MASARYKOVA UNIVERZITA PEDAGOGICKÁ FAKULTA Katedra německého jazyka a literatury Diplomová práce Brno 2008 Bc. Alžběta Červená MASARYK-UNIVERSITÄT PÄDAGOGISCHE FAKULTÄT Lehrstuhl für deutsche Sprache und Literatur Phonetische Übungen für Schüler mit besonderen Bildungsbedürfnissen DIPLOMARBEIT Brno 2008 Verfasserin: Bc. Alžběta Červená Betreuerin: PhDr. Alena Kovářová Prohlášení: Prohlašuji, že jsem diplomovou práci zpracovala samostatně a použila jen prameny uvedené v seznamu literatury. Souhlasím, aby práce byla uložena na Masarykově univerzitě v Brně v knihovně Pedagogické fakulty a zpřístupněna ke studijním účelům. ……………………………………. Bc. Alžběta Červená Ich bedanke mich bei PhDr. Alena Kovářová für die wertvollen Ratschläge und Bemerkungen, die Sie mir als Konsultantin meiner schriftlichen Diplomarbeit geleistet hat. INHALT INHALT 4 EINLEITUNG 6 1. THEORETISCHER TEIL 8 1.1 SPRACHWISSENSCHAFTLICHE DISZIPLINEN 8 1.2 THEORIE DER SPEZIFISCHEN ENTWICKLUNGS- STÖRUNGEN DES LERNENS UND DES BENEHMENS 11 1.3 GRUNDBEGRIFFE 13 1.4 ENGLISCH ODER DEUTSCH? 15 1.5 GRUNDSCHULE IN JESENÍK 17 1.6 KASUISTIK DES SCHÜLERS DER SECHSTEN KLASSE 18 1.7 BEWERTUNG IM DEUTSCHUNTERRICHT 21 2. PRAKTISCHER TEIL 23 2.1 BUCHSTABEN 23 2.1.1 DAS DEUTSCHE ALPHABET 23 2.1.2 WELCHES BILD IST NICHT RICHTIG? 25 2.1.3 DOPPELTE BUCHSTABEN 26 2.1.4 VOKALE 28 2.2 SILBEN 33 2.2.1 SCHULSACHEN 33 2.2.2 ABZÄHLREIM 35 2.3 WÖRTER 38 2.3.1 REIME MIT 38 2.3.2 TRENNE DIE WÖRTER 41 2.3.2.1 AUFGABE 1 42 2.3.2.2 AUFGABE 2 45 2.3.3 ZAHLEN IN WORTEN 46 2.3.4 NONSENS – WÖRTER 48 2.3.4.1 ÜBUNG 1 48 2.3.4.2 ÜBUNG 2 49 2.3.4.3 ÜBUNG 3 50 2.3.5 WORTSCHATZ 52 2.3.6 KONJUGATION DER VERBEN 54 2.3.7 MEMORY 56 2.4 TEXT 58 2.4.1 BRIEF 58 ZUSAMMENFASSUNG 62 RESUMÉ 63 LITERATURVERZEICHNIS 64 ANLAGEN 65 EINLEITUNG „Die wichtigste Voraussetzung, sich eine gute Aussprache anzueignen, ist, dass man das im Innersten wirklich will“[1]. Johansson In meiner Diplomarbeit möchte ich mich mit phonetischen Übungen für Schüler mit besonderen Bildungsbedürfnissen widmen. Die Integration der Schüler mit besonderen Bildungsbedürfnissen gehört zweifellos zu den aktuell diskutierten Themen der Gesellschaft. Zur Zeit überwiegt meiner Meinung nach eine richtige Überzeugung, dass es nicht nötig ist, ein Kind mit besonderen Bildungsbedürfnissen aus dem üblichen Schulkollektiv auszugliedern. Natürlich, wenn die konkreten Bildungsbedürfnisse nicht den bestimmten Grad der Störung übergehen[2]. Dieser Aussage stimme ich in jedem Fall zu, trotzdem kann ich aus meinem Unterricht sagen, dass es Eltern gibt, die anderer Meinung sind. Sie meinen, wenn ihr Kind in der geläufigen Klasse ist, kann der Lehrer diesen Kindern nur ungenügend Aufmerksamkeit widmen. Gleichzeitig stellen sie eine Frage: „Wie kann das Kind eine Fremdsprache lernen, wenn es nicht tschechisch lesen und schreiben kann?“ In diesem Fall wird von Legasthenie gesprochen. Sehr wichtig ist die Zusammenarbeit des Lehrers mit dem Schüler und seinen Eltern. Seit sieben Jahren unterrichte ich an der Grundschule in Jeseník Deutsch und bin immer mehr davon überzeugt, dass sich alle Schüler in der dritten Klasse schon auf das neue Fach freuen. Die Freude ist um desto größer, dass es sich um eine Fremdsprache handelt. Die Begeisterung dauert so lange, wie lange man im Deutschunterricht verschiedene Spiele spielt, singt, Bewegungsaktivitäten macht, verschiedene Bilder benutzt usw. Im Augenblick, wo der Lehrer wieder zum traditionellen Unterricht zurückkehrt, gibt es Probleme. Die Schüler stellen dann fest, dass sie sich für den Unterricht auch vorbereiten müssen. Die Grundlage der Fremdsprache ist die richtige Aussprache, deshalb möchte ich mich auf die phonetischen Übungen konzentrieren, die den Schülern mit besonderen Bildungsbedürfnissen das Lernen der Fremdsprache vereinfachen sollen. Das Ziel meiner Arbeit ist, diese Problematik näher zu erläutern und die Arbeit mit Schülern mit besonderen Bildungsbedürfnissen zu betonen. Diese Arbeit konzentriert sich auf einen konkreten Schüler der sechsten Klasse. Im ersten Kapitel beschäftige ich mich mit der Theorie der besonderen Bildungsstörungen und mit den entsprechenden Grundbegriffen. Ich beschreibe die Grundschule, wo ich unterrichte. Ein Teil dieses Kapitels wird auch dem Schüler gewidmet, mit dem ich die phonetischen Übungen geübt habe. Dieser Schüler ist in der geläufigen Klasse integriert. In dieses Kapitel ordne ich natürlich auch die Bewertung des Schülers ein, weil sie sich von der gewöhnlichen Bewertung unterscheidet. Im zweiten Kapitel beschreibe ich nicht nur phonetische Übungen aus den Lehrbüchern „Start mit Max 1 und Spaß mit Max 1“, sondern ich möchte auch Ausspracheübungen erwähnen, die nicht in diesen Lehrbüchern enthalten sind, aber den Schülern trotzdem Spaß machten. Meiner Meinung nach, sollte der Lehrer aus mehreren Quellen schöpfen, oder wenn die vorhandenen Ausspracheübungen nicht ausreichen, kann er sie selbst zusammenstellen. Die Ausspracheübungen sollen gezielt sein und der Lehrer variiert sie nach den Bedürfnissen der Schüler. Einige Übungen habe ich gerade mit dem Schüler der sechsten Klasse gemacht und seine Eltern habe ich mit meiner Diplomarbeit bekanntgemacht. 1. THEORETISCHER TEIL 1.1 SPRACHWISSENSCHAFTLICHE DISZIPLINEN PHONETIK Die Phonetik beschäftigt sich mit der Lautbildung und mit dem akustischen Wesen der Sprache. Das Ausgangsmaterial für die Phonetik ist „der Laut“, deshalb wird die Phonetik manchmal mit dem Termin Lautlehre bezeichnet. Zum Hauptziel der Phonetik gehören die genauen Beschreibungen aller möglichen Laute, ihre Klassifizierung, materielle Lautseite als artikulatorische und akustische Erscheinungen. In jeder Sprache gibt es ein eigenes Inventar der Laute[3]. Phonetik, im Zusammenhang mit dem Fremdsprachenunterricht genannt, wird oft als Synonym für Aussprache benutzt. Jemand hat phonetische Schwierigkeiten – das bedeutet, er hat Schwierigkeiten mit der Aussprache. Phonetische Übungen sind Ausspracheübungen[4]. Hier kann man darüber nachdenken, ob es sich um Artikulations- schwierigkeiten oder Intonationsschwierigkeiten handelt. Die Artikulation (lat. articulare) beschäftigt sich mit der Lautbildung und im Wesentlichen handelt es sich um die letzte Phase der sprechsprachlichen Produktion. Bei der Artikulation ist der Lehrer für den Schüler ein Vorbild, deshalb muss er jedes Wort deutlich aussprechen. Falls er undeutlicht spricht, kann der Schüler die Fremdsprache nicht richtig lernen und so kommt es oft zu den Missverständnissen. Als typischer Fehler möchte ich zum Beispiel die ungenügende Lippenrundung erwähnen: „Mach die Tür zu“! In diesem Moment denkt der Schüler nicht über den Artikel „die“ nach, der ihm das Wort bestimmen kann, sondern er konzentriert sich auf den Kern des Satzes und das ist gerade das Wort „Tür“ oder war das ein Tier? Was für Wort hörte er eigentlich? Die Intonation (lat. intonare) beschäftigt sich mit Wort- und Satzmelodie und hängt mit Akzentuierung, Rhythmus, Tempo und mit der Pausierung zusammen. Deutsche Sprache gehört zu den Sprachen, die man als akzentzählende Sprachen bezeichnet, das heißt, dass deutscher Akzent sehr stark ist und liegt meistens auf der ersten Stammsilbe. Der Satzakzent hängt auch mit der Satzgliedstellung und mit der Intonation zusammen. In der deutschen Sprache unterscheiden wir drei Typen von Satzmelodien: 1. FALLENDE SATZMELODIE – für diesen Typ ist charakteristisch, dass die Stimme am Ende des Satzes sinkt. Dieser Typ wird am häufigsten benutzt. „Der Schüler geht nach Hause“. 2. STEIGENDE SATZMELODIE – bei diesem Typ die Stimme am Ende des Satzes steigt, typisch ist für Rufesätze, Fragesätze und Wunschsätze. „Geht der Schüler nach Hause“? 3. WEITERFÜHRENDE ENDMELODIE – für diese Melodie sind die Sätze typisch, die eine Fortsetzung signalisieren und die Endinformation befindet sich erst im nächsten Teil des Satzes. „Wenn der Schüler möchte, kann er gehen“. PHONOLOGIE Der Unterschied zwischen Phonetik und Phonologie besteht darin, dass im Mittelpunkt der Phonologie die Funktion der Sprachlaute steht, trotzdem geht die Phonologie von der Phonetik aus. Die Phonologie beschäftigt sich mit Phonemen, die in jeder Sprache ein bestimmtes phonologisches System bilden. Das Phonem dient dazu, im Wort durch einen bestimmten Laut (Phonem), die Bedeutung der Wörter zu unterscheiden. Ich nenne einige Beispiele: - Züge (vlaky) x Ziege (koza) - Bühne (jeviště) x Biene (včela) - kennen (znát) x können (moci, umět) 1.2 THEORIE DER SPEZIFISCHEN ENTWICKLUNGS- STÖRUNGEN DES LERNENS UND DES BENEHMENS Was bedeutet der Begriff „Spezifische Störungen des Lernens“? Meistens hören die Eltern diese Worte nach dem Einstieg ihres Kindes in die Schule, wenn bei ihm während der Schularbeit die ersten charakteristischen Schwierigkeiten entstehen. Das Kind merkt sich gewöhnlich die Form der Buchstaben falsch, verbindet sie auch falsch zu Silben und liest sie dann falsch. Das Schreiben ist ungeschickt, das Kind macht viele Fehler, seine Aufmerksamkeit ist abgelenkt, es konzentriert sich mühsam und merkt sich den neuen Lehrstoff nur mit Schwierigkeiten. Man kann also sagen, dass diese Störungen den Kindern beim Lernen Unannehmlichkeiten bereiten. Bei Kindern mit spezifischen Störungen des Lernens begegnen wir allgemein auch weiteren Begleitsymptomen, wie zu Beispiel Störungen des Benehmens, Störungen der Aufmerksamkeit, Gedächtnisstörungen, Störungen der rhythmischen Fähigkeiten, Impulsivität usw. Der Begriff spezifische Störungen des Lernens bezeichnet einige Schwierigkeiten bei der Aneignung der Grundschulfertigkeiten: · Lesen (Legasthenie / Lesestörung) · Schreiben (Legasthenie / Rechtschreibstörung) · Schreiben (Orthographie) · Rechnen (Rechenschwäche) · Bewegungsgeschicklichkeiten (Teilleistungsstörung) Diese Beschwerden werden im Vergleich zum bestimmten Alter und zu den rationalen Fähigkeiten des Kindes erwartet[5]. Weil ich mich in dieser Arbeit mit der Fremdsprache beschäftige, werde ich mich vor allem auf Legasthenie und Orthographie konzentrieren. 1.3 GRUNDBEGRIFFE LEGASTHENIE / LESESTÖRUNG Legasthenie (tschechisch Dyslexie) ist der bekannteste Begriff der ganzen Gruppe der Störungen des Lernens. Es ist eine spezifische Lesestörung, wobei die Grundmerkmale der Leseleistung in verschiedener Intensität und in verschiedenen Kombinationen behindert sind. Man kann über Tempo, Richtigkeit, Lesetechnik und Verständnis sprechen. Das Tempo ist zwar keine Grundlesecharakteristik, ist aber mit anderen Merkmalen verbunden. Wenn das Kind nach Buchstaben oder Silben liest, ist es sicher, dass das Verstehen des Textes mangelhaft ist. In diesem Fall kann man nicht vom Lesen, sondern nur von Dekodierung sprechen und solches Lesen kann dem Kind nicht als Gewinn neuer Informationen dienen. Eine der Störungen kann auch ein bestimmtes Tempo sein. Wenn das Kind zu schnell liest, konzentriert sich auf das Tempo und nicht auf den Inhalt des Textes. So muss das Kind den Text mehrmals lesen, um den Inhalt zu verstehen. Man macht oft Fehler durch Vertauschung ähnlicher Buchstaben, zum Beispiel b/d, n/u, m/n oder bei akustisch ähnlichen Buchstaben, wie zum Beispiel v/f. Sehr oft lässt das Kind auch die Buchstaben aus oder gibt sie hinzu. Das Kind bildet auch neue Wörter oder errät sie. Es ist dann anzunehmen, wenn das Kind in der Muttersprache Fehler macht, dass es sie auch in der Fremdsprache machen wird. Die Lesetechnik zeigt uns das Niveau des Lesens. Wenn das Kind immer die Buchstaben oder die Silben wiederholt, heißt es, dass das Kind bereits den Anfang des Lesens nicht geschafft hat (kontinuierliches Lesen). Das Verständnis des Textes ist die Hauptbedingung des Lesens und bedeutet, dass das Kind den Text versteht und mit dem Text arbeiten kann. LEGASTHENIE / RECHTSCHREIBSTÖRUNG Rechtschreibstörung (tschechisch Dysgraphie) betrifft die graphische Seite des schriftlichen Ausdrucks, die Lesbarkeit und die Ausstattung[6]. In der Praxis bedeutet das, dass die Schrift unlesbar, zu klein oder zu groß ist. Die Form der Buchstaben und die Verbindung zwischen den einzelnen Buchstaben sind falsch und deshalb streicht das Kind oft den geschriebenen Text durch. ORTHOGRAPHIE Orthographie (tschechisch Dysorthographie) ist eine Störung, die die Rechtschreibung betrifft. Spezifische orthographische Fehler erscheinen am häufigsten beim unzureichend entwickelten phonematischen Gehör. Es kann sich aber auch um eine falsche Aussprache handeln, das heißt, dass das Kind einzelne Wörter schreibt, wie es sie hört. Die häufigste Störung in der Sprache ist die unzureichende Entwicklung der Sprachkompetenz. Das Kind kann auch grammatische Fehler machen, wie zum Beispiel die schlechte Unterscheidung von Wortarten, was dem Kind die Arbeit mit den Wortarten sehr erschwert. Es beherrscht die Kasus, kann sie aber nicht benutzen usw. 1.4 ENGLISCH ODER DEUTSCH? „DIE FREMDE SPRACHE Lernst du eine fremde Sprache, werden deine Augen größer deine Ohren spitzer deine Füße schneller deine Hände begreifen das Fremde, es wird ihnen vertraut. Lernst du eine fremde Sprache, wachsen dir zwei Flügel“[7]. Grosz (1985),12 Was will uns dieses Gedicht sagen? Die Antwort ist sehr einfach: „ Wie viele Sprachen du sprichst, soviel Mensch bist du“. Deshalb lernt fast jeder Mensch eine Fremdsprache. Englisch ist heutzutage die Nummer 1 in der Welt und Deutsch belegt den zweiten Platz. Der Mensch lernt aber nicht nur eine Fremdsprache sondern er lernt auch die Kultur der Menschen kennen. Einander zu verstehen setzt die Fähigkeit voraus, sich verständigen zu können. Man kann aber auch eine schwierigere Frage stellen. Welche Fremdsprache sollen die Kinder als erste Fremdsprache lernen? Diese Frage wird früher oder später von den Eltern gestellt. Die Antwort ist nicht einfach, da es dabei nicht nur um die Wahl einer Sprache geht, sondern man muss auch über das zukünftige Leben nachdenken. Deshalb sollten die Eltern die Wahl einer Sprache gründlich erwägen. In unserem Fall müssen wir von der konkreten Diagnostik des Schülers ausgehen. Jucovičová, Žáčková und Sovová beschreiben einige Vorteile und Nachteile der englischen und der deutschen Sprache: ENGLISCH - man merkt sich mit Schwierigkeiten Wörter, die man anders ausspricht und anders schreibt - Im Vergleich zu Deutsch ist die Grammatik einfacher (zum Beispiel die Konjugation der Verben oder die Deklination der Substantive) - Englisch ist die Weltsprache und im praktischen Leben treffen wir öfter Englisch (In der deutschsprachigen Länder lernen die Kinder Englisch schon von klein auf) DEUTSCH - man merkt sich ohne Schwierigkeiten Wörter, die man anders ausspricht und anders schreibt - deutsche Ausdrücke bilden meistens relativ anspruchsvolle Komposita, dies kann einige Schwierigkeiten nicht nur beim Lesen sondern auch bei der Aneignung der einzelnen Wörter machen - aus der Sicht der grammatischen Regeln ist Deutsch anspruchsvolle Sprache[8] Aus meinem Unterricht kann ich bestätigen, dass die Schüler einzelne Wörter problemlos lernen. Als Hauptproblem des Lernens könnte ich „die Artikel“ erwähnen. 1.5 GRUNDSCHULE IN JESENÍK Die Grundschule befindet sich in der Nábřežní Straße 413. Bis 30.6. 2006 gab es in Jeseník drei Grundschulen: - Nábřežní - Boženy Němcové - Průchodní Seit dem 1.7. 2006 entstand nur „eine“ Grundschule, die 3 Arbeitsstellen mit der Siedlung in Nábřežní Straße hat. Der Schulleiter dieser Schule heißt Mgr. Roman Mrosek, seine Stellvertreter sind Mgr. Milada Ormancová, Mgr. Anna Minářová und Mgr. Jaroslav Skřivánek. Erziehungsberaterinnen Mgr. Miloslava Holubová ist für die Unterstufe der Schulen in Boženy Němcové Straße und teilweise für Oberstufe in Nábřežní Straße verantwortllich und Mgr. Libuše Janečková ist für die Unterstufe in Průchodní Straße und teilweise für Oberstufe in Nábřežní Straße verantwortlich. Die Grundschule besuchen insgesamt 829 Schüler, davon 494 in Unterstufe und 335 in Oberstufe. Diese Schule hat ihr eigenes Programm „Schule fürs Leben“, deshalb konzentriert sich vor allem auf Sport, dem der größte Teil in der Oberstufe gewidmet wird. Die Schüler können sich entweder für den Skilauf oder den Fußball entscheiden. Oft nehmen sie an den Wettbewerben teil, wo sie dank ihren Trainern auch erfolgreich sind. In den Jahren 2000 – 2003 nahm die Grundschule noch mit den Schulen aus Riesa (Deutschland) und Szolnok (Ungarn) an einem internationalen Projekt „Flüsse verbinden“ teil. Die Schüler sollten das Leben in diesen drei Staaten kennenlernen und das war auch das Ziel dieses Projektes, das gelungen ist. Zur Zeit bin ich auf Mutterschaftsurlaub (unterrichte nur 6 Stunden pro Woche), deshalb arbeite ich auch auf keinem Projekt mehr. 1.6 KASUISTIK DES SCHÜLERS DER SECHSTEN KLASSE DER JUNGE GEBURTSDATUM: 21.3.1995 DIAGNOSTIK: Legasthenie Dysorthographie Die Behinderung des Schülers berechtigt ihn zur Einreihung in eine spezielle Schule. Der Zustand des Schülers entspricht wegen des Umfangs und der Wichtigkeit seiner spezifischen Entwicklungsstörung den Kriterien einer individuellen Integration für Schüler mit besonderen Bildungsbedürfnissen. CHARAKTERISTIK DES SCHÜLERS Es ist ein braunhaariger Junge mit braunen Augen. In der Schule ist er lebhaft, in der Klasse ist er wegen seinem freundlichen Charakter beliebt. Manchmal scheint es, als ob er schlecht auf seinen linken Ohr hört. Er schreibt mit der linken Hand. CHARAKTERISTIK DER FAMILIE Es handelt sich um eine vollständige Familie, seine Eltern und sein älterer Bruder sind gesund. Der Vater arbeitet als Forstfacharbeiter und die Mutter arbeitet als Putzfrau. Sein Bruder besucht eine Fachschule für Gastronomie in Jeseník. PERSÖNLICHE CHARAKTERISTIK Der Junge ist aus der zweiten Schwangerschaft geboren, die ohne Komplikationen verlaufen ist. Die Geburt erfolgte sechs Tage nach dem Termin auch ohne Komplikationen. Seit seiner Geburt war er ruhig, seine Bewegungen waren eher passiv. Als er zwei Jahre alt war, bemerkte seine Mutter, dass er seinen Kopf nicht heben konnte und sich sein Fuß zur Mitte drehte. Die Ärzte empfahlen den Eltern ihrem Kind Tabletten zum Anregen der Gehirnaktivität zu geben. Sie lehnten es aber ab. Sie turnten mit ihrem Kind nach der Rehabilitationsmethode von Vojta ( es handelt sich um eine Methode, bei der man das Kind in eine Position bringt und dann auf seinem Körper bestimmte Punkte drückt, um bestimmte reflexive Bewegungen zu erreichen. Diese Methode ist für die Kinder unangenehm). Gegenwärtig muss man sich sehr konzentrieren, um seine Behinderung zu merken. BERATUNGSSTELLE IN JESENÍK Der Junge besucht eine pädagogisch-psychologische Beratungsstelle. Eine Stunde pro Woche hat er in der Grundschule außerhalb des Unterrichts eine spezielle, individuelle, pädagogische Betreuung für Kinder mit besonderen Bildungsbedürfnissen. In dieser Stunde wird meistens Leseverstehen und Hörverstehen geübt. Die Pädagogin der Beratungsstelle empfahl fürs Schuljahr 2007/2008: - für diesen Jungen eine pädagogisch Assistentin, die den Lehrern bei der Erziehungs- und Bildungstätigkeiten des Schülers hilft - diesen Jungen in die normale Klasse zu integrieren - den älteren Lehrstoff ständig zu wiederholen - das langsame Tempo zu respektieren - schwächere Leistungen beim Lesen und Schreiben nach den methodischen Anweisungen zur Ausbildung der Schüler mit besonderen Bildungsbedürfnissen zu bewerten - seine Mühe zu belohnen 1.7 BEWERTUNG IM DEUTSCHUNTERRICHT ERLEICHTERUNGEN UND TOLERANZ IN VERBINDUNG MIT DER DEUTSCHEN SPRACHE Der Schüler sitzt im Deutschunterricht in der ersten Bank, was mir eine ständige Kontrolle ermöglicht. Er hat genug Zeit für die Erarbeitung der mündlichen oder Schriftlichen Aufgaben. Ich bereite ihm viele phonetische Übungen vor, die wir dann gemeinsam nach dem Unterricht lösen. Bei der Erarbeitung der Aufgaben hat er die Möglichkeit, sein Lehrbuch zu benutzen. Jede Übung wird von mir kontrolliert und seine Fehler mit ihm besprochen. Bevor er mit dem Lesen beginnt, überzeuge ich mich, ob er die richtige Aussprache neuer Wörter begriffen hat. Wenn ich im Unterricht auch an die Tafel schreibe, lasse ich es ihn abschreiben, weil die Notizen kurz sind und auch die Aussprache betreffen. Einerseits belohne ich ihn für all seine Mühe, die er sich im Deutschunterricht gibt, andererseits weise ich ihn zurecht, wenn er seine Aufgaben nicht erfüllt. Ich bewerte auch die nicht ganz richtigen Antworten, weil in diesem Fall die grammatischen Fehler nicht so wichtig sind. Ich informiere ihn auch rechtzeitig, wann er geprüft wird, damit er genug Zeit hat, sich auf das Prüfen vorzubereiten. Es ist für mich wichtig, dass er das Interesse an der Fremdsprache nicht verliert und im Falle eines Misserfolgs bewerte ich ihn nicht. So bekommt er die Möglichkeit, seinen Misserfolg in der nächsten Stunde zu korrigieren. Die Zusammenarbeit mit seinen Eltern ist gut. Sie informieren sich regelmäßig über seine Ergebnisse. Bei der Vorbereitung der Hausaufgaben sind sie ihm sehr behilflich, obwohl er zur Zeit ihre Hilfe oft ablehnt. Den Grund für sein Benehmen kann die Mutter leider nicht bestimmen. Ich merke immer jede seine Vorbereitung für den Unterricht, die Arbeit ist dann viel einfacher. Es ist aber wichtig, bei ihm eine ständige Rückkontrolle zu machen. 2. PRAKTISCHER TEIL 2.1 BUCHSTABEN 2.1.1 DAS DEUTSCHE ALPHABET ZIEL: Die richtige Aussprache des deutschen Alphabets einüben. LEHRBUCH: Start mit Max (Anlage 1) BEMERKUNG: Die Aussprache des deutschen Alphabets unterscheidet sich vom tschechischen Alphabet durch fünf Buchstaben: DEUTSCH: TSCHECHISCH: J – jot J – jé Q – ku Q – kvé V – fau V – vé W – ve: W – dvojté vé Z – cet Z – zet VERFAHREN: 1. Der Schüler sieht sich zuerst im Lehrbuch „Start mit Max“ die Buchstaben des Alphabets an. 2. Der Lehrer spricht die Buchstaben laut vor. 3. Der Schüler zeigt die Buchstaben gleichzeitig im Lehrbuch und spricht sie dann nach. 4. Der Lehrer gibt dem Schüler Kärtchen mit der „problematischen“ Buchstaben und der Schüler ordnet diese Kärtchen den gedruckten Buchstaben zu. ERGEBNIS: Bei dieser Übung stellte ich fest, dass der Schüler bis zu dem dritten Punkt keine Schwierigkeiten hatte. In dem vierten Schritt gab es einige Probleme. Er legte die Kärtchen zu den Buchstaben nachfolgend: C – cet (falsch) Q – keine Karte F – fau (falsch) V- ve: (falsch) J – jot (richtig) W – keine Karte K – ku (falsch) Z – keine Karte Der Schüler überlegte noch über die Karte mit der Umschrift „ve:“. Er konnte sich nicht zwischen den Buchstaben „V“ und „W“ entscheiden. Dann legte er die Karte doch zum Buchstaben „V“. Daraus ergibt sich, dass die richtige Aussprache für den Schüler sehr wichtig ist. Auf jeden Fall braucht er die Hilfe des Lehrers. Wenn ihm der Lehrer einzelne Buchstaben vorspricht, dann ist er fähig sie ohne Fehler nachzusprechen. Soll er aber allein arbeiten, macht er Fehler. 2.1.2 WELCHES BILD IST NICHT RICHTIG? ZIEL: Lesen der Buchstaben und falsche Buchstabenschreibung bezeichnen. LEHRBUCH: Nebojte se němčiny, Seite 13 (Anlage 2) BEMERKUNG: Diese Übung ist mit einer besonderen Schrift gedruckt. VERFAHREN: 1. Der Schüler bekommt eine Liste mit klein und groß gedruckten Buchstaben im Rahmen. Es handelt sich um vier Übungen mit vier Varianten. In jeder Übung ist ein Buchstabe falsch gedruckt. Er soll diesen Buchstaben erkennen und bezeichnen. 2. Der Schüler liest die Buchstaben laut vor und zeigt gleichzeitig jeden Buchstaben. 3. Der Lehrer kontrolliert seine richtige Aussprache. ERGEBNIS: Bei der ersten Übung gab es keine Probleme, er erkannte sofort in der Variante B einen Fehler. Der klein gedruckte Buchstabe „r“ ist umgekehrt gedruckt. Bei der zweiten Übung sprach er auch alle Buchstaben richtig aus und erkannte den Fehler. In der Variante B ist der Buchstabe „B“ umgekehrt gedruckt. Bei der dritten Übung gab es Probleme in der Variante D. Er machte eine längere Pause. Nach einer Weile fragte er, was es für einen Buchstaben ist. Es handelte sich um den umgehrt geschriebenen Buchstaben „J“. Wenn der Buchstabe umgekehrt gedruckt ist, sah er in dieser Druckschrift Ähnlichkeit mit dem Buchstaben „L“. Jetzt konnte ich feststellen, dass ihn den Typ der Druckschrift stört. Bei der vierten Übung sprach er richtig alle Buchstaben aus und erkannte auch in der Variante A den umgekehrten Buchstaben „N“. 2.1.3 DOPPELTE BUCHSTABEN ZIEL: Richtigkeit der doppelten Buchstaben LEHRBUCH: Nebojte se němčiny, Seite 176 (Anlage 3) VERFAHREN: 1. Der Schüler bekommt eine Liste mit Wörter, in denen die doppelten Buchstaben fehlen. 2. Der Schüler ergänzt sinnvoll in die einzelnen Wörter die doppelten Buchstaben, gleichzeitig markierte er jedes Wort nach dem anderen so, wie er es ergänzt hat und liest jedes ergänztes Wort laut vor. Fehlende Buchstaben schreibt er mit einem Buntstift. 3. Der Lehrer kontrolliert richtige Ergänzung der Buchstaben und konzentriert sich gleichzeitig auf Aussprache des Schülers: Ergänze richtig die doppelten Buchstaben und lies jedes Wort laut vor: mm, pp, ll, ee, oo, ff, nn, tt, rr, ss, bb, aa, zz, dd OHNE FEHLER: 1. Mu tt er 8. Te nn is 2. Z oo 9. Pi zz a 3. ha ll o 10. P aa r 4.Nu mm er 11. schne ll 5. Pu dd ing 12. Fah rr ad 6. T ee 13. So ss e 7. Kla ss e 14. Ho bb y MIT FEHLER: 15. Pu ss e x Pu pp e 16. Schi mm x Schi ff 17. Ba rr x Ba mm x Ba ll ERGEBNIS: Bei diesem Typ der Übung dachte ich zuerst, dass ich eine einfache Übung für den Schüler der sechsten Klasse wählte, aber es zeigte sich dann, dass der Schüler schon im achten Wort einen Fehler machte. Er ergänzte das Wort zwar richtig, aber las es „tenis“ statt „tenys“. Warum er dieses Wort „tenis“ las, kann ich leider nicht eindeutig bestimmen, weil im Tschechischen dieses Wort genauso wie im Deutschen „tenys“ gelesen wird. Die Wörter Puppe, Schiff und Ball ergänzte er zuerst so, was für ihn besser klang. Er erinnerte sich aber nach einer Weile, dass er die Bedeutung einzelner Wörter kennt. 2.1.4 VOKALE In diesem praktischen Teil wird die richtige Aussprache der Vokale geübt. Der Lehrer verweist auf die notwendige Lippenrundung. In diesen Übungen ist es nicht wichtig, dass der Schüler die Bedeutung jedes Wortes kennt, deshalb wählte ich einige Wörter zu jedem Vokal, die sich im Lehrbuch „Spaß mit Max 1“ befinden. Für das deutliche Einüben der Aussprache wählte ich noch andere Wörter. Wörter aus dem Lehrbuch sind unterstrichen. ZIEL: Richtige Aussprache einzelner Wörter, danach einzelne Vokale in die Wörter ergänzen. BEMERKUNG: Man braucht in diesem Fall sechs Unterrichtsstunden. VERFAHREN: 1. Der Lehrer teilt diese Übung auf sechs Unterrichtsstunden. In jeder Stunde wird die Aussprache einzelner Vokalgruppe geübt. 2. Beim Vokal „ä“ macht der Lehrer den Schüler darauf aufmerksam, dass er das lange offene ungespannte „ä“ offen aussprechen soll, obwohl es sich um einen langen Vokal handelt. Dieser Vokal macht tschechischen Schülern keine Schwierigkeiten. 3. Bei der richtigen Artikulation des Vokals „ö“ muss man auf die Rundung der Lippen aufpassen. Unzureichende Rundung der Lippen ist ein typischer Fehler tschechischer Schüler. 4. Beim Vokal „ü“ muss man genauso wie bei der vorigen Gruppe aus dem gleichen Grund auf die richtige Rundung der Lippen aufpassen. 5. Vokale „ie“ und „i“ sind unproblematisch. 6. Der Schüler bekommt vom Lehrer jede Stunde eine Liste mit einer Gruppe der Vokale. Der Lehrer spricht jedes Wort laut vor und achtet dabei auf die richtige Aussprache des Schülers. 7. Nach dem ordentlichen Einüben der Aussprache bekommt der Schüler eine andere Liste mit Wörtern, in denen die Vokale fehlen. 8. Der Schüler schreibt einzelne Wörter ein und dann spricht er die Wörter noch einmal laut vor. 9. In der sechsten Stunde bekommt der Schüler eine Liste mit allen Gruppen der Vokale. 10. Der Schüler wiederholt einzelne Wörter nach dem Lehrer. 11. Zum Schluss bekommt er die letzte Liste, wo die Wörter aus jeder Gruppe sind und es fehlen hier Vokale. 12. Der Lehrer spricht jedes Wort laut vor und der Schüler schreibt den Vokal ins Wort. · ä lang offen ungespannt Aussprache: ähnlich, nächste, Eisbär, erzählen, gefährlich, Hallenbäder, später, Schnäbel, Spielpläne, Vorschläge, wählen, Käse, täglich, Mädchen, Märchen, Fahrräder, Fädchen, Hähne · ä kurz offen ungespannt Aussprache: Absätze, Anfänge, Äste, Ausgänge, Bäche, Bäckerei, Dächer, Eingänge, Empfänger, Getränk, hässlich, Hauptstädte, kämpfen, Märkte, Plätze, Rucksäcke, hängen, Geschäft, häkeln, ergänzen, Gänse · ö lang geschlossen gespannt Aussprache: aufhören, höhe, Höhle, Vögel, Knödel, Löwe, Möglichkeit, verschönern, böse, Flöte, Söhne, Möbel · ö kurz offen ungespannt Aussprache: Bevölkerung, Bildstöcke, Blumentöpfe, Hörnchen, löschen, Schlösser, Söckchen, Löcher, Österreich, können · ü lang geschlossen gespannt Aussprache: Anzüge, Frühstück, Gemüse, Handtücher, Hügel, Tür, worüber, Übung, Frühling, Windmühle, Stühle · ü kurz offen ungespannt Aussprache: Aufdrücke, brüllen, Büro, drücken, Eindrücke, Frühstück, Gürtel, Goldstück, Hütte, Küsschen, Müsli, pünktlich, unglücklich, Wünsche, wütend, zurück, München, Hütchen · ie lang geschlossen gespannt Aussprache: anprobieren, anziehen, bedienen, Beispiel, beliebig, Diener, Fliege, Haustier, kriechen, kriegen, Lied, neugierig, passieren, Spielplan, Stiefel, transportieren, viel, verschieden, Wiese, Tierarzt, wiederholen, Ziege, fotografieren, verdienen · i kurz offen ungespannt Aussprache: Afrika, Apfelsine, Augenblick, Batikkleid, billig, Birne, bringen, Comics, dicht, damit, Ding, direkt, dringend, eigentlich, einige, entwickeln, Finger, Fisch, gefährlich, Giraffe, hinter, hoffentlich, Information, Käfig, Kirsche, König, Krokodil, Licht, lustig, Mathematik, Mittagessen, Musik, Nachricht, Drillinge, entschuldigen, bitten, Freundin, traurig, schwimmen ERGEBNIS: Nach dem Einüben dieser Übung stellte ich fest, dass sich der Schüler mit dieser Übung mehr mühe geben musste. Weil er schlecht auf das linke Ohr hört, musste er sich viel auf meine Rundung der Lippen konzentrieren. Die Liste (Anlage 4) mit den Wörtern füllte er ohne Fehler aus, aber er machte bei einigen Wörtern mit den Vokalen „ä“ x „ö“ und „ü“ x „ie“ längere Pausen. Diese Wörter sprach ich mehrmals aus und er versuchte sie nachzusprechen (problematische Wörter sind unterstrichen). Dann ergänzte er den Vokal. Wir widmeten dieser Übung viel Zeit und kehrten jede Stunde zu dieser Übung zurück. Es ist wichtig, dass es ihm Spaß macht, deshalb machte ich für ihn Kärtchen mit Vokalen, ich spreche die Wörter vor und er hebt die passende Karte auf. Natürlich muss er jedes Wort nachsprechen. 2.2 SILBEN „Die Silbe verstehen wir als rhythmische Einheit, deren Kern … von besonderer Wichtigkeit als Träger prosodischer Eigenschaften – z.B. des Akzentes – ist“[9]. Meinhold/Stock Wörter bestehen aus einer oder mehreren Silben und eine Silbe (die starke Silbe) trägt den Akzent. Bei langen zusammengesetzten Wörter ist noch der Haupt- und Nebenakzent zu unterscheiden. In der Phonetik ist die Silbe sehr wichtig, deshalb ordnete ich auch dieses Kapitel in meine Arbeit ein. Es ist zwischen betonten und unbetonten, zwischen offenen und geschlossenen Silben und zwischen dem Silbenanlaut und Silbenauslaut zu unterscheiden. Offene Silben gehen auf einen Vokal aus und geschlossene Silben auf einen Konsonanten. 2.2.1 SCHULSACHEN Für das Einüben der Silbenzahl wählte ich das Thema „In der Schule“. Dieses Thema finden wir im Lehrbuch Spaß mit Max 1 (Lektion 1). Die Schüler kennen dieses Thema schon aus der vierten Klasse und im Lehrbuch Spaß mit Max 1 ist das Thema noch erweitert, deshalb möchte ich zum Wortschatz „Schulsachen“ zurückkehren. Ich entschied mich, eine Übung zu erstellen und wollte damit den Schülern zeigen, wie man anders die Aussprache einüben kann. LEHRBUCH: Dieses Thema gibt es nicht im Lehrbuch. Folgende Übung ist meine eigene Idee. ZIEL: Richtige Einordnung des Wortschatzes nach der Silbenzahl. VERFAHREN: 1. Der Lehrer übt mit dem Schüler zuerst die richtige Aussprache einzelner Wörter. 2. Der Schüler hört die Wörter, spricht sie nach, klatscht dazu und dann stellt er fest, wie viele Silben sie haben. 3. Zum Schluss trennt er sie und schreibt sie richtig zu der Silbenzahl auf. 4. Der Schüler kann noch zu den Substantiven den richtigen Artikel zuordnen. SCHULSACHEN: Tafel Bild Lampe Spiel Kreide Tisch Tasche Buch Kette Kassette Puppe Block Stuhl Federtasche Lineal Heft Filzstift Schere Klebstoff Auto Pinsel Kuli Bleistift Ball Zirkel Spitzer Radiergummi Füller LÖSUNG: eine Silbe: Bild Spiel Tisch Buch Block Stuhl Heft Ball zwei Silben: Au-to Ta-fel Lam-pe Ke-tte Krei-de Ta-sche Spi-tzer Pu-ppe Sche-re Filz-stift Kleb-stoff Ku-li Pin-sel Blei-stift Zir-kel Fü-ller drei Silben: Ka-sse-tte vier Silben: Fe-der-ta-sche Ra-dier-gu-mmi ERGEBNIS: Von Anfang an, machte diese Übung dem Schüler Spaß, weil ihm das Klatschen die ganze Aufgabe vereinfachte. Es war für ihn eine große Hilfe. Mit dieser Hilfe konnte er problemlos einzelne Wörter zu der richtigen Silbenzahl zuordnen. 2.2.2 ABZÄHLREIM Diese Übung machte ich mit allen Schülern der sechsten Klasse, weil es ihnen Spaß macht, wenn sie sich bei den Abzählreimen bewegen können. Außerdem ist es für sie spannend. Sie sind bei der Aufgabeerfüllung gespannt, wer als Erste ausfällt und wer gewinnt. LEHRBUCH: Start mit Max 1, Seite 33, teilweise eigene Idee ZIEL: Richtige Trennung der Silben, Aussprache BEMERKUNG: Obwohl dieser Abzählreim für die jüngeren Schüler bestimmt ist, können wir noch diese Übung im Lehrbuch „ Deutsch mit Max A1 (Seite 30)“ finden und aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass diese Übung auch den älteren Schülern Spaß macht, deshalb erweiterte ich noch diesen Abzählreim. Die ersten sieben Sätze können wir im Lehrbuch finden. VERFAHREN: 1. Die Schüler hören den Abzählreim von der Kassette und dann lesen sie es vor. Beim Lesen klatschen sie nach einzelnen Silben und sie setzen ein passendes Wort in den Abzählreim. 2. Nachdem sie die Aussprache eingeübt haben, machen die Schüler einen Kreis und mit der Hilfe des Lehrers sprechen sie den Abzählreim. Dabei zeigen sie mit der Hand auf andere Schüler, wie man es beim Abzählen macht. weiß dünn PI-TTER – PA-TTER – POSS, Ste-fa-nie ist PI-TTER – PA-TTER – PICK, mein Bru-der ist schön groß PI-TTER – PA-TTER – PELL, das Au-to ist klein schnell PI-TTER – PA-TTER – PALT, die O-ma ist PI-TTER – PA-TTER – PEIN, Me-la-nie ist krank alt PI-TTER – PA-TTER – PEISS, die Krei-de ist PI-TTER – PA-TTER – PÜNN, Gi-se-la ist dick schick PI-TTER – PA-TTER – PICK, das Kleid ist PI-TTER – PA-TTER – PÖN, du bist PI-TTER – PA-TTER – PANK, Eva ist heute langsam kalt PI-TTER – PA-TTER – PEIß, der Kaffee ist PI-TTER – PA-TTER – PURZ, der Rock ist lang teuer PI-TTER – PA-TTER – PILLIG, das Eis ist süß hell PI-TTER – PA-TTER – PECHT, Mathe geht uns PI-TTER – PA-TTER – PAUER, der Apfel ist gut kurz PI-TTER – PA-TTER – PALT, die Suppe ist PI-TTER – PA-TTER – PANG, die Hose ist zu sauer dunkel PI-TTER – PA-TTER – PÜß, die Schokolade ist heiß schlecht PI-TTER – PA-TTER – PAM, die Schnecke ist PI-TTER – PA-TTER – PEUER, das Haus ist schwarz billig PI-TTER – PA-TTER – PUT, Deutsch ist PI-TTER – PA-TTER – PELL, die Bluse ist interessant PI-TTER – PA-TTER – PEL, die Tafel ist PI-TTER – PA-TTER – PARZ, die Katze ist PI-TTER – PA-TTER – PANT, die Übung war ERGEBNIS: Diese Form des Lernens ist für die Schüler viel einfacher. Am Anfang brauchten sie meine Hilfe, weil sie nicht die Reihenfolge des Abzählreimes kannten. In der dritten Unterrichtsstunde konnten sie problemlos zählen. „Mein Schüler“ brauchte drei Stunden länger. Wir kehrten zu dieser Übung oft zurück, weil es den Schülern wirklich Spaß machte. 2.3 WÖRTER In diesem Teil möchte ich mich mit dem Wortschatz beschäftigen. Um eine Fremdsprache zu beherrschen müssen wir auch den Wortschatz kennen. Es gibt natürlich auch Fälle, wo man den Wortschatz nicht kennt, trotzdem kann man die Bedeutung der Wörter erraten. Wir unterscheiden zwischen dem aktiven und den Passiven Wortschatz. Unter dem Begriff „aktiver Wortschatz“ versteht man, dass der Lerner den Wortschatz der Fremdsprache beherrscht und ihn aktiv benutzen kann. Der Begriff „passiver Wortschatz“ bedeutet, dass der Lerner die Fremdsprache zwar versteht, kann aber den Wortschatz nicht benutzen. Zum Thema Wortschatz wählte ich drei Übungen. In der ersten Übung handelt es sich um die Erweiterung des Wortschatzes. In der zweiten Übung wird der Schüler die Wörter voneinander trennen und in der dritten Übung wird der Schüler nicht nur die Wörter voneinander trennen, sondern er wird auch einzelne Sätze voneinander trennen. In allen Übungen wird die richtige Aussprache geübt. 2.3.1 REIME MIT Ich versuche mit dem Schüler zu den bestimmten Wörtern einen passenden Reim zu finden. Als Einübungsmethode wählte ich den Ball. LEHRBUCH: Spaß mit Max 1, verschieden gewählte Wörter. ZIEL: Wortschatz erweitern VERFAHREN: 1. Der Lehrer sagt ein Wort und wirf dem Schüler den Ball. 2. Der Schüler fängt den Ball und durch den Tausch eines Buchstabens sagt er ein passendes Wort zu dem, vom Lehrer ausgesprochenem Wort. Er bildet Reimpaare: LEHRER SCHÜLER Bauer Mauer Raum Baum bellen hellen Bier Vier mieten x bieten Brei frei dass Nass Durst Wurst Feder Leder Feld Geld fest Nest Feuer teuer Futter Mutter Gaul Faul Haar Paar hell Fell hoch noch holen Polen Mund Hund Hut Wut Kater Vater Loch Koch Kuss Nuss Kutsche Rutsche Faden Laden laut Haut Leben neben Maus Haus nett Fett packen backen frag Prag reich Teich Sache Rache seine deine Heller Teller Turm Wurm Vase Hase Wand Hand laufen kaufen mich dich Halle Kralle Pfanne Tanne Loch Koch Gasse Klasse weich Teich wenn denn Wurst Durst Mädchen Fädchen ERGEBNIS: Die Eltern übten zu Hause mit dem Schüler den Wortschatz, deshalb machte ihm diese Übung fast keine Schwierigkeiten. Er wusste kein Wort zu den Wörtern: mieten, Kutsche, Sache, wenn und Mädchen. Ich riet ihm zu jedem Wort ein Paarwort. Er schrieb es auf. In der nächsten Stunde machte ich mit ihm diese Übung noch einmal. Statt der Wörter mieten, Kutsche, Sache, wenn und Mädchen, sagte ich bieten, Rutsche, Rache, denn und Fädchen. Jetzt wusste er die Paarworte. Dann wusste ich, dass es in die ersten Stunde von mir falsch gewählte Wörter waren. Diese Wörter benutzt man in der sechsten Klasse ganz selten und deshalb kennte er nicht die entsprechenden Paarworte. Diese Methode gefiel ihm aber. 2.3.2 TRENNE DIE WÖRTER Diese Methode verwendete ich in zwei Übungen. In der ersten Übung soll der Schüler die Aussprache einiger deutschen Mädchen-, Jungen- und Familiennamen lernen. Am Ende dieser Aufgabe vergleichen wir einige Namen mit den tschechischen Namen. In der anderen Übung soll der Schüler einzelne Sätze erkennen. Im Vergleich zu der ersten Übung finde ich diese Aufgabe schwieriger, weil es sich um einen sinnvollen Text handelt. 2.3.2.1 AUFGABE 1 LEHRBUCH: Start mit Max 1, Seite 13 (Anlage 5) ZIEL: Aussprache der Namen, Vergleich mit den tschechischen Namen VERFAHREN: 1. Der Schüler hört zuerst die Namen von der Kassette und zeigt sie im Lehrbuch. 2. Der Lehrer spricht die Namen vor und der Schüler nach, dabei konzentriert sich der Lehrer auf die richtige Rundung der Lippen beim Schüler. Es geht vor allem um die Wörter, in denen ein Vokal mit dem Umlaut ist. 3. Nachdem der Lehrer mit dem Schüler die Aussprache geübt hat, bekommt der Schüler eine Liste mit einigen Namen aus der Übung im Lehrbuch, die in der Reihe, ungetrennt gedruckt sind: SUSIDAVIDHELENEMICHAELASTEFANSCHÖLERZIMMERJULIAPAULANNA BÖHMLANGDANIELPETRAJUNGMONIKAJÜRGENBIELERSILKEPETER MARTINAKAROLINEWAGNERHAHNTHEOUTEKÄSTNERJÖRG 4. Der Schüler liest einen Namen nach dem anderen und er trennt gleichzeitig die Namen von einander mit einem Strich: SUSI/DAVID/HELENE/MICHAELA/STEFAN/SCHÖLER/ZIMMER/JULIA/PAUL/ ANNA/BÖHM/LANG/DANIEL/PETRA/JUNG/MONIKA/JÜRGEN/BIELER/SILKE/ PETER/MARTINA/KAROLINE/WAGNER/HAHN/THEO/UTE/KÄSTNER/JÖRG ERGEBNIS: Die Aussprache war problematisch bei dem Namen „Martina“ und bei allen Namen mit Umlaut. Bei diesen Namen konzentrierte sich der Schüler auf meine Lippen und erst dann sprach er die Namen richtig aus. Ich kann bestätigen, dass die Aussprache des Lehrers für alle Schüler sehr wichtig ist. Den Namen „Martina“, las er mit der tschechischen Silbe „ti“ statt „ty“. In diesem Namen unterschied er nicht die zwei Silben voneinander. Weiter gab es Probleme bei den Namen die unterstrichen sind. In dem ersten Fall „MICHAELA/STEFAN“ trennte der Schüler diese zwei Namen so: „MICHAEL/A/STEFAN“. Er dachte, dass ich einen Fehler beim Schreiben machte und ich schrieb dort eine tschechische Konjunktion „a“ auf. In diesem Sinne hat es eine andere Bedeutung. In dem zweiten Fall „BIELER“, trennte er den Namen so: „BIEL/ER“. Er wusste nicht, ob „BIEL“ ein Name ist und dachte, dass „ER“ ein Personalpronomen ist. In dem letzten Fall „HAHN/THEO“ wusste er überhaupt nicht, wie er diese Namen trennen soll. 5. Der Schüler bekommt Kärtchen mit deutschen und tschechischen Namen und ordnet alle Namen in drei Gruppen ein. Er versucht zu den deutschen Namen einen tschechischen Namen zu finden. Die erste Gruppe bilden Mädchennamen, die zweite Jungennamen und die dritte Familiennamen. Es ist eine mündliche Übung, deshalb achtete ich auf die richtige Aussprache. MÄDCHENNAMEN: Susi – x Helene – Helena Julia – Julie Michaela – Míša Anna – Anna Monika – Monika Martina – Martina Silke – x Ute – x Karoline – Karolína JUNGENNAMEN: David – David Paul – Pavel Stefan – Štefan Jürgen – x Daniel – Dan Peter – Petr Jörg – x Theo – x FAMILIENNAMEN: Kästner – x Hahn – x Wagner – Vágner Jung – Mladý Bieler – x Lang – Dlouhý Böhm – x Zimmer – x Schöler – x ERGEBNIS: Dieser Teil der Übung war für den Schüler nicht so anstrengend, wie die vorige Übung. Er ordnete alle Namen richtig in die drei Gruppen ein, wusste aber nicht, dass der Name „Susi“ auf Tschechisch „Zuzana“ heißt. 2.3.2.2 AUFGABE 2 LEHRBUCH: Spaß mit Max 1, Seite 13 ZIEL: Aussprache, Satzmelodie VERFAHREN: 1. Der Lehrer liest zuerst den Text laut vor und der Schüler hört zu. 2. Der Lehrer liest einzelne Sätze und der Schüler spricht sie nach, dabei kontrolliert der Lehrer Aussprache des Schülers. 3. Nachdem der Lehrer mit dem Schüler die Aussprache geübt hat, bekommt der Schüler den Text aus dem Lehrbuch. Einzelne Wörter und Sätze sind im Text ungetrennt gedruckt. ANNASTEHAUFKOMMHERSCHREIBANDIETAFELSETZDICHLIESWIEDER- HOLEESNOCHEINMALSAGESAUFDEUTSCHPASSAUFLIESDIESÄTZELAUT- VOR 4. Der Schüler liest ein Wort nach dem anderen und er trennt gleichzeitig einzelne Wörter von einander mit einem Strich. Die Sätze trennt er von einander mit einem Buntstift: ANNA/STEH/AUF/KOMM/HER/SCHREIB/AN/DIE/TAFEL/SETZ/DICH/LIES/ WIEDERHOLE/ES/NOCH/EINMAL/SAG/ES/AUF/DEUTSCH/PASS/AUF/LIES/ DIE/SÄTZE/LAUT/VOR/ ERGEBNIS: Die Aussprache war problematisch nur im Wort „STEH“. Dieses Wort las er so, wie es geschrieben ist. Im Tschechischen geht es um einen Nähstich, deshalb verwechselte er diese zwei Wörter. Weiter gab es Probleme bei den Sätzen, die unterstrichen sind. Der Schüler erkannte nicht, dass es sich um zwei Sätze handelt und trennte sie so: LIES/WIE/DER/HOLE/ In diesem Fall dachte er, dass es ein Satz ist, und dass er „ wie der Hole“ lesen soll. Hier machte er eine längere Pause, weil er nicht wusste, was der Begriff „Hole“ bedeutet. In diesem Moment überlegte er, ob er diesen Satz richtig trennte. Ich sah, dass er meine Hilfe brauchte, und deshalb erklärte ich ihm, wo er den Fehler machte. Die Satzmelodie machte dem Schüler keine Schwierigkeiten. 2.3.3 ZAHLEN IN WORTEN LEHRBUCH: Nebojte se němčiny, Seite 197 (Anlage 6) ZIEL: Aussprache der deutschen Zahlen VERFAHREN: 1. Der Schüler bekommt vom Lehrer eine Liste mit den Zahlen. 2. Der Lehrer liest alle Zahlen laut vor und der Schüler hört zu, dann spricht der Lehrer noch einmal langsam jede Zahl laut vor und der Schüler spricht sie nach. 3. Dann wiederholt der Schüler noch einmal jede Zahl nach der anderen und falls er einen Fehler macht, muss ihn der Lehrer gleich korrigieren. OHNE FEHLER: 9 – neun 17 – siebzehn 99 – neunundneunzig 77 – siebenundsiebzig 3 – drei 4 – vier 7 – sieben 14 – vierzehn MIT FEHLER: 19 – „nojncet“ 15 – „finfcet“ 13 – „drajcet“ 55 – fienfundfinfzig 33 – „ drajunddrajcig“ 5 – „finf“ ERGEBNIS: Soweit der Schüler die Zahl gleich nach mir laut gesprochen hat, war die Aussprache ohne Fehler. Wenn er aber die einzelnen Zahlen noch einmal wiederholen sollte, machte er Fehler. Die Endung bei der Zahlen „neunzehn, dreizehn und siebzehn“ las er „cet“, und bei der Zahl „dreiunddreißig - cik“. Interessant ist, dass er die Zahlen „siebzehn und vierzehn“ richtig ausgesprochen hat. Unreichende Rundung der Lippen war ein typischer Fehler bei den Zahlen „fünf, fünfzehn und fünfundfünfzig“. Bei dieser Übung zeigte sich, dass der Schüler eine ständige Kontrolle braucht. Diese Übung sollte der Schüler noch einmal zu Hause üben und wir kehren jetzt zu dieser oder ähnlicher Übung oft zurück. 2.3.4 NONSENS – WÖRTER LEHRBUCH: Výuka německého jazyka u žáků se speciálními vzdělávacími potřebami, Seite 63 ZIEL: Das Einüben der Aussprache durch Nonsens – Wörter BEMERKUNG: Identifikationsübung mit Nonsens – Wörtern kann man in jede Unterrichtsstunde einordnen. In dieser Unterrichtsstunde werden Nonsens – Wörter mit „b - p“ und „ü – i“ geübt. Der Lehrer macht den Schüler darauf aufmerksam, dass man diese Übungen auch mit Vokalen, Konsonanten oder Diphthongen einüben kann. Insgesamt werden weiter drei Varianten dieser Übungen beschrieben. 2.3.4.1 ÜBUNG 1 VERFAHREN: 1. Der Schüler bereitet sich zwei Signalkarten vor – eine blaue und eine gelbe. 2. Vom Lehrer werden die Nonsens – Wörter mit „b“ und „p“ vorgelesen: ba – pa – pat – baf – pam – bam – bram – pak – pram – bral – brach – paf – pas pan – bak – bal – prach – bat – pal – bas – bar – ban 3. Wenn der Schüler Nonsens – Wörter mit „b“ hört, zeigt er die blaue Karte, wenn er „p“ hört zeigt er die gelbe Karte. 4. Am Ende liest der Lehrer noch einmal jedes Wort nach dem anderen und der Schüler spricht sie nach. ERGEBNIS: Diese Übung war problemlos, machte dem Schüler Spaß, deshalb machte ich mit ihm noch eine Variante mit „ü“ und „i“. 2.3.4.2 ÜBUNG 2 BEMERKUNG: Statt der Karten macht der Schüler bestimmte Bewegungen. VERFAHREN: 1. Der Schüler sitzt auf dem Stuhl und hört vom Lehrer vorgelesene Nonsens – Wörter. Der Lehrer achtet auf die richtige Rundung der Lippen, weil sich der Schüler vor allem auf die Rundung der Lippen konzentriert: bü – di – düf – püf – pik – pin – pis – bim – pür – lü – si – sü – wik – zip – züp – bis – kis – brüm – krim – küs – güf – bück – rück – mük – mik – schik 2. Wenn der Schüler „ü“ hört, steht er auf, wenn er „i“ hört, setzt er sich wieder auf den Stuhl. Falls der Schüler einen Fehler macht, unterstreicht der Lehrer das Problemwort. Jedes Problemwort muss erklärt werden. 3. Am Ende der Übung werden alle Wörter noch einmal richtig ausgesprochen. ERGEBNIS: Der erste Fehler erschien gleich am Anfang der Übung. Der Schüler hörte abwechselnd „ü (bü) – i (di) – ü (düf)“ und jetzt erwartete er wieder ein Wort mit „i“. Deshalb machte er den Fehler und stand auf. Beim Wort „mük“ machte er einen ähnlichen Fehler. Er hörte schon lange die Wörter mit „ü“ und dachte, dass jetzt ein Wort mit „i“ folgen muss. Diese Übung war für den Schüler mehr impulsiv, weil er sich bewegen konnte. Soll ich beide Übungen vergleichen, muss ich sagen, dass ihm beide Varianten Spaß machten. 2.3.4.3 ÜBUNG 3 BEMERKUNG: Mit dieser Übung überraschte mich der Schüler. Ohne ihm etwas zu sagen, dachte er sich zu Hause „ganz allein“ ohne Hilfe der Eltern noch eine Reihe der Nonsens – Wörter mit „g“ und „k“ aus, die ich auch in meine Arbeit einordnen möchte. Als Belohnung für seine Mühe konnte er jetzt den „Lehrer“ spielen und ich war seine „Schülerin“. VERFAHREN: 1. Die „Schülerin“ bekommt vom „Lehrer“ zwei Karten, eine grüne und eine rote. (Der Schüler begründete auch, warum ich von ihm gerade diese zwei Farben bekam. Rote Karte bekam ich darum, weil ich „Červená“ heiße und grüne Karte darum, weil es sich um meine Lieblingsfarbe handelt) 2. Der „Lehrer“ schreibt alle Wörter an die Tafel. Wenn die Aussprache nicht in Ordnung wird, dann kann ihn die „Schülerin“ gleich auf die falsche Aussprache aufmerksam machen: Gas – ges – gip – kip – kop – kup – gur – kur – kum – kos – gis – küs – gies – grem – kem – güp – gran – kran – gram – grim – gel – kel – keks – kakos – gos – gus – kus 3. Der „Lehrer“ liest langsam jedes Wort nach dem anderen und die Schülerin zeigt die rote Karte bei allen Wörtern mit „g“ und die grüne Karte bei allen Wörtern mit „k“. Wörter mit der falschen Aussprache sind unterstrichen. 4. Am Ende der Übung liest der „Lehrer“ mit der „Schülerin“ alle Wörter miteinander laut vor. ERGEBNIS: Den ersten Fehler in der Aussprache machte der Schüler gleich im Wort „gip“, wie er sagte, er konzentrierte sich schon auf das nächste Wort, deshalb las er schon „kip“ statt „gip“. Bei den Wörtern „küs“ und „güp“ ging es um die ungenügende Rundung der Lippen. Im Wort „gies“ verwechselte er den Vokal „ie“ (dieser Vokal soll lang geschlossen gespannt ausgesprochen werden) mit dem Vokal „i“ (dieser Vokal soll kurz offen ungespannt gesprochen werden). Nach dieser Übung hatte ich ein gutes Gefühl, weil meiner Meinung nach, interessiert sich der Schüler für die Fremdsprache, aber der Lehrer sollte ihm den entsprechenden „Weg“ zeigen. 2.3.5 WORTSCHATZ LEHRBUCH: Spaß mit Max 1, Lektion 2 – verschieden gewählte Wörter, Thema „Tiere“ (Anlage 7) ZIEL: Richtige Aussprache und Orthographie BEMERKUNG: Statt Schreiben benutzt der Schüler die Kärtchen. VERFAHREN: 1. Der Lehrer schreibt auf einzelne Kärtchen entweder einen Buchstaben oder eine Silbe. An die Tafel schreibt er senkrecht verschiedene Wörter, in denen der Buchstabe oder die Silbe ausgelassen wird. 2. Der Lehrer befestigt mit Magneten die Kärtchen mit ausgelassenen Buchstaben oder Silben an die Tafel. 3. Der Schüler wählt die passende Karte aus und ergänzt das bestimmte Wort (jede Karte kann nur einmal verwendet werden). Jedes ergänztes Wort muss er aussprechen. (falsch ergänzte Wörter sind blau gedruckt, falsch ausgesprochene Wörter sind unterstrichen) 4. Am Ende der Übung liest der Schüler einzelne Wörter noch einmal laut vor. ERGEBNIS: Nach der Empfehlung der Pädagogin aus der Beratungsstelle, oft zu dem älteren Lehrstoff zurückzukehren, ordnete ich in diese Übung noch einmal das Wort „Löwe“ ein. Dieses Wort sprach er wieder falsch aus. Ich sprach das Wort aus und wies dabei auf die richtige Lippenrundung hin. Ungenügende Rundung der Lippen hatte er noch beim Aussprechen der Wörter: Vögel, Kühe und mögen. Mit Absicht ordnete ich hier auch Silben „di“ und „ti“ und erwartete, dass er die Wörter „Krokodile“ und „Tiger“ (in der Anlage sind sie blau gedruckt) falsch ausspricht. Ich wunderte mich, weil es nicht so geschah. Diese Silben ordnete ich wieder in diese Übung ein, weil er in der Übung 2.3.2.1 beim Namen „Martina“ die Silbe „ti“ als „ti“ statt „ty“ las. Ich dachte, wenn er die Silbe „di“ sieht, dann liest er sie auch im Wort Krokodile „di“ statt „dy“, aber er las es richtig genauso wie die Silbe „ti“ im Wort „Tiger“. Warum er diese zwei Wörter richtig aussprach? Die Antwort muss man nicht lange suchen. Im Tschechischen wird die Silbe „di“ als „dy“ gelesen - also „krokodýli“ und die Silbe „ti“ wird als „ty“ gelesen, also „tygr“. Bei dieser Übung stellte ich fest, dass sich der Schüler nur mit den Wörtern mehr Mühe geben musste, bei denen er sich auf die Rundung der Lippen konzentrieren musste. 2.3.6 KONJUGATION DER VERBEN LEHRBUCH: Spaß mit Max 1, Seite 87 (Anlage 8) ZIEL: Aussprache der Verben in einer bestimmten Form und im Infinitiv einüben. BEMERKUNG: Diese Idee ist aus dem Buch „Výuka německého jazyka u žáků se speciálními vzdělávacími potřebami“, Seiten 38-39. Diese Übung übte ich mit allen Schülern der sechsten Klasse, die Deutsch lernen (14 Schüler). VERFAHREN: 1. Der Lehrer schreibt an die Tafel ein Thema, zu dem die Schüler passende Verben an die Tafel schreiben. Jeder Schüler denkt ein Wort aus. (14 Schüler = 14 Wörter) 2. Die Schüler lesen miteinander alle Verben, die sie geschrieben haben. Diese Aufgabe hilft auch den „schwächeren“ Schülern. 3. Die Schüler bilden 2 Gruppen und jede Gruppe bekommt vom Lehrer eine Tabelle mit Verben in der Infinitivform und einen Briefumschlag, in dem die Verben in einer bestimmten Form auf einzelnen Zetteln aufgeschrieben sind. 4. Einzelne Zettel legt man auf die Bank so, dass man die Form des Verbs nicht sieht. Diesen Schritt muss man machen, sonst bleiben „schwierige“ Wörter den „schwächeren“ Schülern. 5. Jeder Schüler in der Gruppe dreht zwei Zettel so um, dass alle anderen in der Gruppe die Form des Verbs sehen, und er legt den Zettel auf die passende Infinitivform hin. Dabei liest er die Form des Verbs und die Schüler kontrollieren ihn. Als Kontrolle kann auch ein richtig zusammengelegtes Bild dienen. Organizační diagram ERGEBNIS: Bei dieser Übung langweilte sich niemand, allen Schülern machte diese Tätigkeit Spaß. Es handelte sich um eine Gruppenarbeit, deshalb war diese Übung unproblematisch. „Mein“ Schüler wählte die Verben als Letzter - es blieben für ihn die Verben „brauchen“ und „gehen“. Er legte beide Verben richtig hin und was die Aussprache betrifft, sprach er das Verb „gehen“ falsch aus. Er las die Form des Verbs so, wie es geschrieben war – wir gehen. In diesem Fall geht es um ein „Dehnungs-H“ oder „Stummes-H“, das man nicht ausspricht. 2.3.7 MEMORY LEHRBUCH: Kein (Anlage 9) ZIEL: Deutsche Begriffe zu den tschechischen Begriffen richtig zu ordnen. VERFAHREN: 1. Die Kärtchen werden auf den Tisch so gelegt, dass man das Bild mit dem Begriff nicht sieht. 2. Der Schüler sucht Paare, falls er sie findet, kann er weiter ziehen. Falls er sie nicht findet, sucht die Paare der nächste Spieler. 3. Wenn der Schüler ein Paar findet, liest er das entsprechende Wort laut vor und der nächste Spieler wiederholt das deutsche Wortpaar. So lernt man nicht nur die richtige Aussprache, sondern auch den Wortschatz. ERGEBNIS: Dieser Typ der Übung hat gleich einige Vorteile: 1. Aussprache und Wortschatz wiederholt man in spielerischer Form und ohne Zeitdruck. 2. Die Schüler brauchen nichts zu schreiben. 3. Diese Form des Einübens macht den Schülern wirklich Spaß. Manchmal spielen sie diese Memory auch in der Pause. 2.4 TEXT 2.4.1 BRIEF LEHRBUCH: Nebojte se němčiny, Seite 200 (Anlage 10) ZIEL: 17 Bilder durch Wörter ersetzen, die Aussprache einüben BEMERKUNG: Weil der Schüler schon die sechste Klasse besucht, wählte ich als letzte Übung den Text. Ich will das Niveau des Lesens feststellen. VERFAHREN: 1. Der Schüler bekommt einen Brief, in dem statt bestimmten Wörter passende Bilder sind. 2. Der Lehrer liest den Brief laut vor und Schüler liest den Brief gleichzeitig mit dem Lehrer, aber leise. 3. Der Schüler sucht im Text alle Wörter, die mit dem Diphthong „ei“ beginnen, und bezeichnet sie mit dem grünen Buntstift. 3. Der Schüler liest den Brief laut vor und die Bilder im Text ersetzt er durch Wörter. Der Lehrer macht sich Notizen. 4. Nachdem der Schüler den Brief gelesen hat, sagt ihm der Lehrer, wo er die Fehler macht und sie versuchen gemeinsam diese Fehler zu beheben. 5. Der Schüler sucht im Text das längste und gleichzeitig das schwierigste Wort und bezeichnet es mit dem roten Buntstift. 6. Der Schüler liest den Brief noch einmal. ERGEBNIS: Bei dieser Übung stellte ich fest, dass sie zu den schwierigeren Übungen gehört. Wörter, bei denen er nicht wusste, wie man sie auf Tschechisch sagt, sind im Text orange bezeichnet. Wörter, bei denen die Aussprache problematisch war, sind im Text blau unterstrichen und die Fehler näher beschrieben: 1. Lieber – Verwechslung des Vokals „ie“ mit dem Diphthong „ei“ 2. für – ungenügende Lippenrundung 3. schönen – ungenügende Lippenrundung 4. Brief – im Text ist ein Bild – der Schüler konnte sich nicht erinnern, wie man das tschechische Wort „ dopis“ auf Deutsch sagt. 5. auch – als „ach“ gelesen – im Tschechischen geht es um einen „Seufzer“ 6. über – ungenügende Lippenrundung 7. einen Bruder – als „eine Puppe“ gelesen – statt des Wortes „Bruder“ ist im Text ein Bild 8. Haus – Verwechslung des Konsonanten „s“ mit dem tschechischen „z“ 9. Garten – Verwechslung mit dem Wort „Karte“ 10. Blumen – der Schüler vergaß den Konsonanten „n“ vorlesen 11. Wald – im Text ist ein Bild – der Schüler konnte sich nicht erinnern, wie man das tschechische Wort „les“ auf Deutsch sagt. 12. viele – Verwechslung des Vokals „ie“ mit dem Diphthong „ei“. 13. Pilze – im Text ist ein Bild – der Schüler konnte sich nicht erinnern, wie man das tschechische Wort „hřiby“ auf Deutsch sagt. 14. Dein – Verwechslung des Konsonanten „D“ mit dem Konsonanten „N“ und das Wort „Dein“ als „Nein“ gelesen. Der Schüler korrigierte sich selbst. 15. Freund – Verwechslung des Diphthonges „eu“ mit dem Vokal „o“ und als „frond“ gelesen. 16. Martin – diesen Namen las er mit der tschechischen Silbe „ti“ statt „ty“. Der Schüler unterschied nicht diese zwei Silben voneinander und den gleichen Fehler machte er schon in der Übung 2.3.2.1 im Namen „Martina“. So kann ich bestätigen, dass er diese zwei Namen im Tschechischen oft hört und er ist so gewöhnt sie mit der Silbe „ti“ lesen. Zum Punkt 3: Diese Aufgabe war einfach für den Schüler, er bezeichnete alle Wörter mit dem Diphthong „ei“ richtig und sprach sie auch ohne Fehler. Interessant ist, wenn der Schüler im Wort den Diphthong „ei“ sieht, spricht er es richtig aus. Wenn er aber im Wort den Vokal „ie“ sieht verwechselt er ihn mit dem Diphthong „ei“. Der Schüler bezeichnete im Text mit dem roten Buntstift das längste und schwierigste Wort „Briefmarken“. Dieses Wort sprach es als „brajfmarden“ aus. Wir trennten das Wort Briefmarken in zwei Teile und der Schüler las es getrennt: Brief - Marken. Es war kein Problem mehr. Ich las es wieder zusammen und der Schüler wiederholte es nach mir. Weil er das Wort von mir hörte, war es für ihn nicht mehr schwierig, dieses Wort ohne Fehler auszusprechen. Das Tempo beim Lesen war langsam, er konzentrierte sich mehr auf die Aussprache und nicht auf den Inhalt des Textes. In unserem Fall war es in Ordnung, dass er sich nicht auf den Inhalt konzentrierte, weil wir uns mit der Aussprache beschäftigten. Trotzdem empfahl ich ihm den Text noch einmal zu lesen, um den Inhalt zu verstehen. Im Grunde genommen verstand er den Text, aber wenn man mehr wissen möchte, muss man ihm die konkreten Fragen stellen. Für den Schüler ist es gut, wenn er weiß, dass wir uns nicht beeilen müssen und haben genug Zeit für das Lösen einzelner Übungen. Zu Hause las er den Text noch einmal und in der nächsten Stunde las er ihn wieder. Das Lesen war viel besser als in der vorigen Stunde, weil ihm der Text bekannt war. ZUSAMMENFASSUNG In meiner Diplomarbeit wollte ich auf die Problematik der Schüler mit besonderen Bildungsbedürfnissen hinweisen. Zur Zeit ist es ein oft diskutiertes Thema. Für den Tschechischunterricht gibt es eine genügende Anzahl von Fachliteratur, was aber den Deutschunterricht betrifft, ist diese Auswahl nicht so groß. Ich konzentrierte mich auf den Schüler der sechsten Klasse, bei dem durch eine Untersuchung in der pädagogisch-psychologischen Beratungsstelle Legasthenie und Dysorthographie festgestellt wurde. Die Fremdsprache ist für ihn ein Lieblingsfach , das ihm auch in der sechsten Klasse immer noch Spaß macht. Er besucht drei Deutschstunden pro Woche. Mein Ziel ist, dass dieser Schüler das Interesse für Deutsch nicht verliert und man ihn nicht in eine Stresssituation bringt. Deshalb ist es für mich wichtig, dass er mindestens einen Teil des Lehrstoffes bewältigt. Er erfordert einen individuellen Zugang, mehr Zeit für das Lösen der Aufgaben und auch mögliches Wechseln der Tätigkeiten während des Unterrichts. Wegen seinen spezifischen Lernstörungen, bot ich den Eltern meine Hilfe an und arbeite mit dem Schüler nach dem Unterricht. Die Eltern stimmten dem zu und nahmen meine Hilfe an. Zur Zeit gibt es immer mehr Schüler mit spezifischen Lernstörungen. Die Arbeit mit ihnen ist anstrengend, der Lehrer widmet der Vorbereitung für den Unterricht viel Zeit und er arbeitet für diese Schüler auch einen individuellen Plan für das bestimmte Schuljahr aus. Meine Diplomarbeit soll vor allem angehenden Lehrern helfen. Ich glaube, dass bei den Schülern mit besonderen Bildungsbedürfnissen die grammatischen Regeln nicht so wichtig sind. Wichtig ist, dass sie sich in der Fremdsprache ausdrücken können. RESUMÉ Ve své diplomové práci jsem se snažila poukázat na problematiku žáků se speciálními vzdělávacími potřebami. V současné době je to často diskutované téma. Pro výuku českého jazyka existuje řada odborných knih, co se však cizího jazyka týče, není výběr v takovém rozsahu. Zaměřila jsem se na žáka šestého ročníku, u něhož byla vyšetřením v Pedagogicko.psychologické poradně v Jeseníku zjištěna dyslexie a dysortografie, je integrovaným žákem v běžné třídě. Cizí jazyk patří k jeho oblíbeným předmětům, který ho doposud baví. Výuka probíhá třikrát týdně. Mým cílem je, aby neztratil zájem o německý jazyk a nestresoval se. Proto je pro mě důležité, aby zvládl alespoň část probíraného učiva. Vyžaduje individuální přístup, více času na vypracování úkolů a změnu činnosti během hodiny. Vzhledem ke specifické poruše učení žáka, jsem nabídla rodičům, že s ním budu individuálně pracovat mimo vyučování. Rodiče souhlasili a tuto pomoc přivítali. Spolupráce s nimi je výborná, radí se semnou, jak mu doma pomoci při přípravě na vyučování. V současné době přibývá žáků se speciálními vzdělávacími potřebami. Práce s nimi je velmi náročná, učitel musí věnovat spoustu času přípravě na vyučování, vypracovat individuální plán na daný školní rok. Žáci mohou být hodnoceni také slovně, protože se lépe vyjádří, co žák zvládl a co je třeba ještě procvičit. Svou diplomovou prací bych chtěla přispět především začínajícím učitelům. Myslím si, že u žáků se speciálními vzdělávacími potřebami není až tak podstatná znalost gramatických pravidel, ale že jsou schopni vyjádřit se v cizím jazyce. LITERATURVERZEICHNIS ZELINKOVÁ, Olga: Cizí jazyky a specifické poruchy učení, Havlíčkův Brod 2006. ISBN 80-7311-022-9 ZELINKOVÁ, Olga: Poruchy učení, Praha 2003. ISBN 80-7178-800-7 DIELING, Helga / HIRSCHFELD, Ursula: Phonetik leháren und lernen, München 2000. ISBN 3-468-49654-0 JUCOVIČOVÁ, Drahomíra / ŽÁČKOVÁ, Hana / SOVOVÁ, Hana: Specifické poruchy učení na 2.stupni základních škol, Praha 2001. KOVÁŘOVÁ, Alena: Úvod do fonetiky a fonologie němčiny, Brno 2003. ISBN 80-210-3263-4 FIŠAROVÁ, Olga / ZBRANKOVÁ, Milena: Start mit Max 1, Plzeň 2000. ISBN 80-7238-065-6 TLUSTÝ, Petr / CIHLÁŘOVÁ, Vítězslava / WICKE, U. Mariele: Spaß mit Max 1, Plzeň 2002. ISBN 80-7238-141-5 JANÍKOVÁ, Věra / BARTOŇOVÁ, Miroslava: Výuka německého jazyka u žáků se speciálními vzdělávacími potřebami, Brno 2004. ISBN 80-210-3135-2 ANLAGE 4 ähnl i ch Haust ie r D i ng L ö we Mathemat i k B ä che K ü sschen B ä ckerei versch ö nnern M ü sli Sp ie lplan Afr i ka M ö bel sp ä ter traur i g St ie fel T ü r Bildst ö cke Fahrr ä der wor ü ber T ie rarzt M ö glichkeit Com i cs Z ie ge S ö hne F i sch Schl ö sser Ausg ä nge w ä hlen Gem ü se k ö nnen Kn ö del Fr ü hst ü ck Krokod i l Ö sterreich M ä rchen S ö ckchen Hauptst ä dte b ö se W ü nsche aufh ö ren K i rsche ANLAGE 7 LL, SCH, XI, WER, EN, Ä, PE, Ö, DI, TIS, ß, G, TI, Ö, WO, Ü, IE, SA, S, EIS, I, T IE RARZT SCH LANGE ZEBRA S EIS BÄREN V Ö GEL WE G PE TER FE LL KROKO DI LE TI GER SA LAT K Ü HE HUND EN WO CHE WEI ß TA XI M Ö GEN ANTARK TIS GEF Ä HRLICH SCH WER BR I NGEN L Ö WE ------------------------------- [1]Dieling, Hirschfeld, S.63 [2] Janíková, S.4 [3] Kovářová, S.6 [4] Dieling, Hirschfeld, S.11 [5] Zelinková, S.4 [6] Zelinková, S.9 [7] Dieling, Hirschfeld, S.22 [8] Jucovičová, Žáčková, Sovová, S.55 [9] Dieling, Hirschfeld, S.98