k 2010

Wittgensteins Wissenschaftskritik

DOŠEK, Tomáš

Základní údaje

Originální název

Wittgensteins Wissenschaftskritik

Název česky

Wittgensteinova kritika vědy

Název anglicky

Wittgenstein's Criticism of Science

Autoři

Vydání

Salzburger Tagung für Junge Analytische Philosophie, 2010

Další údaje

Typ výsledku

Prezentace na konferencích

Utajení

není předmětem státního či obchodního tajemství

Označené pro přenos do RIV

Ne

Organizační jednotka

Filozofická fakulta
Změněno: 3. 1. 2017 14:02, Ing. Mgr. Zdeňka Jastrzembská, Ph.D.

Anotace

V originále

In meinem Beitrag beschäftige ich mich mit dem Argument für die Unterscheidung der Philosophie und der Naturwissenschaft bei Ludwig Wittgenstein. Das Argument hat seinen Ursprung in den Jahren 1913/14 und wird dann in §§ 4.11-4.113 des Tractatus logico-philosophicus in präziser Weise vorgestellt. Ich werde dieses Argument schildern, Möglichkeiten seiner Geltung untersuchen und ihn in den Kontext der ganzen Abhandlung setzen. Darauf erkläre ich, wie Wittgenstein auf dem Grundgedanken dieses Arguments seine philosophische Kritik der Naturwissenschaften in §§ 6.3-6.372 und 6.52 aufbaut. Überdies möchte ich zeigen, dass Wittgenstein ebenfalls in seiner sog. „Spätphilosophie“ auf dieses Argument nie verzichtet hat, wobei es jedoch angebracht ist, die wichtigen Wandlungen seines Denkens ins Betracht zu ziehen. Ich werde dafür argumentieren, dass Wittgenstein in diesem Punkt seine Meinung prinzipiell nie geändert hat und dass Wissenschaftskritik als kompakter Bestandteil seines Denkens angesehen werden muss. Dies steht in einem starken Kontrast zu der Rezeption seiner Gedanken in dem sog. Wiener Kreis, ich werde also auch Argumente für die entgegengesetzte Interpretation des Werkes schildern, ihre Vorteile und Grenzen anzeigen und begründen. Ich werde diese Auslegung mit meiner Argumentation vergleichen und erklären, warum bei einer genaueren Textanalyse für sie keine Relevanz gefunden werden kann. Kurz gesagt: Mein Vortrag sollte eine klare Stellungnahme Wittgensteins zur Naturwissenschaft formulieren, ihre Grenzen und Geltungsmöglichkeiten offenlegen und damit einen festen Grund für weitere Diskussionen schaffen.