MASARYKOVA UNIVERZITA PEDAGOGICKÁ FAKULTA katedra německého jazyka a literatury Diplomová práce Brno 2008 Dočekalová Miroslava MASARYK-UNIVERSITÄT PÄDAGOGISCHE FAKULTÄT Lehrstuhl für deutsche Sprache und Literatur „Analyse der Lehrmaterialien aus phonetischer Sicht: Phonetik in den tschechischen und deutschen Lehrmaterialien“ (Diplomarbeit) Brünn 2008 Verfasserin: Bc. Miroslava Dočekalová Betreuerin: PhDr. Alena Kovářová Prohlašuji, že jsem diplomovou práci zpracovala samostatně a použila jen prameny uvedené v seznamu literatury. Souhlasím, aby práce byla uložena na Masarykově univerzitě v Brně v knihovně Pedagogické fakulty a zpřístupněna ke studijním účelům. ............................................ podpis Poděkování: Děkuji své vedoucí diplomové práce PhDr. Aleně Kovářové za spolupráci a odbornou pomoc při vytváření diplomové práce. Inhaltsverzeichnis Einführung 6 I. Der theoretische Teil 8 1. Phonetik und Phonologie 9 1.1. Phonetik 9 1.2. Phonologie 10 1.3. Grundbegriffe der Phonetik und Phonologie 10 2. Sprachliche Artikulation 11 2.1. Atmung 11 2.2. Phonation 11 2.3. Artikulation 11 3. Segmentale Ebene der Sprache 13 3.1. Vokale 13 3.1.1. Die problematischen Vokale 14 3.2. Diphthonge 17 3.3. Konsonanten 18 3.3.1. Die problematischen Konsonanten 19 3.4. Assimilation 23 4. Suprasegmentale Ebene der Sprache 24 4.1. Akzent 24 4.1.1. Wortakzent 24 4.1.2. Satzakzent 25 4.2. Reduzierung 25 4.3. Intonation 25 4.4. Rhythmus 26 5. Phonetik und Didaktik 27 5.1. Grundprinzipien der Ausspracheschulung im Fremdsprachenunterricht 27 5.2. Übungstypologie 27 5.3. Lehrmaterialien und Unterrichtsmittel 29 II. Der praktische Teil 30 1. “Německy s úsměvem nově” 30 1.1. Die Beschreibung des Lehrwerks 30 1.2. Die Ausspracheschulung im Lehrbuch “Německy s úsměvem nově” 31 1.3. Zusammenfassung der Ausspracheschulung im Lehrbuch “Německy s úsměvem nově” 38 1.4. Übersicht der Ausspracheschulung im Lehrbuch “Německy s úsměvem nově” 40 2. “Delfin” 42 2.1. Die Beschreibung des Lehrwerks 42 2.2. Die Ausspracheschulung im Lehrbuch “Delfin” 44 2.3. Zusammenfassung der Ausspracheschulung im Lehrbuch “Delfin” 54 2.4. Übersicht der Ausspracheschulung im Lehrbuch “Delfin” 56 Schlusswort 57 Resumé 58 Literaturverzeichnis 59 Anhang 62 Einführung In der heutigen Zeit ist für uns wichtig in unserem beruflichen oder privaten Leben mindestens eine Fremdsprache gut zu beherrschen. Im Zentrum des Interesses ist heutzutage das Englisch (leider), aber das Deutsch verliert auch an Bedeutung nicht. Für die entsprechende fremdsprachliche Kommunikation braucht man erforderliche Sprachkenntnisse. Beim Fremdsprachenerwerb kommt man nicht nur mit dem Wortschatz, Grammatik bzw. Ortographie aus, sondern man braucht auch sich verständigen und das ermöglicht uns die richtige Aussprache. In der Schule wird gerade die Phonetik, die für Einübung der richtigen Aussprache so nötig ist, oft vernachlässigt. Ich weiβ, wie schwer es ist, im Fremdsprachenunterricht genug Zeit für die Ausspracheschulung zu finden, aber es lohnt sich das. Nicht nur der Lehrer kann zu der entsprechenden Aussprachenschulung beitragen, sondern auch das hochwertige und metodisch gut erarbeitete Lehrbuch. In Gegenwart kann man aus einer Vielzahl von Lehrbüchern wählen. Es ist schwierig sich in dieser groβen Auswahl zu orientieren. Was die Ausspracheschulung betrifft, ist die Qualität der Lehrwerke unterschiedlich. Das Lehrbuch kann schön erbearbeitet und anschaulich sein, aber es kann nicht alle Fertigkeiten (Hören, Sprechen, Lesen und Schreiben) entwickeln. Es ist wichtig groβe Aufmerksamkeit der Lehrbuchauswahl zu widmen. In meiner Diplomarbeit beschäftige ich mich mit der Analyse der Lehrmaterialien aus phonetischer Sicht - Phonetik in den tschechischen und deutschen Lehrmaterialien. Ich vergleiche folgende Lehrwerke: „Německy s úsměvem nově“ und „Delfin“ Meine Arbeit teile ich in zwei Teile: den theoretischen und den praktischen. In dem theoretischen Teil beschreibe ich Grundbegriffe der Phonetik und Phonologie. Weiter beschäftige ich mich hier mit der Artikulation und der segmentalen und suprasegmentalen Ebene der Sprache. Den theoretischen Teil beende ich mit dem Kapitel „Phonetik und Didaktik“. In dem praktischen Teil meiner Diplomarbeit konzentriere ich mich schon auf die eigentliche Analyse der Lehrwerke. Sie befasst sich mit der phonetischen Analyse eines tschechischen und eines deutschen Lehrwerks. Ich beschreibe hier folgende Lehrbücher aus phonetischer Sicht: „Německy s úsměvem nově“ und „Delfin“. Das Hauptziel dieser Arbeit ist detaillierte phonetische Beschreibung der beiden Lehrwerke. . In meiner Diplomarbeit knüpfe ich an meine Bakkalaureatsarbeit an, wo ich mich den typischen Aussprachefehlern von tschechischen Muttersprachlern und Methoden ihrer Behebung befasst habe. I. Der theoretische Teil Zu den Sprechfertigkeiten, die wir im Fremdsprachenunterricht entwickeln sollten, gehört: Sprechen, Hören, Schreiben und Lesen. Es geht darum, sich mündlich oder schriftlich äuβern und verstehen. Vor allem Sprechen kann im Fremdsprachenunterricht ein groβes Problem darstellen. Wenn mann eine Fremdsprache gut beherrschen will, kommt man nicht nur mit reichem Wortschatz, oder Grammatik, bzw. Ortographie aus, sondern man sollte die verständliche Aussprache hervorheben. Im Sprachunterricht sollte man die wichtigsten phonetischen Grundlagen vermitteln und phonetische Fertigkeiten entwickeln. Es ist wichtig, auf Phonetik und phonetische Korrekturen Wert zu legen. Es sind mehrere Gründe, warum für uns die Aussprache wichtig ist. Nennen wir zum Beispiel diese: O/ Jede Sprache hat anderes Lautsystem (bzw. Phonemsystem), das wir können und beherrschen sollten. Die Lauten können andere Artikulationsmerkmale haben als in der Muttersprache. O/ Suprasegmenatle Ebene der Sprache ist anders – nennen wir zum Beispiel : Betonungsregeln (vor allem Wortakzent und damit verbundene Reduktion) O/ Assimilation - progressive (Deutsch) x regressive (Tschechisch) Wozu kann die schlechte Aussprache führen? O/ Es kommt zu Missverständnissen O/ Konzentrationsstörungen – der Hörer muss sich auf die Aussprache konzentrieren, und die wichtige Information entgeht ihm. O/ Man kann die „negativen“ Emotionen provozieren (z.B.: Lachen) O/ Im Unterricht – Es fehlen die Grundlagen für die Enwicklung von Ferigkeiten – Hören, Sprechen, Lesen und Schreiben 1. Phonetik und Phonologie 1.1. Phonetik Phonetik ist die linguistische Teildisziplin, die die Entstehung, Übertragung und Wahrnehmung (die materielle Seite) der Sprachlaute beschreibt. Phonetik untersucht konkrete sprachliche Äuβerungen und beschreibt sie. Teilgebiete der Phonetik - Artikulatorische Phonetik : beschäftigt sich mit dem Aufbau des Sprechapparates und seine Funktion. Sie untersucht, wie man die Laute bildet. - Akustische Phonetik : beschäftigt sich mit der Übetragung des sprachigen Signals (mit den physikalischen Eigenschaften) - Auditive Phonetik: befasst sich mit der Perzeption, also, wie man die Sprache hört und begreift - Physiologische Phonetik: untersucht, wie die Artikulationsorgane bei der Lautproduktion fungieren und die Prozesse der Signalverarbeitung beim Hören. - Deskriptive Phonetik: untersucht und beschreibt die Eigenschaften der Sprechlaute - Kontrastive Phonetik: beschreibt die Unterschiede der Lautsysteme verschiedener Sprachen. Abb.1. Das signalphonetische Band[1] 1.2. Phonologie Phonologie untersucht die Funktion und Eigenschaft von Sprachlauten, also die funktionelle Seite der Sprachlaute in einer Sprache. Ergebnis der phonologischen Untersuchung ist Phonemsystem einer Sprache. 1.3. Grundbegriffe der Phonetik und Phonologie - Laute Die kleinsten phonetischen Einheiten der Sprache sind Laute. Jeder Laut ist für sich einmalig, das heiβt, dass jeder weitere Laut sich von den vorhergehenden physikalisch unterscheidet. Der Laut ist der Bestandteil der mündlichen Sprache. Die Laute können durch Buchstaben umgesetzt werden. - Phoneme Phoneme sind die kleinsten bedeutungsunterscheidenden Einheiten der Sprache. Sie können zur Unterscheidung von Wörtern dienen, selbst aber keine Bedeutung haben. Die Zahl der Phoneme einer Sprache ist begrenzt. - Phone Phone sind die Analyseeinheiten der Phonetik. Phon bezeichnet eine Klasse von Lauten, deren phonetische Seite sehr ähnlich ist. - Minimalpaare sind Wörter, die sich nur in einem einzigen Phon unterscheiden. (siehe Anhang) Man kann sie z.B.. zur Einübung der problematischen Lauten im DaF-Unterricht benutzen. - Allophone Allophon ist die lautliche Variante eines Phonems. Allophone werden als Phonemvarianten bezeichnet. Sie können in Abhängigkeit von der phonologischen Umgebung vorkommen., z. B. Ich-Laut - Ach-Laut - Phonetische Transkription (Lautschrift) ist die genaue Umschrift der gesprochenen Sprache. Man benutzt spezielle Transkriptionsalphabete: meist Intrnational Phonetic Alphabet – IPA (siehe Anhang). Phonetische Zeichen werden in die eckige Klammern gesetzt. Die phonetische Transkription ist beim Sprachstudium wichtig – z.B.: Sie ermöglicht die richtige Aussprache des Wortes 2. Sprachliche Artikulation Die Organe, mit denen man artikuliert, sind ursprünglich für Atmen und Nahrungsaufnahme bestimmt. An der Lautproduktion beteiligen sich diese Organe: - Lungen und Atemweg - erzeugen den Luftstrom - der Kehlkopf - verwandlen den Luftstrom - der Lautgang (Ansatzrohr) - besteht aus dem Rachen, der Mundhöhle und Nasenhöhle. Man unterscheidet 3 Hauptbereiche der sprachlichen Artikulation: - Atmung (Luftstromprozess) - Phonation (Phonationsprozess) - Artikulation (Artikulationsprozess) 2.1. Atmung Man braucht vor allem die Luft für die Herstellung der Stimme. Bei der Ausatmung der Luft entstehen die egressiven Laute, bei der Einatmung werden die ingressiven Laute gebildet. Fast alle Laute des Deutschen sind egressiv . Das heiβt, dass die Luft aus der Lunge ausgeatmet wird. 2.2. Phonation Phonation bedeutet Erzeugung des Stimmtons. Die Hauptorgane bei diesem Prozess sind die Stimmbänder. Wenn die Stimmbänder schwingen, entsteht der Ton. Wenn die Stimmlipen geschlossen sind und schwingen, entstehen die stimmhaften Laute. Bei der Produktion der stimmlosen Laute sind die Stimmlipen geöffnet. 2.3. Artikulation Die Artikulation dient der Modifizierung des Luftstroms. Zu den wichtigsten Sprechorganen gehört vor allem die Zunge. Es geht um sehr bewegliches Organ (vor allem die Zungenspitze), das die Form der Mundhöhle während der Artikulation bestimmt. Sprechorgane: Zunge, Oberlippe, Oberzähne, Zahndamm, harter und weicher Gaumen, Uvula, Pharynx, Kehlkopf, Glottis Abb. 2 Schematischer Durchschnitt durch die Sprechorgane[2] 3. Segmenatale Ebene der Sprache 3.1. Vokale Bei der Artikulation der Vokale, passiert der Luftstrom unbehindert durch den Mundraum. Der Luftstrom ist durch die Artikulatoren angepasst. Vokale sind immer stimmhaft. Man klassifiziert deutsche Vokale nach folgenden Kriterien: - Bau des Vokals: Monophthonge; Diphthonge - Zungenbeteiligung: vordere; mittlere; hintere Vokale - Lippenfunktion: gerundete labialisierte; gespreizte (ungerundete); neutrale (passive) Vokale - Spannung der Muskulatur: gespannte; ungespannte Vokale - Länge: lange; kurze Vokale Das Vokalsystem des Deutschen besteht aus 17 Vokalen, dagegen in tschechischer Sprache gibt es nur 10 Vokale. Das heiβt, dass das Deutsche 7 (bis 8) Vokale hat, die im Tschechischen nicht vorkommen. Diese Laute können Schwierigkeiten verursachen. Auβerdem gibt es hier auch andere Unterschiede: - Zum Unterschied zu tschechischen langen Vokalen werden deutsche lange Vokale gespannt ausgesprochen. - Im Deutschen sind kurze Vokale offen und lange Vokale geschlossen (mit einer Ausnahme: [ ε: ] ). Im Tschechischen ist der Unterschied nicht so markant . - Deutsche Vokale, die im Wortauslaut stehen, sind meistens abgeschwächt. - Die Artikulation der tschechischen langen Vokale ist um etwas kürzer als die deutsche Artikulation. Abb. 3. Schematische Darstellung der tschechischen Vokale: [3] Abb. 4. Schematische Darstellung der deutschen Vokale: [4] Richtung der Zungenhebung: vorn - zentral - hinten Grad der Zungenhebung: -hoch -mittel -niedrig 3.1.1. Die problematischen Vokale [5] Aus dem Vergleich des tschechischen Vokaldreiecks und des deutschen Vokaltrapezs kann man die typischen tschechischen Aussprachefehler gut bemerken. Was die deutschen Vokale betrifft, sind vor allem folgende Laute für tschechische Schüler problematisch: O/ Phonem: [ e: ] Grapheme: e / ee / eh Beispiel: Schnee, er, Eva, Fehler Merkmale: lang, geschlossen, gespannt, ungerundet Im Tschechischen kommt es nicht vor. Die Aussprache kann für tschechische Muttersprachler schwierig sein. Die Einübung: Bei der Artikulation kann man vom Í [ i: ] ausgehen, man artikuliert aber das É. O/ Phonem: [ ə ] Graphem: e Beispiel: gesehen, lange, Gemälde Merkmale: reduziert, kurz, ungespannt, ungerundet Das abgeschwächte (schwachtonige) [ ə ] gehört zu den häufigsten deutschen Vokalen. Das [ ə ] kann nur im Inlaut ( be- ; ge- ) oder im Auslat vorkommen. Das Tschechische kennt keine Reduktion. Man muss der Einübung der abgeschwächten Vokale groβe Aufmerksamkeit widmen. Die Einübung: Man nützt die Einhaltung der starken Betonung der betonten Silben. Die Artikulation ist sehr kurz. O/ Phonem: Grapheme: er / r Beispiel: vergehen, er, hinter Merkmale: vokalisertes R, kurz, ungespannt, ungerundet Im Tschechischen ist es nicht vorhanden. Die Einübung: ähnlich so wie bei dem [ ə ]. O/ Phonem: [ o: ] Grapheme: o / oo/ oh Beispiel: Wo, oder, schon, Moor, Mohn Merkmale: lang, geschlossen, gespannt, gerundet Es wird im Gegensatz zum Tschechischen geschlossen realisiert. Der Kieferwinkel ist klein. Die Einübung: Man geht vom U aus und artikuliert das Ó. O/ Phonem: [ O/: ] Grapheme: ö / öh / oe Beispiel: böse, Söhne, möglich Merkmale: lang, gerundet, gespannt Dieser Laut existiert im Tschechischen nicht. Die Einübung: Bei der Artikulation geht man vom E aus, man muss die Lippen ordentlich runden. O/ Phonem: [ œ ] Graphem: ö Beispiel: können, öffnen Merkmale: kurz, gerundet, ungespannt Die Einübung: ähnlich so wie das [ O/: ] Man muss die kurze und lange Aussprache einhalten. O/ Phonem: [ y: ] Grapheme: ü / üh / ui/ y Beispiel: blühen, eben, typisch Merkmale: lang, gerundet, gespannt Im Tschechischen kommt es nicht vor. Bei der Artikulation geht man vom Í aus und fügt die Mundrundung hinzu. (gerudetes í) O/ Phonem: [ Y ] Grapheme: ü / y Beispiel: müssen, hübsch, System Merkmale: kurz, gerundet, ungespannt Die Einübung: ähnlich so wie das [ y: ]. Viele Aussprachefehler entstehen durch mangelhafte Mundrundung. Es betrifft alle Lauten [ y: ] und [ Y ]. Auch hier muss man die kurze und lange Aussprache einhalten. 3.2. Diphthonge Diphthonge sind Gleitbewegungen von einer Vokalposition zu einer anderen. Es geht um die Kombination zweier Vokale. Der erste Vokal trägt den Akzent. Im Deutschen existieren 3 Diphthonge: [ aַe ] [ aַo ] [ oַO/ ]. Die Aussprache: Der erste Teil des Diphthongs wird stärker artikuliert und der zweite wird abgeschwächt. Im Tschechischen gibt es nur einen Diphthong: ou. (Die Artikulation der beiden Vokale ist im Unterschied vom Deutschen fast gleich stark.) O/ Phonem: [ aַe ] Grapheme: ei / eih / ai / ey / ay Fremdwörter: i, y Beispiel: nein, bleiben, Bayern Die Einübung: Man geht vom A aus und geht in der Position E – I über. Man darf es nicht als -aj- aussprechen. O/ Phonem: [ aַo ] Grapheme: au / auh Fremdwörter: ou / ow Beispiel: Maus, aus, kaufen Die Einübung: Man geht vom kurzen A in das kurze geschlossene O über. Nicht als -au- aussprechen. O/ Phonem: [ oַO/ ] Grapheme: eu / äu / oi / oy Beispiel: neu, Träume, Leute Die Einübung: Bei der Artikulation geht man vom kurzen offenen O in das gerundete, geschlossene O/ . Nicht als -oj- oder -eu- aussprechen. 3.3. Konsonanten Bei der Artikulation der Konsonanten bilden die Artikulationsorgane einen Verschluss, oder eine Enge. Man klassifiziert die Konsonanten nach diesen Merkmalen: Artikulationsstelle, Artikulationsart, Stimmhaftigkeit. O/ Artikulationsstelle (siehe Anhang): - bilabial [ p, b, m ]: Lautbildung von beiden Lippen; - labiodental [ f,v ]: Lautbildung von unterer Lippe und oberen Zähnen; - alveolar [ t, d, n, s, z, ts ]: wird am oberen Zahndamm gebildet - palatal [ Ich-Laut, j ]: der Laut wird mit der Zunge und dem harten Gaumen gebildet - velar - [Ach-Laut, k, g, ŋ]: der Laut wird mit der Zunge am weichen Gaumen gebildet - pharyngal [ h ]: wird im Rachenraum gebildet O/ Artikulationsart (siehe Anhang): - Plosive: (Verschlusslaute oder Okklusive) im Stimmweg wird ein Verschluss gebildet. Die plötzliche Lösung des Verschlusses verursacht eine kleine „Explosion“. - Nasale: Bei den nasalen Lauten wird das Velum gesenkt, und die Luft strömmt (zum gröβten Teil) durch die Nase aus. - Frikative: (Englaute,Reibelaute) Bei der Artikulation wird eine Verengung im Ansatzrohr gebildet. Durch Turbulenz des Luftstroms entsteht der Reibelaut. - Laterale: Bei der Artikulation befindet sich die Zungenspitze am Zahndamm und behindert den Luftstrom in der Mitte des Mundes. - Vibrante: Es kommt zu einem Flattern der Artikulatoren - Affrikate: ist eine enge Verbindung eines Verschlusslautes mit einem Reibelaut . Die Plosion übergeht direkt in den Frikativ. O/ Stimmhaftigkeit: stimmhaft, stimmlos Abb. 5. Konsonanten: [6] 3.3.1. Die problematischen Konsonanten [7] Im Deutschen gibt es weniger Konsonanten als im Tschechischen. Nennen wir z.B.: die Laute [ ď ], [ ť ], [ ň ] oder das [ ř ], die im Deutschen überhaupt nicht existieren. Der gröβte Unterschied bei der Artikulation der Konsonanten ist, dass die deutschen Konsonanten gespannt (die Spannung der Sprechorgane) oder ungespannt sind. Es betrifft vor allem die Aussprache der Laute: [ p ] - [ b ], [ k ] - [ g ] und [ t ] - [ d ]. Bei den gespannten Konsonanten ([ p ], [ k ], [ t ]) achten wir auf die Behauchung. In deutschen Wörtern ist die Behauchung besonders am Anfang des Wortes hörbar. Gerade die ungespannte und unbehauchte Aussprache der gespannten Konsonanten gehört zu den häufigsten Fehlern von tschechischen Muttersprachlern. O/ Phonem: [ p ] Grapheme: p / pp / b (Auslautverhärtung) Beispiel: Puppe, Paar, halb Merkmale: der Verschlusslaut, gespannt, stimmlos, oral, bilabial, behaucht O/ Phonem: [ k ] Grapheme: k / ck / g (Auslautverhärtung), Fremdwörter: c, ch, kk Beispiel: klein, Computer, weg Merkmale: der Verschlusslaut, gespannt, stimmlos, oral, velar, behaucht O/ Phonem: [ t ] Grapheme: t / th / tt / dt / d (Auslautverhärtung) Beispiel: tanzen, bitten, gut Merkmale: der Verschlusslaut, gespannt, stimmlos, oral, dental, apico-alveolar, behaucht Bei der Realisierung dieser Laute ist die Behauchung und die Spannung der Sprechorgane wichtig. Die Behauchung ist besonders im Anlaut vor Vokalen deutlich. Die Behauchung kann man mit einem Blatt Papier, das man vor dem Mund hält, nachweisen. Die Laute [ p ] [ t ] und [ k ] sind die Gegenstücke zu [ b ] [ d ] und [ g ]. Diese Laute (b, d, g) sind nicht dem tschechischen: b, d, g identisch. Sie werden gespannter realisert – aber nicht als tschechische Laute: p, t, k . Die Stimmhaftigkeit ist nicht so stark wie im Tschechischen. Groβe Probleme kann die Aussprache des Konsonanten [ ŋ ] als Phonem mit sich bringen. O/ Phonem: [ ŋ ] Graphem: ng Beispiel: springen, Übung, Zunge Merkmale: der Verschlusslaut, stimmhaft, nasal, velar Die Einübung: Man legt den Zeigefinger auf die Zunge und versucht ein N zu realisieren. Im Deutschen geht es nicht nur um die Positionsvariante - ŋk oder - ŋg wie im Tschechischen. Man darf nicht nach dem [ ŋ ] K oder G artikulieren. Schwierig für tschechische Schüler sind auch folgende Konsonanten: der Ich – Laut [ ç ] und der Ach-Laut [ x ]. Ihre Artikulation im Deutschen ist anders als im Tschechischen. Dem deutschen Ach – Laut ist dem tschechischen -ch ähnlich, schwieriger für tschechische Schüler ist der [ ç ]. O/ Phonem: [ ç ] Grapheme: ch / - (i)g Beispiel: richtig, sprechen, ich Merkmale: der Engelaut, gespannt, stimmlos, oral, palatal Man artikuliert das [ ç ] nach den vorderen Vokalen [ i: , i , e: , ε: , ε, y:, Y, O/:, œ ], nach den Diphthongen: [ aַe ] und [ oַO/ ], nach den Konsonanten: l, r, n, in den Suffixen -chen, -ich, -ig, -igkeit. Die Einübung: Bei der Artikulation kann man mit J beginnen. In der Stellung J versuchen wir -ch- auszusprechen. (ähnlich mit š / ť ). O/ Phonem: [ x ] Graphem: ch Beispiel: Sprache, kochen, Buch Merkmale: der Engelaut, gespannt, stimmlos, oral, velar Man artikuliert den [ x ] nach den hinteren Vokalen [u: , υ, o , o:, a, a:] und nach dem Diphthong: [ aַo ]. Die Aussprache des [ x ] ist für tschechische Muttersprachler nicht schwierig. Es ist dem tschechischen -ch ähnlich. Auch die Aussprache des deutschen L ist nicht mit der Aussprache des tschechischen L identisch. O/ Phonem: [ l ] Grapheme: l /ll Beispiel: alt, sollen, Lied Merkmale: der Engelaut, ungespannt, stimmhaft, oral, alveolar, lateral Das deutsche L bildet man mehr vorne als tschechische. Die Zunge liegt an den Alveolen. Die Aussprache darf nicht palatal sein. O/ Phonem: [ pַf ] Graphem: pf Beispiel: Pfeffer, empfehlen Merkmale: Der Laut [ pַf ] gehört zu den Affrikaten. Diese Affrikate ist eine Verbindung eines Verschlusslautes mit einem Englaut. Im Tschechischen kommt se nicht vor. Die Bildung ist nicht schwierig. Man artikuliert [ pַf ] gespannt. Artikulation der Laute: [ r ] [ h ] ist im Deutschen anders als im Tschechischen. O/ Phonem: [ r ] Grapheme: r /rr Beispiel: Herr, rot, groβ Merkmale: Das R hat folgende Varianten: Zungenspitzen-R, Zäpfchen-R Das Zungenspitzen-R: [ r ] ist eine Vibrante - ungespannt, stimmhaft, oral, alveolar. Die Aussprache ist dem tschechischen R ähnlich, man muss die Vibration vermindern. Das Zäpfchen-R: [ R ] ist eine Vibrante - ungespannt, stimmhaft, oral, uvular. Im Tschechischen geht es um einen Fehler bei der Artikulation ( der Rhotazismus, Bohemicus ) O/ Phonem: [ h ] Graphem: h Beispiel: hell, haben, Gehalt Merkmale: der Engelaut, stimmlos, oral, laryngal Im Gegensatz zum Tschechischen ist das deutsche [ h ] stimmlos. Die Einübung: bei der Artikulation H haucht man auf die Hand (oder auf einen Spiegel - der Spiegel beschlägt.) Das sog. Dehnungs-H - bezeichnet die Länge von Vokalen. Man spricht es nicht aus. z.B.: sehen, ohne... 3.4. Assimilation Die Assimilation bedeutet Angleichung eines Lautes an einen anderen. Sie führt zu Veränderung an Lauten oder Lautgruppen. Im Deutschen geht es um die progressive Assimilation (der erste Konsonant beeinflusst den nachfolgenden Konsonanten) im Tschechischen dagegen gibt es die regressive Assimilation (der nachfolgende – zweite Konsonant beeinflusst den ersten Konsonanten.) 3.4.1. Assimilation der Artikulationsstelle - vor allem bei der Laute -n vor den Lauten -k- und -g-: z.B. Zunge [ŋ] 3.4.2. Assimilation der Artikulationsart - z.B.: Beim Zusammentreffen gleicher Engelaute oder gleicher Verschlusslaute (in zusammengesetzten Wörtern oder an der Wortgrenze) wird nur ein Verschluss oder Enge gebildet, z.B. voll laufen, Schifffahrt. 3.4.3. Assimilation im Grad der Stimmbeteiligung - z.B.:Stimmloser + stimmhafter Konsonant – der erste Konsonant bleibt stimmlos, der zweite verliert an Stimhaftigkeit z.B.: das Bild 3.4.4. Auslautverhärtung Am Wortende ändert sich der ungespannte, stimmhafte Konsonant in den gespannten stimmlosen Konsonanten. z.B.: Wir schreiben B; D; G aber sprechen P; T; K aus. z.B.: Vergleiche: das Bild x die Bilder 4. Suprasegmentale Ebene der Sprache 4.1. Akzent Man unterscheidet zwei Akzenttypen: den Wortakzent und den Satzakzent 4.1.1. Wortakzent: „ Der Wortakzent bzw. die Akzentuierung überhaupt ist eine mit Hilfe stimmlicher Mittel realisierte Hervorhebung von Silben. Die Hervorhebung konzentriert sich auf die Silbenträger, d.h. im wesentlichen auf Vokale bzw. Diphthonge“ [8] Man bezeichnet Deutsch als akzentzählende und Tschechisch als silbenzählende Sprache. Der deutsche Wortakzent macht den Tschechischsprechern besondere Schwierigkeiten. Es gehört zu den häufigsten Aussprachefehlern der tschechischen Muttersprachler, die automatisch alle Silben fast gleich stark aussprechen (so wie im Tschechischen). Von Anfang an muss man auf den starken Akzent achten. Der Wortakzent hat im Unterschied zu den akzentlosen Silben zur Folge: Vokaldehnung, richtige Arikulation der Laute und erhöhte Spannung der Muskeln bei der Artikulation. Der Wortakzent hat im Deutschen auch eine distinktive Funktion. Das heiβt er ist bedeutungsunterscheidend z.B.: überführen- /převést/ überführen-/usvědčit/ (vor allem bei den un-/trennbaren Verben.) Die betonten Silben sind deutlicher, melodisch abgesetzt und gespannter als die unbetonten. Der Akzent kann nicht auf der beliebigen Silbe liegen. Es gibt dazu feste Regeln: · bei einfachen (nicht erweiterten) Wörtern liegt der Akzent regelmäβig auf der 1. Stammsilbe z.B.: arbeiten, kaufen, Morgen... · die Präfixe -be, -ge , -emp, -ent, -er, -ver, -zer sind unbetont, (der Akzent kann nicht auf der unbetonten Silben liegen) z.B.: beachten, Gewässer, entdecken ... · bei trennbaren Verben liegt die Betonung auf der 1. Silbe z.B: durchlesen, abnehmen, einfallen... · bei untrennbaren Verben liegt der Akzent auf der Stammsilbe z.B.: unterbrechen, verfahren, übersegeln... · Bei zusammengesätzten Wörtern (Komposita), liegt die Hauptbetonung auf dem ersten Teil z.B.: Klassenraum, Wörterbuch, Fremdwort..., und die Nebenbetonung auf dem zweiten Teil. · Die Mehrheit der Fremdwörter ist endbetont z.B.: Patient, Redakteur... 4.1.2. Satzakzent Auf einer höheren prosodischen Ebene bezeichnet Akzentuierung die Hervorhebung von Wörtern innerhalb eines Satzes“ [9] Die Satzakzentuierung ist von dem Kontext im Text abhängig. Es ist schwer die Regel für die Satzakzentuierung festzusetzen. Es gilt, dass die neuen und wichtigsten Informationen im Satz akzentuiert werden. Artikel, Adjektive und Hilfsverben werden gewöhnlich nicht betont. 4.2. Reduzierung Man muss den starken Akzent einhalten, in solchem Fall kommt es zu der starken Reduktion. Vor allem werden folgende Suffixe reduziert: -e, -er, -en, -em, -es, -et, -el, -el. Es betrifft nicht nur die Suffixe, sondern auch einige Präfixe: be- , ge- ( mit dem [ ə ] ausgesprochen) er- , ver- , zer- (mit dem reduzierten R ausgesprochen) 4.3. Intonation „Als Intonation bezeichnet man den Verlauf der Sprechmelodie innerhalb einer Äuβerung“[10] Deutsch benutzt drei verschiedene Melodieverläufe: - fallende Intonation: wird bei den Aussagesätzen und Wortfragen verwendet. - steigende Intonation: verwendet man bei den Satzfragen (auch Entscheidungsfragen, und manchmal Wortfragen) - schwebende (progrediente) Intonation: benutzt man bei Pausen (z.B.: zwischen Hauptsatz und Nebensatz ) 4.4. Rhythmus „Der Rhythmus einer Sprache entsteht durch die spezifische Kombination von Akzenten und Pausen. Der deutsche Rhythmus zeichnet sich dadurch aus, dass es einen großen Unterschied zwischen betonten und unbetonten Silben gibt. Während die betonten laut, deutlich und mit einem Tonhöhenunterschied markiert werden, werden die unbetonten leise und reduziert gesprochen. „[11] 5. Phonetik und Didaktik Das Ziel des Fremdsprachenunterrichts begreift man wie den Erwerb der entsprechenden Sprachkompetenz. Der Schüler soll erforderliche Kenntnisse für fremdsprachliche Kommunikation beherrschen. Die Ausspracheschulung bei diesem Erwerb gilt als nicht zu viel wichtig. In der Schulpraxis widmet man die gröβte Aufmerksamkeit vor allem der Grammatik und dem Wortschatz und die Phonetik wird oft beeinträchtigt oder abgedrängt. 5.1. Grundprinzipien der Ausspracheschulung im Fremdsprachen- unterricht [12] O/ Sensibilisierung und Motivierung der Lernenden: Es ist für uns typisch: was interessiert uns, lernen wir leichter als das, was für uns uninteressant, schwierig, unangenehm und manchmal auch peinlich ist. O/ spielerischer Ansatz statt des Leistungsdrucks und der Leistungskontrollen: Der Leistungsdruck führt zur Angst (Sprachangst) und anschliesend zum Stress, infolgedessen die Motivation für das Lernen weg ist. Der Schüler soll mit Lust und efektiv lernen z.B.: das Spiel gehört zu den Mitteln, wie wir die Schüler motivieren können. O/ variierende Formen der Übungen: (Übungstypologie – Kap. 5.2.) O/ vernetztes Lernen: das heiβt: Phonetik nicht isolieren, sondern integrieren mit anderen Bereichen. (z.B.: Ortographie, Grammatik, Lexik, Poetik, Musik, Kinetik usw.) 5.2. Übungstypologie Die Ausspracheschulung ist vor allem mit dem Sprechen und Hören verbunden. Im Fremdsprachenunterricht sollte man lesen, sprechen und im Kontext wiederholen, was man schon gehört hat – so lernen wir die gute Aussprache. Wir können nur das sprechen, was wir schon einmal hören konnten. Für das Hören und das Sprechen bietet sich eine Reihe von Übungstypen an:[13] Bei der Ausspracheschulung kommt man vom Einfachen zum Schwierigen, wom Wichtigen zum weniger Wichtigen voran. 5.2.1. Vorbereitende Hörübungen Das Hören bedeutet im Fremdsprachenunterricht Erkennen, Einordnen, und Interpretieren. 5.2.1.1. Eintauchübungen – Hörtexte zum Einfühlen in den Klang der Sprache 5.2.1.2. Diskriminationsübungen – Übungen zu der Unterscheidung zwischen zwei ähnlich klingenden Lauten. Das kann an Wortpaaren erklärt werden. 5.2.1.3. Identifikationsübungen – Übungen zum Erkennen der fremdsprachigen geübten Laute 5.2.2. Angewandte Hörübungen Es handelt sich um verschiedene Aufnahmen mit Texten, Dialogen, Liedern, die das verstehende Hören trainieren. Es geht hier um den Inhalt (verstehendes Hören). 5.2.3. Vorbereitende Sprechübungen 5.2.3.1. Einfache Nachsprechübungen 5.2.3.2. Kaschierte Nachsprechübungen - man variiert das vorgegebene Sprachmuster 5.2.3.3. Produktive Übungen 5.2.4. Angewandte Sprechübungen 5.2.4.1. Vortragen 5.2.4.2. Lesen eigener oder fremder Texte (bzw. Gedichte) 5.2.4.3. freies Sprechen – kommunikative Sprechübungen 5.3. Lehrmaterialien und Unterrichtsmittel[14] Ich muss erwähnen, dass das Angebot an phonetischen Übungen in den Lehrbüchern am meisten sehr begrenzt ist. Der Lehrer ist gezwungen auf andere Materialien zurückzugreifen. Der Lehrer kann verschiedene Lehrmaterialien benutzen. Es geht nicht nur um gedruckte Materialien (verschiedene Artikel, phonetische Übungen, Büchern, Zeitschriften, Arbeitsblätter usw.). Auβer gedruckten Materialien können andere Medien im Sprachunterricht eingesetzt werden. Visuelle Mittel: Palatogramme, Lippenbilder, Sagittallschnitte und Videos, Filme Auditive Mittel: Kassetten, Tonbänder, Schallplatten, CDs Audiovisuelle Mittel: Filme, Videos, Software Die Materialien sollten: O/ didaktisch gut erarbeitet und anschaulich sein O/ kreativ und spielerisch sein (Gedichten, Abzählreimen, Spielen, Einsatz des ganzen Körpers) O/ mit anderen Bereichen (Grammatik, Wortschatz, Stilistik) integriert sein O/ an bekannten Wortschatz und Grammatik anknüpfen Die Aussprache des Lehrers soll ein Vorbild für die Aussprache der Schüler sein. Zum hochwertigen Sprachunterricht kann nicht nur der Lehrer beitragen, sondern auch das hochwertige, metodisch gut bearbeitete Lehrbuch. Die neue Aussprache muss ausprobiert, spielerisch trainiert und geübt werden. II. Der praktische Teil Im praktischen Teil meiner Diplomarbeit beschäftige ich mich mit der phonetischen Analyse eines tschechischen und eines deutschen Lehrwerkes. Für Lehrwerkanalyse habe ich folgende Lehrwerke gewählt: „Delfin“ und „Německy s úsměvem nově“. Es geht um für mich bekannte Lehrwerke, die ich benutze oder benutzt habe. Ich versuche diese Lehrbücher aus phonetischer Sicht zu beschreiben und zu vergleichen. 1. „Německy s úsměvem nově“ Das Lehrwerk „ Německy s úsměvem nově“ von den Autoren: „PhDr. Dana Drmlová, PhDr. Božena Homolková, Ing. Drahomíra Kettnerová und PhDr. Lea Tesařová“, mit Ilustrationen von „Markéta Holečková“ ist neu bearbeitete Ausgabe des Buches „Německy s úsměvem“, die von Fraus Verlag in Pilsen ausgegeben wurde. Es geht um einbändige Ausgabe. Das Lehrwerk besteht aus folgenden Teilen: Lehrbuch, Arbeitsbuch, Kassetten oder CDs mit den Hörverstehenstexten und Sprechübungen. Německy s úsměvem ist für Jugendliche ab etwa 15 Jahren bestimmt. Die Schüler brauchen keine Vorkenntnisse für die Arbeit mit diesem Lehrbuch. Sie sollten das Lernniveau B2 erreichen. 1.1. Die Beschreibung des Lehrwerks Das Lehrbuch ist in 22 Lektionen aufgegliedert. Seine Aufgabe ist die kommunikative Bewältigung der Sprache. Nach den Autoren führt das Buch zum Erweb der Fertigkeiten – sich in den üblichen Lebenssituationen verständigen z.B.: Vorstellung, zu Besuch, im Geschäft, im Restaurant, im Hotel, beim Arzt, auf der Post, mein Arbeitstag usw. . Man nimmt die grundlegenden grammatischen Kategorien durch, die für die sprachliche Kommunikation wichtig sind. Groβe Aufmerksamkeit widmen die Autoren der Fertigkeit Sprechen, Hören und Lesen. (In jeder Lektion wird Hör- und Leseverstehen durchgeübt.) Im Lehrbuch kann man finden: neue aktualisierte Texte, Teste und phonetische Übungen zu jeder Lektion, Audioaufnahmen von den deutschen Muttersprachlern usw. Im Arbeitsbuch finden die Schüler: Ergänzungsübungen, Teste, Schlüssel zu den Übersetzungsübungen und den Kreuzworträtseln. 1.2. Die Ausspracheschulung im Lehrbuch „Německy s úsměvem“ Die Ausspracheübungen sind im Lehrbuch integriert und haben ihren festen Platz – die erste Übung im Teil „Cvičení“ (Übungen). In der Lektion 1-10 üben die Schüler neue schwierige und problematische Vokabeln durch. Ab Lektion 11 übt man die Aussprache der einzelnen phonetischen Erscheinungen ein, gleichzeitig wiederholt man die Grammatik. Am Anfang ist der Überblick der deutschen Phonetik zur Verfügung (siehe Anhang). Lektion 1 In der 1. Lektion üben die Schüler einfache Grundsätze. Sie lernen zum erstenmal die deutsche Aussprache kennen. Diese Lektion orientiert sich nicht auf problematische Laute, trotzdem kann man hier einige finden. Der Lehrer soll vor allem auf folgende Laute hinweisen. Z.B.: [ h ] – Hallo, wie heiβen Sie? Mein Name ist Heike. ; [ o: ] – wo, wohnen; [ aַe ] – eigentlich, Heike, begleiten; [ ç ] – ich, dich, natürlich, eigentlich; usw. Lektion 2 In dieser Lektion beginnt die Einübung einzelner Laute, die für tschechische Muttersprachler schwierig sind. Die Schüler üben zuerst ein schwieriges Wort und danach das Wort (bzw. schwierige Wörter) im Satz. Man übt vor allem diese Laute: - Vokalisiertes R: wir – hier – Wir sind hier.; wer – er – Wer ist er?; Man muss vor allem auf starke Betonung der betonten Silben achten. - [ ç ]: nicht – leicht – Es ist nicht leicht. – natürlich – ledig – Sie ist natürlich ledig. Lektion 3 Im Deutschen unterscheidet man lange und kurze Vokale. Man muss vor allem darauf achten, dass kurze Vokale offen und lange Vokale geschlossen sind. (mit einer Ausnahme: [ ε: ]). Nach der Aufgabenstellung soll man vor allem lange Vokale artikulieren und üben. z.B.: wer – geht – Wer geht auch? – sehr – schwer – Das ist sehr schwer. Lektion 4 Das weitere Merkmal der Vokale ist Rundung bei ihrer Artikulation. Das heiβt, das die Vokale entweder gerundet oder ungerundet sind. Man übt in dieser Lektion gerundete Vokale: – ö – und – ü – , die im Tschechischen nicht vorkommen. ö: hören – Hören Sie mich?; können – lösen – Können Sie es lösen? Ü: fünf – Stück – Bitte, fünf Stück Kuchen.; – üben – müssen – Jetzt müssen wir üben. Lektion 5 Die Autoren befassen sich wieder mit dem vokalisierten R. In der Aufgabenstellung finden wir, dass wir auf die Aussprache des reduzierten R achten sollten. Man muss vor allem zwischen dem Konsonant [ r ] und dem Vokal [ ] unterscheiden. z.B.: schwer – sehr schwer – Es ist sehr schwer. – Herr Ober – Rinderbraten - wir – Bier – vier Bier – Wir holen vier Bier. Lektion 6 In dieser Lektion übt man vor allem den Akzent. Meine Meinung nach, sollte man schon von Anfang auf den Akzent achten. Im ersten Teil (a) geht es vor allem um Fremdwörter, wo die Betonung meistens am Woretende liegt. Der Akzent ist im Wort kennzeichnet. z.B.: die Toilette, der Computer, das Semester Im zweiten Teil (b) geht es vor allem um untrennbare Verben, wo der Akzent auf der unbetonten Silbe nicht liegen kann. z.B.:– erzählen – beginnen – erklären – besuchen – Wir besuchen ihn. Der deutsche Akzent ist für tschechische Mutterpsrachler sehr schwierig und kompliziert. Lektion 7 Ausspracheübung in dieser Lektion hat zwei Teile: der erste Teil widmet sich den kurzen und vor allem langen Vokalen. Man kann hier sehr gut beobachten und sehen die Unterschiede in der Länge der Vokale. z.B.: Frühling – müde – Im Frühling bin ich müde. – weh – Tut es weh? Der zweite Teil übt wieder den Akzent bei den Fremdwörtern und untrennbaren Verben. z.B.: Der Patient holt sein Rezept. – Wo ist das Labor? – geschlossen – geöffnet – Ergebnis Lektion 8 In dieser Übung sollen die Schüler die gespannten Konsonanten [ k ], [ t ] und [ p ] üben. Bei der Artikulation achten wir vor allem auf die Behauchung, die besonders am Anfang hörbar ist und auf die Spannung der Sprechorgane. [ k ]: können - kommen - Können Sie kommen? - kann - Ja, ich kann kommen. [ t ]: die Tasche – teuer – Ist die Tasche teuer? [ p ]: der Pulli – passen – Wie passt der Pulli? Der zweite Teil widmet sich wieder dem Akzent bei den Fremdwörtern und den untrennbaren Verben. Lektion 9 Die Schüler üben in dieser Lektion den Knacklaut. Für tschechische Muttersprachler ist die Artikulation des Knacklautes nicht schwierig, aber man muss seine Artikulation einhalten. Beispiele: Was ist das? Das ist eine Postkarte. Klappt es? Ich hoffe, dass es klappt. Lektion 10 In dieser Übung wird noch einmal das vokalisierte R geübt. Auβerdem tretten in dieser Übung die Laute auf, die für unsere Schüler problematisch sind. (ö, ü, e: ) z.B.: für – wofür – gröβer – er – Peter – sehr – der Lektion 11 Mit den Lauten -ö- und -ü- beschäftigt sich auch die übung in der Lektion 11. ü : müssen – überreden – Wir müssen sie überreden. – fünf – Es ist bald fünf. ö : möchte – Ich möchte etwas sagen. Lektion 12 „Übung 1 Sprechen Sie richtig aus. nicht – rechtzeitig – Er kommt nicht rechtzeitig. – mich – unmöglich – Das ist für mich unmöglich. – ich – Pech – Ich habe immer Pech. – dich – nicht – langweilig – Ist es für dich nicht langweilig? – versprechen – Versprechen Sie es nicht! – ich – nicht – fertig – Ich bin noch nicht fertig. – besichtigen – Sehenswürdigkeiten – Wir besichtigen viele Sehenswürdigkeiten. – befürchten – ein bisschen – Ich befürchte es ein bisschen. – verzichten – Ich verzichte nicht darauf.“ (Německy s úsměvem nově, S. 211) In dieser Übung geht es um die Einübung des Ich-Lautes. Die Artikulation dieses Lautes kann die Probleme verursachen. Ich möchte nur empfehlen, den Ach-Laut in diese Übung einzureihen. Die Schüler können die Unterschiede zwischen Ach- und Ich-Laut begreifen und durchüben. Lektion 13 Diese Übung konzentriert sich auf die richtige Aussprache einiger Vokale. Es geht vor allem um folgende Vokale: [ e: ] und [ o: ]. In beiden Fällen geht es um stark gespannte Vokale, die im Tschechischen nicht vorkommen, darum ist ihre Einübung sehr wichtig. [ e: ]: er – erleben – mehr – Er erlebt es nicht mehr. – er – überreden – Er will sie überreden. [ o: ]: groβ – riesengroβ – Das ist riesengroβ. – wer – gehen – Oper – Wer geht in die Oper? Lektion 14 In der Lektion 14 üben wir wieder die Aussprache des reduzierten R. Wir sollten auf den Wortakzent achten. Beispiele: dieser – leichter – Dieser ist leichter. – versprechen – wir – dir - Das versprechen wir dir. Lektion 15 Die Schüler sollen die gerundeten Vokale (ö und ü) gut aussprechen. Sie sollten vor allem die lange und kurze Variante berücksichtigen und einhalten. [ y: ] oder [ Y ] – überhaupt – günstig – Das ist überhaupt nicht günstig. – fünfzehn – Schüler – übernachten – Fünfzehn Schüler übernachten hier. [ O/: ] oder [ œ ] – können – aufhören – Wir können jetzt aufhören. – schön – Schlösser – Hier gibt es schöne Schlösser. Lektion 16 Diese Ausspracheübung hat zwei Teile: der erste Teil (a) konzentriert sich auf den Ich-Laut. Die Autoren hinweisen darauf: („Vyslovujte správně měkké ch.“). Beispiele: sich befinden – das Gässchen – Wo befindet sich das Gässchen? – besichtigen – die Kirche – Wir besichtigen diese Kirche. „Übung 1 Teil b) Sprechen Sie richtig aus. b) Vyslovujte s rázem. – (Sprechen Sie mit dem Knacklaut aus.) Wer ist das? – Was ist er? – Wie ist es? – Wo ist er? – unter uns – vor allem – zuerst – ein anderer – ein andermal – der Erste – das Erste – die Erste – hintereinander – miteinander – nebeneinander – beenden – veranstalten – verabschieden – verabreden – gearbeitet – erinnern – das Ereignis – der Aufenthalt – der Erwachsene „ (Německy s úsměvem nově, S. 279) Die Artikulation des Knacklautes bringt keine Probleme mit sich. Man artikuliert den Knacklaut [ | ]: a) zwischen zwei Vokalen z.B.: be | achten; wie | ich b) zwischen dem Konsonant und Vokal z.B.: zum | Essen; er | innern Lektion 17 Ziel der Übung in dieser Lektion ist zweierlei: a) die Vokale durchüben und b) das velare [ ŋ ] vorstellen und einüben. Übung 1. Sprechen Sie richtig aus. b) die Gruppe „-ng-“ Verzeihung, wir haben eine Verspätung. – Ich bekomme keine Verbindung – Das ist eine lange Schlange. – Drängen Sie sich nicht vor! – Hier ist es zu eng. – Sie sind aber streng. – Der Junge hat Hunger. – Ich bringe es ihm in die Wohnung. – Wie war die Vorstellung? – Wie ist Ihre Meinung? (Německy s úsměvem nově S.296) Der Laut [ ŋ ] kann für tschechische Schüler schwierig sein. Wir sollen vor allem darauf achten, nach diesem Laut K oder G nicht zu artikulieren. Lektion 18 In dieser Übung üben die Schüler ein paar phonetische Erscheinungen: kurze und lange Vokale, gerundete und ungerundete Vokale, gespannte und ungespannte Vokale und der gespannte Konsonant [ k ] Beispiele: er – war –hier – Er war hier. – er – sehr –überrascht – Er war sehr überrascht. – der König – können – kochen – kurz – küftig – die Kinder Lektion 19 Hier wird die Aussprache von gerundeten und ungerundeten Vokalen thematisiert. Nach den Autoren sollen die Schüler – e – und – ö – (im ersten Teil) und – i – und – ü – (im zweten Teil) unterscheiden. a) e oder ö – lesen – lösen, sehen – Söhne, kennen – können, Ich höre das Meer. Wir lösen das Rätsel. Möchten Sie Tee? b) i oder ü – wir – Glück – Wir hatten Glück. – sie – sieht – übermorgen – Sie sieht ihn übermorgen. – sie – wünschen – Was wünschen sie sich? Lektion 20 In dieser Übung werden noch einmal a) die gespannten und ungespannten Vokale und b) der Knacklaut geübt. Man kann hier teilweise auch den Wortakzent üben. a) dir – der, mir – mehr, Wie geht es Ihnen? Ich verstehe nicht. b) abnehmen – aufgeben – diesmal – Ausgabe – Berghütte – Mittagessen; Was ist das? Das ist mein Führerschein. Lektion 21 Diese Übung ist in drei Teile geteilt. Im ersten Teil kann man den Unterschied zwischen gerundeten und ungerundeten Vokalen deutlich sehen. Der Vokal ist hier bedeutungsunterscheidend. Beispiele: vier – für, Kiel – kühl, Tier – Tür, fielen – fühlen Der zweite Teil beschäftigt sich mit der Einübung der Vokale, der Diphthonge und dem Knacklaut. z.B.: um eins - auf einmal - er auch - in Europa Im dritten Teil üben die Schüler geographische Termini und gleichzeitig auch Vokale und Diphthonge. z.B.: Frankreich, Paris, Brüssel, die Vereinigten Staaten, Europa, Asien, Australien Lektion 22 Diese Übung orientiert sich an: a) den Wortakzen bei Fremdwörtern und an ihre Aussprache, b) den Unterschied zwischen langen und kurzen oder gerundeten und ungerundeten Vokalen. a) der Terrorismus – der Terrorist – die Katastrophe – der Fanatismus – der Idealismus – die Humanität – global usw. b) wohl – voll, Schoβ – Schloss, Rassen – Rasen, Glied – glitt, Teller – Täler, kenne – können, schon – schön usw. 1.3. Zusammenfassung der Ausspracheschulung im Lehrbuch „Německy s úsměvem nově“ Nachteile - Die Übungen sind trocken und langweilig. - Es fehlen einige phonetische Erscheinungen, die diese Einübung erfordern, oder sie treten selten auf – z.B.: Diphthonge, Laute: L, R, H… - Die Autoren sollten einen gröβeren Raum, bzw. mehrere Ausspracheübungen der suprasegmentalen Ebene der Sprache widmen – das heiβt, den Wortakzent (nicht nur bei den Fremdwörtern), den Satzakzent, die Sprechmelodie usw. zu üben - Die Aufgaben orientieren sich nur auf Hören und Nachsprechen. Sie sind nicht mit anderen Bereichen wie z.B.: Stilistik, Poetik, Musik usw. verbunden. - Die Schwierigkeit und die Anforderungen erhöhen sich nicht oder nur wenig. - Einige phonetische Erscheinungen wiederholen sich ständig und ihre Anforderungen bleiben aber gleich. Sie sind im Lehrbuch an verschiedenen Stellen zu finden. - Für die Ausspracheschulung wird kein Text bestimmt, es handelt sich um Einzelwörter, bzw. um kurze einfache Sätze. - Man findet hier keine kreative oder spielerische Ausspracheübungen (Gedichte, Lieder, Abzählreime oder Spiele) Vorteile - Die Ausspracheübungen sind für tschechische Muttersprachler bestimmt, deshalb werden konkrete problematische Laute bzw. der Akzent geübt. - Es wird hier der Wortschatz der Lektionen geübt und wiederholt. - Es gefällt mir, dass der Überblick der deutschen Phonetik (am Anfang des Buchs) zur Verfügung steht . Die Schüler können ihn im Bedarfsfall wieder anschauen. - Alle phonetischen Übungen kann man auf CDs finden, die von den deutschen Muttersprachlern ausgesprochen sind. - Bei manchen Ausspracheübungen geben die Autoren an, was die Schüler einüben sollen, welche Laute für sie schwierig sein können. - Bei der Einübung der problematischen Laute können sich die Schüler zuerst den problematischen Wörtern widmen, die später in den Sätzen verwendet sind. - Die Übungen knüpfen an bekannten Wortschatz und Grammatik an. 1.4. Übersicht der Ausspracheschulung im Lehrbuch „Německy s úsměvem“ Leider steht im Lehrbuch keine Übersicht der Ausspracheübungen zur Verfügung. Ich versuche sie zu erstellen. Lektion: Ausspracheschulung: Lektion 1 der neue schwierige Wortschatz; Laute: z.B.: [ h ] [ o: ] [ aַe ] [ ç ] Lektion 2 vokalisiertes R; [ ç ] Lektion 3 lange und kurze Vokale Lektion 4 gerundete Vokale: ö und ü Lektion 5 vokalisiertes R Lektion 6 Akzent bei Fremdwörtern und untrennbaren Verben Lektion 7 lange und kurze Vokale, Akzent bei Fremdwörtern und untrennbaren Verben Lektion 8 gespannte Konsonanten [ p ], [ t ] und [ k ], Akzent bei Fremdwörtern und untrennbaren Verben Lektion 9 der Knacklaut Lektion 10 vokalisiertes R, [ ö ], [ ü ] und [ e: ], Lektion 11 gerundete Vokale [ ö ] und [ ü ] Lektion 12 [ ç ]: Ich – Laut Lektion 13 gespannte Vokale [ e: ] und [ o: ]. Lektion 14 vokalisiertes R Lektion 15 lange und kurze Variante der gerundeten Vokale: ö und ü Lektion 16 [ ç ], der Knacklaut [ | ] Lektion 17 das velare [ ŋ ], Vokale Lektion 18 kurze und lange - gerundete und ungerundete - gespannte und ungespannte Vokale, der Konsonant K Lektion 19 Vokale: – e – und – ö – – i – und – ü – Lektion: Ausspracheschulung: Lektion 20 gespannte und ungespannte Vokale, der Knacklaut Lektion 21 Gerundete und ungerundete Vokale, Vokale, Diphthonge, der Knacklaut Lektion 22 Der Wortakzen bei Fremdwörtern, lange und kurze – gerundete und ungerundete Vokale, 2. „Delfin" Das Lehrwerk „ Delfin “ von den Autoren: „Hartmut Aufderstraβe, Juta Müller und Thomas Storz“, mit Ilustrationen von „Frauke Fährmann“ ist zweibändig, Es wurde von Max Hueber Verlag in Ismaning herausgegeben. Das Lehrwerk besteht aus folgenden Teilen: Lehrbuch, Arbeitsbuch, Lehrerhandbuch, CDs – mit Texten für Hörverstehen und 2 CDs mit Ausspracheübungen, Internet-Service (mit Online-Angeboten für Lehrende und Lernende – http://www.hueber.de/delfin/) Delfin ist für 15-19-jährige Schüler bestimmt, die noch keine Vorkenntnisse haben. Nach den Autoren - entspricht Delfin (Teil 1 + 2) der Niveaustufe B1 im europäischen Referenzrahmen und führt zum „Zertifikat Deutsch“. Für die Analyse habe ich den ersten Teil gewählt. Die Beschreibung des Lehrwerks Das Lehrbuch Delfin – Teill 1 besteht aus 10 Lektionen. Jede Lektion beginnt mit „Eintauchen“ – wo die neue Grammatik und das Thema eingeführt wird. Einzelne Lektionen konzentrieren sich auf 4 Fertigkeiten – Lesen, Hören, Sprechen und Schreiben. Diese Fertigkeiten werden vermittelt, systematisch und intensiv trainiert und geübt. O/ Eintauchen: Man soll das Neue auf dem bereits Bekannten aufbauen. Die Übungen im Eintauchen entdecken neue Themen und Grammatik, die man in den weiteren Teilen und im Arbeitsheft üben kann. Es geht darum, neue grammatische Regeln selbst zu finden und sie dann besser zu verstehen und zu behalten. Die Lektionen behandeln folgende Themen: „Menschen und Reisen; Leute, Leute; Wohnen und Leben; Wer will, der kann; Orientierung und Wege; Alltag; Feste und Feiern; Essen und Trinken; Umzug und Einrichtung; Mode und Geschmack“. O/ Lesen: konzentriert sich nicht nur auf das Verständnis des Inhaltes und die Einübung der Lese- und Verstehensstrategien, sondern auch auf die Erweiterung des Wortschatzes in der Lektion und die Grammatikvermittlung. Zu jedem Text gibt es ein paar Übungen, die das Leseverstehen testen. O/ Hören: Zu jeder Übung stehen die Audioaufnahmen auf den CDs zur Verfügung. Man entwickelt nicht nur seine Hörkompetenz, sondern man kann durch den anderen Akzent (Wort- und Satzakzent), Sprechtempo, Lautstärke usw. in der natürlichen Situation hören. Durch das Hören lernt man auch die richtige Aussprache. O/ Schreiben: In diesen Kapiteln findet man auch Impulse für kreatives Schreiben. Die Schüler lernen verschiedene Stile kennen (z.B.: Beschreibungen, Briefe, Notizen, Erzählungen, Karten…)Natürlich gibt es für die Schreibarbeiten erforderliche Vorlagen. Man kann auch neue Grammatik und Wortschatz einüben. O/ Sprechen: Warum soll man sich mit der Aussprache beschäftigen, habe ich schon erwähnt und beschrieben. Man kann die Aussprache mit Hilfe der Einzelwörter, kurzen Sätze und kurzen Texte üben. Die Schüler beschäftigen sich mit kurzen Dialogen, die sie später modifizieren und anwenden können. Zu diesem Lehrwerk gehören fünf CDs, die für Fertigkeiten Hören und Sprechen bestimmt sind – sie enthalten die Hörverstehentexte und Diktate und auβerdem die Sprechübungen zur Einübung der richtigen Aussprache. Die Ausspracheschulung im Lehrbuch „ Delfin “ Wie ich schon erwähnt habe, stehen alle Ausspracheübungen unter dem Kapitel „Sprechen“ zur Verfügung. Die Autoren widmen dieser Fertigkeit in jeder Lektion eine Doppelseite. Lektion 1. Übung 10: viele Laute bzw. Lautverbindungen sind für Schüler entweder fremd oder werden anders ausgesprochen als in der Muttersprache. Sie können Schwierigkeiten bereiten. Wahrscheinlich deshalb beschäftigen sich die Autoren bereits in der ersten Übung mit der Aussprache aller Laute, die im Deutschen vorkommen – mittels des Alphabets. Die Schüler sollen die Buchstaben hören und nachsprechen. In dieser Übung kann der Lehrer die deutsche Aussprache und ihre für Tschechischsprecher problematische Laute vorstellen und durch ihre Artikulation erklären. Die Schüler können die authentische Aussprache von den deutschen Muttersprachlern hören und mit dem Lehrer üben. Übung 11: hat 3 Teile. Die Schüler sollen Wörter hören, nachsprechen und buschstabieren Teil a) Die Schüler üben das Alphabet. Es geht vor allem um einfache aber auch zusammengesetzte Wörter, die im ersten Lektion vorkommen. Teil b) In diesem Teil übt man die Vokale mit Umlaut – ä, ö und ü. Der Laut ä bereitet den tschechischen Schülern keine Schwierigkeiten, aber dieses gilt nicht für die Lauten ö und ü. Teil c) Der Teil c) widmet sich der Aussprache der Diphthonge. Der Lehrer soll auf schwierige Artikulation hinweisen – vor allem darauf, dass man den ersten Teil des Diphthongs stärker artikulieren muss. Es gefällt mir sehr, dass die Schüler verschiedene Grapheme der Diphthonge bzw. Vokale vergleichen können. Ü11. Teil c) neun neunzehn Auto Frau träumen Verkäufer au: äu eu zwei allein Kai Thailand ai ei Übung 12 und 13: Diese Übungen, die mit Grammatik verbunden sind, beschäftigen sich mit den Zahlen 1 – 100, die die Schüler hören und nachsprechen sollen. Die Aussprache der Zahlen können für die tschechischen Muttersprachler Probleme darstellen, weil verschiedene Vokale und Diphthonge in groβen Menge erscheinen. Übung 14: Die Schüler sollen zuhören und in den Text die Zahlen ergänzen, die das Alter der Personen ausdrücken. Es geht um einfache Sätze, die nicht nur Aussprache und Zahlen, sondern auch Sprechen und Hören üben. Übung 15: Diese Übung orientiert sich auf den Satzakzent. Man soll die betonten Wörter unterstreichen. Es gibt hier 2 Gespräche – im ersten Gespräch ist die Satzbetonung schon gekennzeichnet, im zweiten markieren sie die Schüler. Man erkennt, was im Satz wichtig ist. Übung 15. Gespräch a) o Noll, Guten Tag. § Hallo Jörg. Hier ist Claudia. o Hallo Claudia. Wo bist du? § In München. Ich bin in München. o Wann kommst du? § Morgen. Lektion 2 Übung 14: Die Schüler sollen die Zischlaute üben. Meine Meinung nach, haben die tschechischen Mutterspracher dabei keine Probleme, weil diese Laute auch im Tschechischen existieren. Übung 15: Man übt die Satzbetonung. Der Satzakzent kann je nach dem Sprecher unterschiedlich sein. Die wichtigsten oder neuesten Informationen sind durch die Satzbetonung hervorgehoben. Im Satz können unterschiedliche akzentuierte Wörter sein. Beispiel: Volker studiert. - Volker studiert in Berlin. Er kann zeichnen. - Er kann Gesichter zeichnen. Natascha arbeitet. - Natascha arbeitet in Hamburg. Sie kann spielen. - Sie kann Klavier spielen. Übungen 16 und 17: Im Kontext üben die Schüler die Satzbetonung und die Aussprache ein. Sie sollen die Vorstellungsgespräche variieren. Die Schüler können eine Rolle im Gespräch übernehmen. Lektion 3 Übung 10: Diese Übung ist mit Grammatik verbunden. Die Schüler sehen die Unterschiede zwischen dem Singular und dem Plural, dabei üben sie das –ü– , das im Tschechischen nicht vorhanden ist. Diese Übung enthält auch die Aussprache der langen und kurzen Vokale, der reduzierten Laute usw. Übung 11 konzentriert sich auf die unterschiedliche Aussprache des –st– . Der Lehrer soll darauf hinweisen, dass das –st– am Wortanfang als –št– ausgesprochen wird. Nach der Aufgabenstellung sollen die Schüler die Wörter hören, nachsprechen und in die Tabelle ordnen. Beispiel: Stuhl Pflaster brauchst Stuhl Pflaster brauchst studieren findest Stadt Straβe möchtest Post … Übung 12: Ähnlich wie in der Übung 11 wird die unterschiedliche Aussprache von –sp– geübt. Die Aussprache des –st (bzw št – )und des –sp (bzw. šp– ) ist für Tschechischsprecher nicht schwierig. In der Übung 13 wird das –ü– geübt. Wir sollen den Schülern sagen, dass man das Y im Deutschen wie das Ü ausspricht. Beispiel: Sie übt Physik. Frau Fischer schreibt ein X und ein Y. Er übt für Olympia. Die Leute hier sind sympathisch. Die Physikbücher sind teuer. Viele Grüβe und Küsse schickt Lydia. Übungen 14 und 15: Die Satzakzentuierung wird schon in der Lektion 2 eingeübt. Die Schüler sollen die betonten Wörter markieren und die Sätze nachsprechen. Übungen 16 und 17 sind den Gesprächen zum Thema: „Einkaufen“ gewidmet. Lektion 4 Übung 12: Diese Übung konzentriert sich auf die Wortbetonung bei trennbaren Verben. Der Lehrer soll auf den Wortakzent hinweisen und ihn erklären – vor allem das, wo er liegt. Bei trennbaren Verben trägt den Wortakzent die trennbare Vorsilbe. In dieser Übung üben die Schüler zuerst die Wortbetonung in der Grundform und gleich nachher in einen kurzen Satz, wo die trennbare, akzentuierte Silbe am ende der Satz steht. Im Wörterbuch des Lehrwerkes („Wortliste“) sind trennbare Verben durch einen Punkt zwischen der trennbaren Silbe und dem Verbstamm kennzeichnet. Es gefällt mir, dass diese Übung mit Grammatik verbunden ist. Sie ist mit den Bildern ergänzt, nach denen auch die Wortbedeutungen leicht verständlich sind. Beispiel: shlafen Die Katze schläft. witerschlafen Sie schläft weiter. aufwachen Sie wacht auf. aufstehen Sie steht auf. Übung 13: In dieser Übung widmet man sich der richtigen Aussprache des [ ç ] und des [ x ]. Schon in der Aufgabenstellung weisen die Autoren darauf hin, dass man auf das „ch“ achten soll, aber keine Details oder Anweisungen zu der Einübung der richtigen Aussprache. Der Lehrer soll den Unterschied in der Aussparche des Ich-Lautes [ ç ] und des Ach-Lautes [ x ] und ihre Bildung gut erklären. Es ist wichtig auf die Einübung der richtigen Aussprache vor allem des Ich – Lautes zu achten, weil er im Tschechischen nicht existiert und seine Bildung für tschechische Muttersprachler sehr schwierig ist. In dieser Übung können wir beide Varianten des – ch – sehen und üben. Beispiel: Das ist Jochen. Er kann kochen. Das ist Jochen. Er möchte kochen. Er sucht das Buch. Er braucht ein Taschentuch. Was braucht er noch? Er braucht einen Topf. Jochen ist glücklich. Die Kartoffeln sind gerade richtig. Jochen isst acht. Das Krokodil lacht. Die Schlange wacht auf. Die Spinne auch. Jochen, du brauchst Licht. Siehst du die Schlange nicht ? Übung 14: Die Phonetik steht hier im kurzen Dialog zur Verfügung. Man übt mehrere phonetische Erscheinungen. Es geht nich nur um für tschechische Muttersprachler problematische und schwierige Laute (z.B.: Ich – Laut, Vokale) sondern auch um die Intonation der Aussage- und Fragesätze. Es gefällt mir die Verbindung mit der Grammatik (Konjugation der unregelmäβigen Verben) und mit der Syntax (Satzklammer in den Aussage- und Fragesätzen). In den Übungen 15 und 16 sollen die Schüler zwei Gespräche hören und variieren. Sie haben verschiedene Ausdrücke zur Verfügung, die sie verwenden können. Ich empfehle diese Gespräche zu zweit einzuüben. Der Lehrer hilft den Schülern, kontrolliert ihre Arbeit und richtige Aussprache. Lektion 5 Übung 12: Meiner Meinung nach, ist diese Übung für die Einübung der Grammatik mehr geeignet als für die Ausspracheschulung. Die Schüler sollen nach der Bedeutung richtige Verbformen ergänzen (sitzen – setzen, liegen – legen, stehen – stellen). Trotzdem kommen hier einige Laute vor, die wir mit den Schülern einüben können. Es geht um folgende Laute: L, gespannte und behauchte Konsonanten P,T und K, Diphthong [ aַe ] und vokalisertes R Übung 13: Es geht wieder vielmehr um eine grammatische Übung, die mit der Ausspracheschulung und Fertigkeit „Hören“ verbunden ist. Die Laute M und N, die die Schüler in den Lückentext ergänzen sollen und die in dieser Übung sehr oft auftreten, sind für tschechische Muttersprachler nicht schwierig. Übungen 14 und 15: Diese Übungen sind für unsere Schüler besonders wichtig. Es geht nicht um die Einübung der problematischen Laute, trotzdem ist in diesem Fall die Aussprache sehr wichtig. Wichtig ist vor allem das Thema „Wie komme ich zu…?“, wo die Wegbeschreibung und typische Ausdrücke geübt werden sollen. Diese Übung bietet uns die Möglichkeit eines spielerischen Ansatzes. Lektion 6 In der Übung 9 soll man die Partizipien nach der Länge in zwei Teile unterteilen. Man soll die Partizipien gut aussprechen, weil die schlechte Aussprache zu Missverständnissen führen kann. Für die Einübung der kurzen und langen Vokale scheint mir diese Übung sehr geeignet. Vor allem achten die Schüler auf folgende Laute: e: und o:. Bei der Artikulation beider Vokale achten wir auf die Spannung der Muskeln. Übung 10: Diese Übung hat 2 Teile. Im ersten Teil sollen die Schüler die betonten – also die wichtigen Wörter im Satz hören und markieren. Im zweiten Teil beantworten die Schüler die Fragen. Dabei übt man das Perfekt und die Intonation der Frage und Aussagesätze Übung 11: In dieser Übung befinden sich 5 Mini-Geschichten im Perfekt. Die Schüler sollen die Geschichten hören und einzelne Sätze nachsprechen. Dabei üben sie nicht nur die Grammatik, sondern auch die Aussprache einiger Laute – vor allem reduzierte Laute; gespannte und lange Vokale e: und o: und den Diphthong [ oַO/ ]. Beispiel: a) § Wo haben Sie gesessen? o Das habe ich vergessen. § Was haben Sie gegessen? o Das habe ich auch vergessen. § Wo sind Sie gewesen? o Ich habe im Bett gelegen und ein Buch gelesen. Übungen 12 und 13: Diese Übungen orientieren sich auf einfache Gespräche und ihre Variationen. Man kann die Fremdsprache in der natürlichen Form hören – vor allem die Intonation der Frage-, Aussage- und Ausrufesätze. Die Aufgabe dieser Übungen ist, den Schülern in alltäglichen Situationen die Kommunikation beizubringen.. Lektion 7 Übung 7: Die Schüler lernen hier die Aussprache der Monatsnamen. Meine Meinung nach, ist diese Aussprache für tschechische Muttersprachler nicht so schwierig. Man muss vor allem auf den Akzent achten. Ich empfehle die Aufgabenstellung zu erweitern – „Unterstreichen Sie die Akzentsilbe.“ Übung 8: Man soll den Text hören, lesen und nachsprechen. Es geht um einfache, kurze Frage, die die Schüler zu Antworten anregen. Die Schüler können eigene Fragen und Antworten bilden. Was die Ausspracheschulung betrifft, kann die Aussprache des R Probleme verursachen. Der Lehrer muss die Unterschiede zwischen dem Zungenspitzen- , Zäpfchen- und vokalisierten R deutlich machen. Auch in der Übung 9 üben die Schüler richtige Aussprache des R. Die Unterschiede zwischen dem Konsonanten R und dem Vokal (vokalisiertes R) sind hier deutlich und anschaulich. Die Schüler unterstreichen die deutlich ausgesprochenen R. Beispiel: war – waren gestört – stören Tor – Tore fahrt – fahren passieren – passiert Formulare – Formular hören – gehört fotografieren – fotografiert Japaner – Japanerin Übung 10 und 11: Diese Übungen orientieren sich auf das Thema: Einladung. Die Schüler verwenden die Ausdrücke, Sätze und Wörter, die für dieses Thema und Situation typisch sind. Lektion 8 Übung 9: Diese Übung konzentriert sich auf die Aussprache des Ich-Lautes, der für Tschechen so problematisch ist. Es geht um die vordere Variante des –ch–. Der Lehrer soll die Schüler darauf hinweisen, dass die Endung –ig wie –ich ausgesprochen wird. Beispiel: Michael ist wirklich richtig fleiβig. Sein Kuss war eigentlich ungewöhnlich flüchtig. In der Küche ist es plötzlich unheimlich ruhig. Die Nachricht ist hoffentlich wenig wichtig. Michael spricht natürlich ein bisschen tschechisch. Die Würstchen schmecken wirklich nicht schlecht. Das Mädchen in der Küche isst ein Brötchen mit Honig. Übung 10: Diese Übung beschäftigt sich mit der Betonung in den Zusammensetzungen. Erste Bestandteil des Wortes ist betont. Die Schüler können die Betonung in den zusammengesetzten Wörtern mit den trennbaren Verben vergleichen, wo die Betonung auch auf den ersten Silben liegt. Der Lehrer erklärt ihre Bildung. Beispiel: Trinkst du gerne Saft? Isst du gerne Braten? Ja, am liebsten Apfelsaft. Ja, am liebsten Rinderbraten. Ich mag lieber Traubensaft. Ich mag lieber Schweinebraten. Übungen 11 und 12 konzentrieren sich auf Intonation. In der Übung 11 ist die Intonation kennzeichnet. Es geht um die Intonation in der Satzverbindung. In der Übung 12 geht es um Intonation der Frage- und Aussagesätze, wo die Schüler die Betonung markieren müssen Übungen 13 und 14: Drei Gespräche dieser Lektion widmen sich dem Thema: „Bestellung im Gasthaus“. Viele Möglichkeiten bieten sich an, wie man mit diesem Thema umgehen kann (z.B.: Rollenspiel). Lektion 9 In der Übung 9 wird kein bestimmter Laut geübt, sondern die Aussprache eines Textes (Gedicht). Man überprüft vor allem die Aussprache der Vokale (kurze und lange - gerundete und ungerundete - gespannte und ungespannte Vokale). Die Bedeutung des Gedichtes ist nicht so wichtig, wichtig ist vor allem die Aussprache der Schüler. Ähnlich üben wir lange und kurze Vokale in der Übung 10 durch. Die Schüler sollen die Länge der Vokale notieren. Übung 11: Diese Übung gefällt mir, weil die Schüler versuchen einen neuenReim zu finden. Sie sollen die Wörter ergänzen, die sich reimen. Was die Ausspracheschulung betrifft, übt man vor allem Vokale. An diese Übung knüpft das Gespräch zum Thema „ Die Wohnung “ an. Beispiel: Ergänzen Sie die Wörter. (will, sparen, immer, Schluss, Vase, sehr) Der Clown fällt auf die Nase. Am Morgen steht er schon am Meer, Der Ball fällt auf die _________. denn Delfine mag er ___________. Ein Pfarrer mit acht Haaren Gute Nacht. Jetzt noch ein Kuss. kann viel Shampoo _________. Aber dann ist wirklich ___________. Die Spinne sitzt im Zimmer Das Krokodil liegt ganz still, und spinnt ein Netz, wie ________. weil es am Nil schlafen __________. Lektion 10 Die kurzen Geschichte in der Übung 12 sind für die Einübung des reduzierten R bestimmt. Auβerdem befinden sich hier einige Erscheinungen, die zur Einübung nötig sind (z.B.: Vokale, Konsonant K und L, die Wortbetonung usw. ). Beispiel: Sprechen Sie nach. Fritz ist ein schlauer Bauer. Er steigt auf eine Mauer. Da merkt der schlaue Bauer: Die Äpfel sind noch Sauer. Fritz ist ein lieber Vater und Kurt ein schwarzer Kater. Der liebe Fritz sucht Kurt im Keller. Der schwarze Kater ist viel schneller. Übungen 13 und 14: Man übt die für Tschechischsprecher problematische Vokale, vor allem das [ ə ]. Die Schüler können weitere Adjektive selbst finden und die Sätze erweitern. Mit der Beschreibung von Personen beschäftigt sich das letzte Gespräch in diesem Buch. 2.3. Zusammenfassung der Ausspracheschulung im Lehrbuch „Delfin“ Nachteile: - Es fehlen einige phonetische Erscheinungen, die die Einübung erfordern, oder sie treten selten auf – z.B.: Laute: L, H, ŋ usw. Man kann hier auch einige Laute finden, die für tschechische Mutersprachler keine Schwierigkeiten darstellen. Der Lehrer muss die schwierigen Laute auswählen und nur die einüben. - Eineige phonetische Erscheinungen wiederholen sich ständig. Sie sind an einigen Stellen zu finden. - Kein Überblick der deutschen Phonetik ist zur Verfügung. Die Schüler haben keine Möglichkeit im Bedarfsfall irgendwo nachzuschlagen. Der Lehrer nimmt die Rolle des Helfers ein, der die neue Aussprache erklären muss. Vorteile: - Für die Einübung der richtigen Aussprache gibt es hier die CDs. Die Schüler haben die Gelegenheit authentische Aussprache, Betonung, Intonation usw zu hören, und der Lehrer ist nicht mehr das einzige sprachliche Vorbild für seine Schüler. - Die Übungen sind motivierend, kommunikativ, anregend, spielerisch, kreativ und interessant. - Die Autoren schenken die Aufmerksamkeit auch der suprasegmentalen Ebene der Sprache (Wortakzent, Intonation, Satzakzent usw.) - Die Aufgaben orientieren sich nicht nur auf Hören und Nachsprechen, sondern auch auf andere Bereiche (Poetik, Stilistik, Grammatik usw.) - Die Anforderungen erhöhen sich – es gibt hier verschidene anspruchsvolle Gedichte, Gespräche und kleine Geschichten für Ausspracheschulung. - Es wird hier auch der Wortschatz jeder Lektion geübt. - Die Übungen sind um farbenfrohe, ideenreiche Zeichnungen ergänzt, die das Sprachverständnis erleichtern. - Das Lehrbuch enthält viele Gespräche aus den alltäglichen Situationen. Die Gespräche verbessern die Intonation und Verstädlichkeit des Sprechens. Man kann alle Gespräche einfach variieren. - Zur Verfügung steht ein Lehrerhandbuch, die eine wichtige Voraussetzung für die richtige Arbeit mit einem Lehrwerk ist. 2.4. Übersicht der Ausspracheschulung im Lehrbuch „Delfin“ Am Anfang des Lehrwerks ist der Inhalt des Buchs zu finden. Hier stelle ich die Übersicht der Aussprachübungen zur Verfügung. Lektion: Aussprachschulung: Gespräche: Lektion 1 Alphabet, Zahlen bis 100, Diphthonge, Nolte, guten Tag Umlaute, Satzakzent Telefongespräche Lektion 2 Zischlaute, Betonung und Wortstellung Freut mich Jemanden vorstellen Lektion 3 Nomen mit Umlaut im Plural, Wörter mit Wie findest du…?; "st" und "sp" Einkaufsgespräche Lektion 4 Wortbetonungen, Wörter mit "ch", Verben Wollen wir zusammen …? mit Vokalwechsel Verabredungen Lektion 5 Vokale in Verbformen, Artikel mit "m" Wie komme ich zu…? Frage nach oder "n" dem Weg Lektion 6 Lange und kurze Vokale in Partizipien, Hast du schon…? Unterhaltung Satzakzent bei Perfekt-Sätzen über Haushaltstätigkeiten Lektion 7 Monatsnamen, Datumsangaben, Wörter mit Darf ich Sie … einladen? "r" Einladungsgespräche Lektion 8 "-ig" oder "-ich", Betonung bei Haben Sie gewählt? Bestellung Nominalkomposita, Fragen und Imperativ im Gasthaus Lektion 9 Kurze und lange Vokale Oh, deine Wohnung ist ja… Führung durch die Wohnung Lektion 10 Unterscheidung der Adjektivendungen Schau mal, die Frau da drüben. Beschreibung von Personen Schlusswort Die Lehrmaterialien spielen in der Bildung eine groβe Rolle. Im Deutschunterricht kann man mit verschiedenen Lehrbüchern arbeiten. Die Auswahl an Lehrbüchern, die den Schülern und dem Lehrer zur Verfügung stehen, ist sehr reich. Es ist schwierig sich in dieser Auswahl zu orientiern. Der Lehrer kann verschiede Kriterien wählen, um sich zu entscheiden, welches Lehrwerk für seine Schüler geeignet ist. Die Ausspracheschulung im Lehrbuch soll zu den wichtigsten Kriterien gehören. In meiner Diplomarbeit beschäftige ich mich mit der Analyse der Lehrmaterialien aus phonetischer Sicht - Phonetik in den tschechischen und deutschen Lehrmaterialien. Meine Arbeit besteht aus zwei Teilen. Der theoretische Teil beschreibt die Grundbegriffe der Phonetik und Phonologie. In dem praktischen Teil vergleiche ich zwei Lehrwerke: „Německy s úsměvem nově“ und „Delfin“, die für 15 – 19-jährige Schüler bestimmt sind . Ich versuchte die Ausspracheschulung in beiden Lehrwerken möglichst ausführlich zu beschreiben. In beiden Lehrwerken gibt es spezielle Ausspracheübungen, in denen die Schüler die richtige Aussprache der Laute, Intonation, Akzent usw. kennenlernen und üben. Jeder Übung widme ich groβe Aufmerksamkeit und versuche nicht nur die positiven, sondern auch die negativen Seiten dieser Lehrwerke zu beschreiben. Was die Ausspracheschulung betrifft, finde ich das Lehrbuch „Delfin“ besser. Im Lehrbuch „Německy s úsměvem“ konzentrieren sich die Autoren auf die Einübung der Laute, die für tschechische Muttersprachler problematisch sind. Im Lehrbuch Delfin kann man dagegen kreative und interessante Übungen finden, die kommunikativ und spielerisch sind und die auch die suprasegmentale Ebene der Sprache umfassen und üben. Meine Diplomarbeit hat mir geholfen, mich in beiden Lehrbüchern zu orientieren und tiefer in die Problematik der Phonetik einzusteigen. Resumé V dnešní době je velice důležité, pro náš soukromý i profesní život, ovládat alespoň jeden cizí jazyk. Cílem výuky cizího jazyka je především získat odpovídající jazykové kompetence, to je potřebné znalosti pro komunikaci v cizí řeči. Fonetika, tedy zvuková stránka jazyka, je ve vyučování velmi často podceňována na úkor gramatiky a slovní zásoby. Jako učitelka německého jazyka pracuji jen krátce a vím, jak obtížné je, najít si dostatek času pro nácvik jednotlivých jazykových jevů. Zároveň si uvědomuji nezbytnost a důležitost výuky správné výslovnosti. Je důležité vybrat si správný učební materiál, aby odpovídal všem požadavkům správné výuky a tedy i splňoval požadavky na výuku správné výslovnosti. Ve své diplomové práci se věnuji analýze dvou učebnic z fonetického hlediska. Srovnávám zde fonetiku české a německé učebnice: „Německy s úsměvem nově“ a „Delfin“. V teoretické části vysvětluji základní pojmy spojené s fonetikou a fonologií. Popisuji zde segmentální rovinu jazyka – to znamená jednotlivé hlásky (samohlásky, souhlásky, dvojhlásky) jejich tvoření, ale i pro naše žáky problematické hlásky. Dále zde popisuji suprasegmentální rovinu jazyka - intonaci, akcent, redukci a rytmus. Teoretickou část zakončuji kapitolou pojednávající o didaktických principech výuky správné výslovnosti. Praktická část diplomové práce se zaměřuje na analýzu učebnic s důrazem na jejich fonetickou stránku. Cílem je především tyto dvě učebnice důkladně rozebrat a popsat jednotlivá cvičení z fonetického hlediska. Analýza by měla vést ke zjištění, jaké klady a zápory učebnice má a která z učebnic je vhodnější pro nácvik správné výslovnosti. Literaturverzeichnis AUFDERSTRAβE, H./ MÜLLER, J./ STORZ, T.: Delfin. Lehrwerk für Deutsch als Fremdsprache. Max Hueber Verlag. Ismaning (2001) 256 s. ISBN 3-19-001601-1 DRMLOVÁ, D./ HOMOLKOVÁ, B./ KETTNEROVÁ, D./ TESAŘOVÁ, L.: Německy s úsměvem, Fraus (2003) ISBN 80-7238-229-2 RAUSCH, R. / RAUSCH, I.: Deutsche Phonetik für Ausländer. Leipzig, Langenscheidt / Verlag Enzyklopädie Berlin, München, Leipzig (1998). 404 s. ISBN 3-324-00145-5 KOVÁŘOVÁ, A.: Úvod do fonetiky a fonologie němčiny. MU Brno (2003) 60 s. ISBN 80-210-3263-4 ROTHENHAGEN, R.: Phonetischer Grundkurs der deutschen Sprache für Tschechischsprecher. MU Brno (2002) 49 s. ISBN 80-210-2953-6 DIELING, H.: Phonetik im Fremdsprachenunterricht Deutsch. Lagenscheidt. Berlin/München ( 2000 ) 199 s. ISBN 3-468-49654-0 JANÍKOVÁ, V./MICHAELS - MC GOVERN, M.: Methodik und Didaktik des Unterrichts Deutsch als Fremdsprache im Überblick. MU Brno (2002) 97 s. ISBN 80-210-2344-9 KOHLER, K.J.: Einführung in die Phonetik des Deutschen. Erich Schmidt Verlag Berlin (1977) ISBN 3-503-1-01237-0 DEČEKALOVÁ, M.: Bakkaluareatsarbeit: Typische Aussprachefehler von tschechischen Muttersprachlern und Methoden ihrer Behebung“ 2006 Webseiten: SIEBENHAAR, B.: Vorlesung an der Universität Zürich [online]. 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Důrazný přízvuk vede k redukci následujících nepřízvučných slabik: především –e- v koncových nepřízvučných slabikách se téměř nevyslovuje – alle [allə], Mantel [mantəl], haben [habən]. U koncového –er splývá nehlasné –e– s –r v temný neurčitý zvuk, v němž se –r ztrácí – Bruder [brudə], Mutter [mutə]. Některá německá slova začínající nepřízvučnými předponami (např. begleiten, Verzeihung, gebrauchen, entschuldigen). Cizí slova si většinou zachovala původní přízvuk (Republik, Papier, Fabrik). Pokud je přízvuk jinde než na první slabice, bývá ve slovníčku vyznačen vodorovnou čárkou pod přízvučnou slabikou. Větný přízvuk a větná melodie se od české věty podstatně neliší, závisí na dynamice věty a řečové situaci. Slova významově chudá (předložky, spojky, člen) bývají ve větě nepřízvučná. Délka samohlásek nebývá vždy graficky vyznačena. Dlouhé samohlásky bývají: a) v přízvučných slabikách na konci slova: du, wo, da; b) před jednoduchou souhláskou: den, haben, Peter; c) před prodlužujícím (němým) h: fahren, ihr, wohnen; d) při zdvojení samohlásek (zřídka): Paar, Tee, See, Boot. Krátké samohlásky bývají před skupinou souhlásek (stejných i rozdílných): Herr, Berg, hoffen. Podobně jako v češtině dochází i v němčině ke ztrátě znělosti na konci slov a u předpon: Land [lant], endlich [entlich], abnehmen [apnemən]. Na rozdíl od češtiny neexistuje v němčině spodoba neznělých hlásek k znělým, příp. k samohláskám („das ist“ nikoli [dazist], „Liberalismus“ ne [liberalizmus], Aufgabe“ ne [auvgabe]). Složená slova U složených slov zachováváme ve výslovnosti hranice jednotlivých slov a vyslovujeme s tzv. rázem (oddělíme je): Abend/essen, Nah/ort. V hláskovém systému uvádíme pouze ty hlásky, které se vyslovují odlišně, a mohly by proto činit potíže. Německé samohlásky graf. označení výslovnost příklady dlouhé otevřené e Bär, spät ä krátké téměř jako naše e Kälte, Hände dlouhé velmi zavřené, téměř jako naše i dem, den, wen, lesen e krátké podobně jako české e besser, elf dlouhé mnohem zavřenější, téměř u wo, hoch, Rose o krátké podobné našemu o Dozent, locken dlouhé temné e výrazným schön, lösen ö krátké zaokrouhlením rtů do o können, Ökonom dlouhé temné i, zaokrouhlení Tür, grün ü krátké rtů do u müssen, Flüsse ie dlouhé i sie, wie, hier Německé dvojhlásky ei, ai přibližně jako aj mein, dein, Mai eu, äu přibližně jako oj neu, heute, Fräulein Německé souhlásky b, d, g na začátku slov méně zněle bitte, danke, bist, gut p, t, k s přídechem h jako p^h , t^h ,k^h Peter, Tee, Kind ck k (bývá uprostřed a na konci slov) packen, Sack d, t, n neměkčí se před i die, tippen, nicht s po samohlásce a na začátku Pause, sagen, lesen slov téměř jako z ss, β (tzv. ostré s) s lassen, wissen, grüβen ng zadní n, g se nevysloví jung, Menge, singen sch š Tisch, schon, schlecht tsch č deutsch, tschechisch tz c sitzen, Platz chs ks wachsen, sechs r na většině území jako Ring, Rad, Rose zadní hrdelné r f Vater, viel, voll v [fau] v některých cizích slovech v Vase, Villa, November w [vé] v was, wo, wie, wer z [cet] c Ziel, Zucker, Zeus dt t Stadt, Verwandter qu [kú, u] kv bequem, Qualität na začátku slov a na Sport, spät, sprechen sp, st začátku kmene slov šp, št stehen, Beispiel uprostřed a na konci Obst, kosten, Rast slov sp, st ch -tzv. Ach-Laut zadní, hrdelné ch machen, doch, auch (po a, o, u, au) -tzv. Ich-Laut měkké ch, vyslovuje se ich, rechts, welcher (po ostatních na předním patře Mädchen, richtig samohláskách, po souhláskách) V cizích slovech y ü Typ, Physik eu ö Monteur, Friseur eau ó Niveau [nyvó] oi oa Toilette ou u Tour, Tourismus ph f Physik, Philosophie rh r Rheumatismus ch (před a,o,l,r k Charakter, Chor v řeckých slovech) ch (ve franc. š Chefredakteur slovech) Chance g (ve franc. ž Garage, Etage [etážə] slovech j (ve franc. ž Journalist slovech) -tion -cion Konfektion Obtížná výslovnost se uvádí v učebnicích v hranatých závorkách […] za slovíčkem. Spolehlivou příručkou v otázkách výslovnosti a pravopisu je Duden/Mannheim, Leipzig, Wien, Zürich. Vysvětlivky k fonetickým znakům: η – nosové n ə - temný zvuk podobný zkrácenému e, který patrně znáte z angličtiny pod názvem „mix vowel“. ostatní neobvyklá výslovnost je udávána v hranatých závorkách počeštěnou formou. Alle meine Entchen Alle meine Entchen |: schwimmen auf dem See, :| Köpfchen in das Wasser, Schwänzchen in die Höh'. Alle meine Täubchen |: gurren auf dem Dach, :| fliegt eins in die Lüfte, fliegen alle nach. Alle meine Hühner |: scharren in dem Stroh, :| finden sie ein Körnchen, sind sie alle froh. Alle meine Gänschen |: watscheln durch den Grund, :| suchen in dem Tümpel, werden kugelrund. Ein Vogel wollte Hochzeit machen Ein Vogel wollte Hochzeit machen in dem grünen Walde. Fidiralala, fidiralala, fidiralalalalala! Die Drossel war der Bräutigam, die Amsel war die Braute. Der Sperber, der Sperber, der war der Hochzeitswerber. Die Lerche, die Lerche, die führt die Braut zur Kerche. Der Auerhahn, der Auerhahn, der war der würd'ge Herr Kaplan. Die Meise, die Meise, die sang das Kyrieleise. Die Gänse und die Anten, das war'n die Musikanten. Der Pfau mit seinem bunten Schwanz, der führt die Braut zum Hochzeitstanz. Die Puten, die Puten, die machten breite Schnuten. Frau Kratzefuß, Frau Kratzefuß gibt allen einen Abschiedskuss. Brautmutter war die Eule, nahm Abschied mit Geheule. Das Finkelein, das Finkelein, das führt das Paar ins Kämmerlein. Der Uhuhu, der Uhuhu, der macht die Fensterläden zu. Der Hahn, der krähet: "Gute Nacht!" Dann wird die Kammer zugemacht. Nun ist die Vogelhochzeit aus, und alle zieh'n vergnügt nach Haus. Lirum, Larum, Löffelstiel Lirum, Larum Löffelstiel, alte Weiber essen viel, junge müssen fasten. 's Brot liegt im Kasten, 's Messer liegt daneben, ei welch' ein lustig Leben! Lirum, Larum Löffelstiel, wer nichts lernt, der kann nicht viel. Reiche Leute essen Speck, arme Leute hab'n Dreck. Lirum, Larum Leier, die Butter, die ist teuer. ------------------------------- [1] http://mek.oszk.hu/05100/05198/05198.pdf [2] http://www.uni-potsdam.de/ [3] www.spz.tu-darmstadt.de/projekt_ejournal/jg-12-2/docs/Kovarova.pdf [4] Dieling, Hirschfeld, Phonetik lehren und lernen 2000, s.19 [5] Miroslava Dočekalová, Bakalaureatsarbeit:„Typische Aussprachefehler von tschechischen Muttersprachlern und Methoden ihrer Behebung“ [6] www.germanistik.unibe.ch/siebenhaar/subfolder/PhonetikPhonologie/index.html [7] Miroslava Dočekalová, Bakalaureatsarbeit:„Typische Aussprachefehler von tschechischen Muttersprachlern und Methoden ihrer Behebung“ [8] Deutsche Phonetik für Ausländer , S.22 [9] http://www.ipds.uni-kiel.de/Dokumente/ModulA/uebung_ab9.pdf [10] http://www.germanistik.unibe.ch [11] http://www.uni-bielefeld.de/lili/studiengaenge/daf/personen/richter_julia/lehre/ ausspracheschulung/kursmaterialien/index.html 1 vgl. Methodik und Didaktik des Unterrichts Deutsch als Fremdsprache S. 25 [13] vgl. Dieling H.- Hirschfeld U., Phonetik lehren und lernen 2000, s.19 [14] vgl. Dieling H.- Hirschfeld U., Phonetik lehren und lernen 2000,