräute die Braut | +--------------------------------------------------------------------------------------------+ 2. Zungenbrecher Ein Zungenbrecher ist eine bestimmte Wortfolge, deren schnelle, wiederholte Aussprache selbst Muttersprachlern schwer fällt. Oft handelt es sich um ähnliche Worte, die aufeinander folgen, sich aber in bestimmten Silben unterscheiden. Die Zungenbrecher helfen den erfahrenen Sprechern ihre Aussprachfähigkeiten verbessern. Manche Zungenbrecher sind so schwer, dass die kaum von Muttersprachlern auszusprechen sind. Für die Tschechen gilt das im Fall vom Zungenbrecher „333 stříbrných stříkaček“. Dieser Zungenbrecher wird fast von keinem Ausländer gelernt. Die deutschen Zungenbrechen scheinen nicht so schwer zu sein, aber für Anfänger können sie eine unüberwindbare Hürde werden. Zungenbrecher mit a: Auf dem Rasen rasen Hasen, atmen rasselnd durch die Nasen. Machen Drachen manchmal nachts echt freche Sachen, oder lachen Drachen manchmal acht freche Lacher? Zungenbrecher mit au: Blaukraut bleibt Blaukraut und Brautkleid bleibt Brautkleid. Zungenbrecher mit e: Esel essen Nesseln nicht, Nesseln essen Esel nicht. Was Esel gern auf Wege legen, fegen Kehrer weg mit Besen. Feger kehren weg mit Besen, was Esel gern auf Wege legen. Zungenbrecher mit i Fischers Fritz fischt frische Fische. Frische Fische fischt Fischers Fritz. Zungenbrecher mit i: Sieben Riesen niesen, weil Nieselwinde bliesen. Ließen die Winde dieses Nieseln ließen die Riesen auch das Niesen. Zungenbrecher mit o: Otto soll Oma rote Rosen ohne Dornen holen. Von wo soll Otto Oma Rosen ohne Dornen holen? Soll Oma doch rote Rosen ohne Dornen ohne Otto holen! Zusammenfassung In meiner Diplomarbeit wollte ich nicht nur auf die typischen Aussprachefehler hinweisen, sondern auch erklären, warum sie entstehen, wodurch sie verursacht werden und hauptsächlich, wie man diese Fehler am besten beseitigen kann. Ich selbst artikuliere alle Laute nicht so gut, wie ich möchte. Aufgrund meiner Erfahrungen weiß ich, dass sehr wichtig ist, ordentlich und richtig zu artikulieren. Wenn man ein Wort falsch artikuliert, sollte man korrigiert werden. Das wichtigste ist aber, dem Schüler bzw. dem Muttersprachler zu erklären, was er bei der Artikulation falsch macht, damit er die Wiederholung der Fehler in der Aussprache vermeiden kann – z.B. der Kieferwinkel war zu offen, usw. Gerade aus diesen Gründen interessierten mich die Unterrichtsstunden der Phonetik und Phonologie, die Frau Kovářová an der pädagogischen Fakultät unterrichtete und aus deren Materialen und Unterlagen schöpfte ich die Ideen, Themen und einige Übungen für meine Diplomarbeit. Wie ich schon in der Einführung schrieb, ist es ein großer Schade, dass diese Stunden in weiteren Semestern nicht fortgesetzt wurden. Ich denke, dass eine der besten Gelegenheiten zur Korrektur und Verbesserung unserer Aussprache ist, für ein paar Monate oder sogar Jahre ins Ausland zu reisen. Dort gibt es das beste Feedback für unsere Aussprache. Da können wir gleich Vorort feststellen, ob wir richtig und ordentlich aussprechen. Ich hoffe, meine Diplomarbeit erfüllt ihr Ziel, sich am schnellsten in der Problematik der schwierigsten deutschen Laute zu orientieren, die den tschechischen Muttersprachlern die größten Probleme bereiten. Resumé Ve své diplomové práci jsem chtěla poukázat nejen na typické výslovnostní chyby českých rodilých mluvčí, ale také vysvětlit, proč vznikají, čím jsou zapříčiněny a především, jak je možno těmto chybám zabránit nebo je co nejlépe odstranit. Velice dobře si uvědomuji, že já sama nevyslovuji všechny hlásky tak dobře, jak bych chtěla. Na základě svých zkušeností vím, že je velmi důležité, správně a řádně artikulovat. Když člověk chybně nebo zcela jinak vysloví nějaké slovo, měl by být opraven a mělo by mu být vysvětleno, jak zní správná artikulace. To nejdůležitější ale samozřejmě je, vysvětlit českému mluvčímu, co přesně bylo chybně artikulováno, aby bylo zabráněno dalšímu opakování chyby, např. čelistní úhel byl moc otevřený. Právě z těchto důvodů jsem se velmi zajímala o hodiny fonetiky a fonologie, které na pedagogické fakultě vyučovala paní doktorka Kovářová, z jejíchž materiálů a podkladů jsem čerpala náměty, témata a některá cvičení pro svou bakalářskou práci. Jak jsem se již zmínila v úvodu, je velká škoda, že tyto hodiny nepokračovaly také v dalších semestrech. Pro správný nácvik výslovnosti byly dle mého názoru dva semestry nedostačující. Myslím, že v této době je jednou z nejlepších příležitostí ke zlepšení vlastní výslovnosti, vycestovat na několik měsíců nebo let do ciziny. Tam najde dotyčný tu nejlepší zpětnou vazbu pro svoji výslovnost a navíc se tam člověk setká s mnoha dialekty. Doufám, že moje diplomová práce splní svůj cíl, kterým je co nejlépe se orientovat v nejtěžších německých hláskách a jiných specifikacích německého jazyka, které působí českým rodilým mluvčím největší problémy. Literatur KOVÁŘOVÁ, Alena: Úvod do fonetiky a fonologie němčiny. Masarykova univerzita, Brno 2003. ISBN 80-210-3263-4 ROTHENHAGEN, Richard: Phonetischer Grundkurs der deutschen Sprache für Tschechischsprecher. Masarykova univerzita, Brno 2002. ISBN 80-210-2953-6 DIELING, Helga / HIRSCHFELD, Ursula: Phonetik lehren und lernen. Berlin / München 2000: Langenscheidt. ISBN 3-468-49654-0 DUDEN: Die deutsche Rechtschreibung. Band 1. 21. völlig neu bearbeitete Aufl. Mannheim / Wien / Zürich 2000. DUDEN: Das Aussprachewörterbuch. Band 6. Mannheim / Wien / Zürich Tüte 2000. AUFDERSTRAβE, H./ MÜLLER, J./ STORZ, T.: Delfin. Lehrwerk für Deutsch als Fremdsprache. Max Hueber Verlag. Ismaning (2001) ISBN 3-19-001601-1 Webseiten http://vs-material.wegerer.at http://www.unterrichtsmaterial-schule.de http://www.spz.tu-darmstadt.de ------------------------------- [1] Rothenhagen, S.31. [2] Dieling/Hirschfeld, S.111 u. 112.