Posudek na bakalářskou/magisterskou diplomovou práci Název práce: GESCHLECHTERKRIEGE im Ingeborg Bachmanns „Todesarten“ - Projekt Studijní obor: Německý jazyk a literatura Autor/ka práce: Barbora Kučerová Vedoucí práce: Mgr. Aleš Urválek, Ph.D. Oponent/ka: Mgr. Jana Dobášová Předkládaná práce je hodnocena 1. Z hlediska obsahového záměru, naplnění zadání a zpracování předepsané literatury 2. Z hlediska požadavků na jazykovou správnost (pravopisné a jiné jazykové chyby) 3. Z hlediska požadavků na formální úpravu, požadovaný rozsah, dodržování citačních norem, odkazy a bibliografii 4. Připomínky, náměty, otázky k rozpravě: In der Diplomarbeit handelt es sich um das geplante Todesarten-Projekt Ingeborg Bachmanns mit besonderem Interesse am vollendeten Roman Malina und an dem Roman-Fragment Das Buch Franza (Der Fall Franza), die überwiegend unter einem geschlechter-spezifischen Gesichtspunkt analytisch betrachtet werden. Die Werke Bachmanns werden somit als eine Art ständiges Drängen nach Selbstentwickelung und Selbstidentifizierung der Frauen dargestellt. Es geht dabei aber nicht nur um das Problem der Geschlechterdifferenzen, sondern auch um Fragen der Erinnerung und Geschichte oder um das Phänomen der Angst. Im Abschnitt II. konzentriert sich die Studie auf Angst bei Frauen, wobei zuerst die Problematik des Genders als konstitutives Mittel in heutiger Welt kurz angesprochen wird. Gleich im zweiten Kapitel übergehen wir aber zu einem der meist hervorgehobenen Themen des Todesarten-Projektes, und zwar zu weiblicher Angst, die vor allem mit dem Gesamtbegriff „Mann“ zusammenhängt. Die Ängstlichkeit der nicht nur weiblichen Figuren Bachmanns hat viele LeserInnen und LiteraturkritikerInnen, bzw. –wissenschaftlerInnen provoziert und ist zu einem der meist besprochenen Themen im Bachmanns Schaffen geworden. Dieses Kapitel widmet sich auch der allgemeinen Definition des Angst-Begriffes und seines Kontextes. Im nächsten Abschnitt erfahren wir in kurzem Allgemeines über die Entstehungsgeschichte des großgeplanten Romanezyklus Bachmanns. Es werden dabei Zitate aus Gesprächen mit der Autorin, sowie literaturhistorische und -wissenschaftliche Analysen vorgestellt, so dass das Ziel Bachmanns zum Vorschein kommt, das Verbrechen an Menschen – überwiegend Frauen – auf alle Art und Weisen zu demonstrieren, und zugleich wird das Unvollendet-Sein des ganzen Projektes ans Licht gebracht. Für besonders gelungen halte ich das Kapitel III.2. über die gesprochene und geschriebene – und/oder geschwiegene Angst im Werke Bachmanns. In diesen sehr gut ausgearbeiteten analytischen Überlegungen kommen Zitate aus Primärliteratur, sowie Bachmanns eigene Kommentare vor, und vervollständigen somit den Gesamtüberblick über die Angst-Thematik in besprochenen Romanen. Zugleich wird auch im Kurzen die oft betrachtete Sprachthematik in Bachmanns literarischem Schaffen angesprochen. Im darauffolgenden Kapitel wird dann der Unterschied zwischen der Angst und der Furcht in den Vordergrund gebracht, wobei auch der Hass- und Mord-Begriff – hier auf Vaterfigur in Malina bezogen – behandelt werden kann. Der Hass und die Angst vor einem Mann, sei es der Vater, Ehemann oder Liebhaber, kämpfen mit der noch größeren Angst vor dem Verlassenwerden. Zum Abschluss dieser an beide Romanwerke bezogenen Überlegungen wird die Angst gender-orientiert betrachtet. Es sind nicht nur die Frauen, die an und unter der Angst leiden. In den Abschnitten IV. Und V. werden dann beide Werke – Malina und Das Buch Franza (Der Fall Franza) – einzeln besprochen. Nach kurzen Bemerkungen zur Entstehungsgeschgichte erfahren wir Detailliertes sowohl über die Struktur und Handlung als auch über verwendete sprachliche Mittel. Die wichtigsten Merkmale verdeutlicht die Autorin anhand Passagen aus Primärliteratur sowie der Zitate aus einschlägiger Sekundärliteratur, es verliert sich dabei aber der sehr gut ausgearbeitete Faden der Angst- und Verbrechensthematik und zugleich behält die Autorin ihr Streben nach einer genderspezifischen Analyse nicht konsequent im Auge. Es wäre meines Erachtens besser gewesen, diese Gesamtdarstellungen beider Werke der eigentlichen themenbezogenen Analyse vorzuschieben. Formal gesehen mangelt es der Arbeit meines Achtens an einem fremdsprachigen Resume, das die wichtigsten Merkmale dieser literarischen Analyse für fremdsprachige LeserInnen summieren könnte. Celkový návrh hodnocení: V Brně dne 4. září 2008 ………………………………… podpis